Home Partei Köpfe Aktuell

Surf

Spezial

Aktuelles der CVP Killwangen >>

Pressemitteilungen 2001 >>

Pressemitteilungen 2003 >>

Pressemitteilungen 2004 >>

Pressemitteilungen 2005 >>

 

Pressemitteilungen
 Gemeinde Killwangen 2002

Übersicht:    
  30.12.2002 Aargauer Zeitung Fünf Gemeinden lassen ihre Waldungen gemeinsam bewirtschaften >>
  30.12.2002 Aargauer Zeitung Gutes Ergebnis der Lebensmittelkontrolle >>
  28.12.2002 Aargauer Zeitung PET-Container wird ab Neujahr aufgehoben >>
  27.12.2002 Aargauer Zeitung Knapp 6000 Franken an die Waldschäden >>
  13.12.2002 Aargauer Zeitung Nachtschwärmer wirds freuen >>
  02.12.2002 Aargauer Zeitung Bundessubvention für Entwässerungsplan GEP >>
  29.11.2002 Aargauer Zeitung Autoknacker festgenommen >>
  26.11.2002 Aargauer Zeitung Erster Rückschlag für Paintballer >>
  18.11.2002 Aargauer Zeitung Unmut an der Gemeindeversammlung >>
  16.11.2002 Aargauer Zeitung Killwangen Gemeinde droht dem VAO mit Austritt >>
  16.11.2002 Langenthaler Tagblatt Mit dem Tram nach Killwangen? >>
  15.11.2002 Tagesanzeiger Aargauer Entscheid über Paintball-Feld vertagt >>
  14.11.2002 Aargauer Zeitung Killwangen Neun Prozent mehr Autos als im Vorjahr >>
  12.11.2002 Aargauer Zeitung Rücksicht auf Brunstzeit >>
  06.11.2002 Tagesanzeiger Neues Paintball-Feld im Visier >>
  05.11.2002 Aargauer Zeitung Paintballer kaufen Wald >>
  26.10.2002 Aargauer Zeitung Kirche Bruder Klaus ist 50 Jahre alt >>
  25.10.2002 Aargauer Zeitung Keine Einsprachen gegen Spurwechsel der SBB >>
  23.10.2002 Aargauer Zeitung Mehr Sicherheit am Flussufer >>
  22.10.2002 Aargauer Zeitung Budget 2003 mit Defizit >>
  19.10.2002 Aargauer Zeitung Kreisellösungen noch ausarbeiten >>
  15.10.2002 Aargauer Zeitung A1-Halbanschluss in «Sichtweite» >>
  15.10.2002 Aargauer Zeitung 12 000 Franken für Leseratten >>
  27.09.2002 Aargauer Zeitung Subventionen an den Entwässerungsplan >>
  27.09.2002 NZZ SBB-Lärmsanierung im Limmattal «auf guten Wegen» >>
  26.09.2002 Aargauer Zeitung Schulstrasse soll ausgebaut werden >>
  13.09.2002 Aargauer Zeitung Wenn die Eltern bloss wüssten . . .>>
  10.09.2002 Aargauer Zeitung Schul- und Musikschulgelder fixiert >>
  31.07.2002 Aargauer Zeitung Zeugenaufruf nach Selbstunfall  >>
  27.07.2002 Aargauer Zeitung 6940 Franken in den Finanzausgleichsfonds >>
  23.07.2002 Aargauer Zeitung Kostenbeteiligung an Bibliothek Spreitenbach >>
  25.06.2002 Aargauer Zeitung Hagel In Baumnussgrösse im Limmat- und Reusstal >>
  20.06.2002 Aargauer Zeitung Barfuss eine Tankstelle überfallen >>
  12.06.2002 Aargauer Zeitung Eine «teure» Gemeindeversammlung >>
  04.06.2002 Aargauer Zeitung Kooperation bei der Sicherheit >>
  25.05.2002 Aargauer Zeitung Forstrevier Heitersberg noch grösser >>
  11.05.2002 Aargauer Zeitung Turnhalle erhält neue Lautsprecheranlage >>
  30.04.2002 Aargauer Zeitung 33 520 Franken für den Regionalverkehr >>
  29.04.2002 Aargauer Zeitung Mit Förster und Jäger durch den Wald >>
  10.04.2002 Aargauer Zeitung Für kurze Zeit das Bett verlassen >>
  06.04.2002 Aargauer Zeitung Gemeinden wollen Halbanschluss A1 >>
  30.03.2002 Aargauer Zeitung CVP Spreitenbach pflegt Kontakte über die Grenzen >>
  21.03.2002 Aargauer Zeitung Rechnung 2001: 2 Mio. Franken Überschuss >>
  14.03.2002 Aargauer Zeitung Einwohnerzahl hat 1400er-Marke erreicht >>
  06.03.2002 Aargauer Zeitung Für eine ungetrübte Badesaison >>
  01.03.2002 Aargauer Zeitung Jugend- und Familienberatung war gefragt >>
  22.02.2002 Aargauer Zeitung Die 1.-August-Feier findet wieder am 31. Juli statt >>
  14.02.2002 Aargauer Zeitung Hundewiese wird auf Ende Jahr aufgegeben >>
  09.02.2002 Aargauer Zeitung Eine halbe Million Franken mehr Steuerertrag >>
  08.02.2002 Aargauer Zeitung Kommissionen vom Gemeinderat gewählt >>
  06.02.2002 Aargauer Zeitung Bahnlärm: Gemeinderat rekurriert doch >>
  04.02.2002 Aargauer Zeitung Arbeitsgruppe für neue EDV eingesetzt >>
  30.01.2002 Aargauer Zeitung «WIR SIND IHM AUF DEN LEIM GEKROCHEN» >>
  30.01.2002 Aargauer Zeitung Damit es Ganoven schwer haben >>
  29.01.2002 Tagesanzeiger Bankmillionen für Elefantenjagd >>
  22.01.2002 Aargauer Zeitung Nebenamtliche Angestellte gewählt >>
  21.01.2002 Aargauer Zeitung Bern verfügt Lärmschutzmassnahmen >>
  17.01.2002 Aargauer Zeitung Welchen Kurs wird das Geisterschiff einschlagen? >>
  15.01.2002 Aargauer Zeitung Die Pacht des Jagdreviers bis 2010 vergeben >>
  12.01.2002 Aargauer Zeitung Zonenplanrevision >>
  11.01.2002 Aargauer Zeitung 32800 Fr. aus Geschwindigkeitskontrollen >>
  04.01.2002 Aargauer Zeitung Die Zivilschutzorganisation Würenlos überdenkt ihre Strukturen >>
  02.01.2002 Aargauer Zeitung Brand im Schlafzimmer >>
  31.01.2001 Pressemitteilungen im Jahre 2001 >>
     
30.12.2002 Auf dem Heitersberg wird feierlich unterzeichnet

FORSTREVIER · Fünf Gemeinden lassen ihre Waldungen gemeinsam bewirtschaften

Nachdem sämtliche beteiligten Gemeinden dem Beitritt von Bellikon und Remetschwil zum Forstrevier Heitersberg zugestimmt haben, steht der Vertragsunterzeichnung nichts mehr im Weg. Sie soll Ende Januar in feierlichem Rahmen auf dem Heitersberg stattfinden.

Dem per Januar 2000 ins Leben gerufenen Forstrevier gehören bereits die Gemeinden Killwangen, Oberrohrdorf-Staretschwil und Spreitenbach mit ihren Waldungen an. Zu diesem Schritt kam es durch die Pensionierung der Revierförster. Das Forstrevier Heitersberg steht unter Führung der Gemeinde Spreitenbach und hat mit dem Zusammenschluss Peter Muntwyler, Spreitenbach, zum Revierförster gewählt.

Die Ortsbürgergemeinden von Bellikon und Remetschwil haben, gestützt auf einen Gemeindevertrag, bereits ein gemeinsames Forstrevier betrieben. Per September 2003 wird Revierförster Hans Kaufmann in den Ruhestand treten. Die Forstkommissionen prüften mehrere Varianten und entschieden sich zum Beitritt ins Forstrevier Heitersberg. Die nötigen Ortsbürger gmeindsbeschlüsse sind über die Bühne gegangen. Per 1. September 2003 wird der Vertrag in Kraft treten. (-rr-)

30.12.2002 Gutes Ergebnis der Lebensmittelkontrolle

Der Jahresbericht 2002 über die 18 kontrollierten Betriebe ist gut ausgefallen. Es gab nur sieben kleine Feststellungen. Sie wurden unter «Hinweise» aufgeführt. Ab 1. Juli 2003 wird die Lebensmittelkontrolle Sache des Kantons sein. (gkk)

28.12.2002 PET-Container wird ab Neujahr aufgehoben

Der PET-Sammelbehälter an der Brühlstrasse 2 wird immer wieder mit Abfall gefüllt. Zudem liegt bei der Sammelstelle immer wieder Leergut herum. Per Neujahr wird der Sammelcontainer deshalb aufgehoben. Die PET-Rücknahme wird Pflicht des Handels, d. h. das PET-Leergut gehört gemäss Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) dorthin zurück, wo die Produkte gekauft wurden. (gkk)

27.12.2002 Knapp 6000 Franken an die Waldschäden

Gemäss Waldgesetz des Kantons Aargau haben sich die Gemeinden an den Waldschäden mit 50 % zu beteiligen. Der Anteil für Killwangen beträgt für dieses Jahr 5918 Franken. (gkk)

13.12.2002 Nachtschwärmer wirds freuen

FAHRPLANWECHSEL · Die RVBW erweitern insbesondere das Nachtangebot

Per 15. Dezember gibt es auf dem Netz der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen AG einige kleine Änderungen. Das Nachtangebot wird weiter verbessert.

Die Korrekturen auf dem Bus-Netz der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) sind nach den grossen Anpassungen im Frühling des vergangenen Jahres und den neuen Leistungen für das Siggenthal ab 15. September dieses Jahres vergleichsweise klein.

Auf der Siggenthaler Linie 2 muss man sich umstellen: Die Abfahrtszeiten ab Mühleweg werden generell um zwei Minuten vorverlegt, damit die Anschlüsse am Bahnhof Baden auch in den Spitzenverkehrszeiten gewährleistet sind.

Der Rütihof-Express um 16.50 Uhr ab Bahnhof Baden, der seit Sommer versuchsweise als zusätzlicher Kurs fährt, hat sich bewährt und wird nun definitiv eingeführt.

Spätnachts von Baden nach Hause

Verbessert wird das Nachtangebot (Moonraker), das den Freizeitbedürfnissen entsprechend ausgebaut wird. Auch Neuenhof, Killwangen und Spreitenbach werden mit Nachtkursen ab Baden bedient. Somit hat die Bevölkerung in allen von den RVBW bedienten Gemeinden mindestens um 1 und 2 Uhr nachts die Möglichkeit, von Baden nach Hause zu gelangen. Die Moonraker-Verbindung nach Untersiggenthal, die am 15. September aufgenommen wurde, wird nach Turgi und Gebenstorf verlängert. Baden Kappelerhof wird neu mit drei Nachtkursen um 0.40, 1.40 und 2.40 Uhr bedient.

Der traditionelle Nachtexpress zwischen Baden und Zürich wird durch eine neue Kursführung abgelöst. Das Nachtangebot im Limmattal wird am Wochende verbessert. Der Zürcher Verkehrsverbund fährt neu nachts auf einzelnen Linien mit der S-Bahn. So auch die SN3 um 1 und 3 Uhr von Zürich nach Dietikon. Damit Spätheimkehrer sicher in die Region Baden-Wettingen kommen, verkehrt der Moonraker 2/4/N33 mit direktem Anschluss via Spreitenbach, Killwangen, Neuenhof, Wettingen EW nach Baden. Um 1, 2 und 3 Uhr fahren die Kurse ab Baden nach Spreitenbach via Webermühle. Die Kurse um 1 und 3 Uhr werden bis nach Dietikon weitergeführt und haben dort direkten Anschluss mit der S-Bahn nach Zürich.

Offenbar sind noch viele alte Mehrfahrtenkarten vorhanden. Aufgrund der grossen Nachfrage führen die RVBW im Januar 2003 eine Umtauschaktion durch. Bis zum 15. September 2002 gültige Karten können während des ganzen Monats bei der RVWB-Beratungs- und Verkaufsstelle Info Bus am Bahnhofplatz in Baden umgetauscht werden. Ab 1. Januar 2003 sind die alten Mehrfahrtenkarten definitiv nicht mehr gültig. (-rr-)

02.12.2002 Bundessubvention für Entwässerungsplan GEP

Für das Generelle Entwässerungs projekt (GEP) der Gemeinde Killwangen hat das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft den Bundes subventionssatz von 35 Prozent an die Erstellungskosten von 95 000 Franken (Kredit 130 000 Franken) zugesichert. (gkk)

29.11.2002 Autoknacker festgenommen

SPREITENBACH · Mit dem Rucksack auf Diebestour

In Spreitenbach ist am Montagabend ein 32-jähriger Italiener festgenommen worden, der zuvor zwei Autos am Ahornweg in Killwangen aufgebrochen hatte. Wie die Kantonspolizei mitteilt, war der Autoaufbruch kurz vor 21 Uhr gemeldet worden. Im Laufe der Fahndung kontrollierte eine Patrouille der Gemeindepolizei Spreitenbach um 21.30 Uhr einen Mann, der zu Fuss mit einem Rucksack auf der Poststrasse in Spreitenbach unterwegs war. Als die Polizisten einen Blick in den Rucksack warfen, kam Einbruchswerkzeug und ein gestohlenes Natel zum Vorschein, das am 4. Oktober ebenfalls bei einem Auto-Aufbruch in Killwangen weggekommen war. Schliesslich stellte sich heraus, dass die Polizei tatsächlich den Autoknacker vom Ahornweg erwischt hatte. Aus einem der beiden Autos hatte der 32-Jährige eine Fotokamera mitgehen lassen. Der in der Region wohnende Mann wurde inhaftiert. Die Polizei geht davon aus, dass er schon längere Zeit in der Region aktiv war. (alf)

26.11.2002 Erster Rückschlag für Paintballer

Regierungsrat heisst Beschwerde der Gemeinde Uezwil gut

Am Samstag wurde das neue Paintball-Spielfeld an der Sennenbergstrasse offiziell eröffnet (siehe auch AZ vom 5. November >>). Urs und Anne Neuweiler vom Verein pbmax wollen künftig zwei- bis dreimal monatlich Paintballspiele im eigenen Waldstück organisieren. Als Antwort auf erste, eher negative Reaktionen aus Behördenkreisen und Bevölkerung haben die Neuweilers angekündigt, während der Brunstzeit nur sporadisch oder gar nicht im Killwanger Wald Paintball zu spielen.

Der Gemeinderat bleibt skeptisch. «Die Sache wird uns sicher noch beschäftigen», erklärte Ammann Willy Holliger bereits vor Wochen der AZ. «Wir wollen aber nicht dreinschiessen, sondern zuerst den Entscheid im ‹Fall Uezwil› abwarten.» Der Gemeinderat des Freiämter Dorfes hat im Sommer 2001 Paintballspiele generell verboten. Zusätzlich wurde dem Verein pbmax per Verfügung untersagt, in Uezwil Paintballveranstaltungen durchzuführen. Gegen diese Verfügung - nicht gegen das Verbot als solches - reichten Urs und Anne Neuweiler beim Departement des Innern Beschwerde ein. Wegen formeller Mängel wurde daraufhin die Verfügung aufgehoben - ein erster Etappensieg für die Paintballer.

Der Gemeinderat jedoch legte beim Regierungsrat Beschwerde ein. Der Entscheid wurde auf Mitte November angekündigt und in Uezwil, Wohlen und Killwangen- jene Gemeinden, auf deren Grund pbmax Spielfelder betreibt - mit Spannung erwartet.

Alle Beteiligten müssen sich weiter in Geduld üben: Der Regierungsrat hat keinen Entscheid getroffen, sondern die umstrittene Verfügung wieder an das Departement des Innern zu einer zweiten, materiellen Prüfung zurückgewiesen. Mit einem Entscheid wird frühestens Mitte Januar 2003 gerechnet. Der Regierungsrat hält jedoch fest, dass das generelle Verbot vom 16. Juli 2001 nach wie vor gültig ist, d. h. Paintball in Uezwil vorläufig nicht erlaubt ist. Die Gemeinde hat angekündigt, das Verbot auch durchzusetzen. (pi)

18.11.2002 Der Bus ist zu teuer

Unmut an der Gemeindeversammlung

Das Budget 2003 rechnet mit einem Defizit von 12 000 Franken: Die Ursache liegt hauptsächlich im Anstieg der gebundenen Abgaben. Der Beitrag für die RVBW soll 107 000 Franken höher sein als im laufenden Jahr. Dagegen will sich die Gemeinde wehren.

Vor einem Jahr reduzierte Killwangen (dank eines Legats) den Steuerfuss von 105 auf 95%. «Aus heutiger Sicht mag das nicht sinnvoll gewesen sein, aus damaliger aber schon», meinte Beat Gysi, Präsident der Finanzkommission. Trotzdem beliess man den Steuerfuss unverändert. Das 2003 budgetierte Defizit macht rund 4 Steuerprozent aus. Verursacht wird es durch steigende Schulgelder, Beiträge an Spitäler und an den öffentlichen Verkehr. Gemeindeammann Willy Holliger rechnet nicht mit steigenden Steuererträgen. Wenn das Budget 2004 wieder einen Aufwandüberschuss vorsehen sollte, komme man nicht um eine Steuerfusserhöhung herum. Andernfalls würden die Schulden bis 2006 wieder auf den Stand von 1999 (4 Mio. Franken) steigen.

Weder Steuerfusserhöhung noch Schuldenanstieg sind erstrebenswerte Wege. Beat Gysi und Peter Hürzeler fanden deutliche Worte: Der Gemeinderat soll sich gegen den Anstieg des RVBW-Beitrages um 90% wehren. Dieser ist auf einen neuen Verteilschlüssel des Verkehrsverbandes Aargau Ost (VAO) zurückzuführen, in dem die Taktfrequenz der Busse berücksichtigt wird. Da durch Killwangen  3 Linien führen, fällt dieses stark ins Gewicht. Gysi rechnete vor, dass Killwangen  pro Einwohner neu 162 Franken zu bezahlen habe, mehr als doppelt so viel wie die «günstigste» Gemeinde (Wettingen: 75). «Wir haben für ein Angebot zu zahlen, das unsere Bevölkerung nicht nutzen kann», meinte Hürzeler. Er stellte den Antrag, der Gemeinderat solle mit dem VAO verhandeln, damit der Verteilschlüssel angepasst werde. Sollten die Verhandlungen negativ verlaufen, seien die Austrittsbedingungen abzuklären. Die Versammlung stimmte dem Antrag mit 118 zu 1 Stimme zu. Das Budget wurde einstimmig genehmigt.

Zurückgewiesen wurde der Kredit von 430 000 Franken für den Ausbau der Schulstrasse. Es war geplant, diese gemäss Überbauungsplan «Zelgli» auf 5,5 Meter auszubauen und einen Gehweg von 2 Meter zu erstellen. Mehrere Votanten erachteten dies als überrissen. Die Strasse werde zur Raserstre-cke, das Trottoir zum Tummelplatz. Mit 76 zu 30 Stimmen wurde ein Rückweisungsantrag angenommen. Vom Gemeinderat wird verlangt, mit dem Kanton ein Projekt nach neusten Erkenntnissen zu erarbeiten. Die Situation habe sich seit der Genehmigung des Überbauungsplanes vor 12 Jahren gewandelt und es wäre verfehlt, die damaligen Vorstellungen «durchzustieren».

Kein Widerstand erwuchs dem Kredit von 85 000 Franken, um für die Primarschule Informatikmittel einführen zu können. Im Gegenteil: Während vorgesehen war, die Anschaffungen auf vier Jahre zu verteilen, stimmte die Versammlung dem Antrag von Manya Würsch mit 94 zu 18 zu, die ganze Einführung nächstes Jahr vorzunehmen.

Oppositionslos wurden 12 000 Franken an die Gemeindebibliothek Spreitenbach beschlossen. Bis anhin war Killwangen  diesbezüglich «Trittbrettfahrer». Im Gegenzug wird die von den Killwangener weniger benützte Stadtbibliothek Baden auf den Beitrag von 2230 Franken verzichten müssen. Zugestimmt hat die Gmeind den Kredit-abrechnungen «Limmatbrücke Würenlos-Killwangen » und «Kabelausbau Trafostation Limmat-Bahnhof» sowie der Einbürgerung von Mirza Kadic. Von den 953 Stimmberechtigten waren 119 anwesend. (Mü)

16.11.2002 Killwangen Gemeinde droht dem VAO mit Austritt

Das Budget 2003 ist trotz einem Aufwandüberschuss von 129 000 Franken (Steuerfuss 95 %) einstimmig genehmigt worden. Verärgert ist man in aber über den Anstieg des Gemeindebeitrags an den Verkehrsverband Aargau Ost (VAO). Der Verteilschlüssel berücksichtigt neu auch die Taktfrequenz, was den Beitrag von 119 000 auf 226 000 Franken ansteigen lässt. Die Versammlung verpflichtete den Gemeinderat, nochmals zu verhandeln und bei negativem Verlauf den Austritt zu erwägen. Der Ausbau der Schulstrasse wurde zurückgewiesen, die übrigen Geschäfte genehmigt. (Mü)

16.11.2002 Mögliches Trassee sichern

LIMMATTAL · Stadtbahn Thema an Plattform Aargau-Zürich

Die sechste Sitzung der 1997 gegründeten Plattform Aargau-Zürich (PAZ) ist am Donnerstag in Baden über die Bühne gegangen. Ziel der PAZ ist es, die Zusammenarbeit der beiden Kantone über die Grenze hinweg zu intensivieren. Laut einer Mitteilung der Zürcher Baudirektion ist am Donnerstag unter anderem aufgezeigt worden, «wie der Standort des neuen Gatewayterminals im Raum Dietikon/Spreitenbach evaluiert wurde». Die Entwicklung im Limmattal bildete an der Zusammenkunft denn auch einen Schwerpunkt. So seien insbesondere laufende Projekte aus den Bereichen Verkehr und Siedlung vorgestellt worden.

Nach Angaben des Amts für Verkehr der Volkswirtschaftsdirektion ist eine erste Phase des Verkehrskonzepts Limmattal abgeschlossen. Der Auftrag, eine Gesamtentwicklungsplanung für das Limmattal zu erstellen, war von der Zürcher und Aargauer Baudirektion 2001 erteilt worden. In der ersten Phase wurde ermittelt, welcher Zuwachs an Einwohnern und Arbeitsplätzen möglich wäre. Das Verkehrsaufkommen zwischen Schlieren/Stadtgrenze und Baden/Wettingen beträgt heute rund 350 000 Personenfahrten pro Tag auf Strasse, Schiene und mit Bus. Ein Drittel davon beginnt und endet im Limmattal. Die hauptsächlich auf einer Zunahme an Arbeitsplätzen beruhende Siedlungsentwicklung lässt nach Angaben des Amts für Verkehr erwarten, dass das Gesamtverkehrsaufkommen 2015 auf 400 000 und im Vollausbau (2025 oder später) auf 510 000 Fahrten steigen wird. Um die Siedlungsentwicklung zu ermöglichen, müsse der Anteil des öffentlichen Verkehrs erheblich gesteigert werden. Dazu sei «mittelfristig ein Quantensprung im Angebot» nötig. Etwa, so die Baudirektion, «mit einer Stadtbahn von Altstetten nach Killwangen». Aufgrund der vorhandenen Daten stehe aber noch nicht definitiv fest, ob das Verkehrspotenzial auf dieser Achse links der Limmat ein schienengebundenes Verkehrsmittel erfordere oder mit einem «sehr leistungsfähigen Bussystem» bewältigt werden könne. Angesichts des jetzigen Kenntnisstandes sei es aber wohl zweckmässig, im Richtplan ein Trassee von Killwangen bis Altstetten - mit Tram-Anschluss - vorzusehen, das für ein Stadtbahnsystem geeignet sei. Bis sich die erwartete Nachfrage einstelle, könnte die Strecke mit Bussen bedient werden. In der nächsten Konzeptphase solle nun ein mögliches Trassee eruiert und gesichert werden. Allerdings wird auch festgehalten, die Investitionen in eine Stadtbahn erforderten noch einen deutlichen Zuwachs bei den Einwohner- und Arbeitsplatzzahlen. (wi)

15.11.2002 Aargauer Entscheid über Paintball-Feld vertagt

Die Gemeindebehörden müssen sich länger als angenommen gedulden, bis entschieden ist, ob eine Gemeinde das Paintball-Spiel auf privatem Land verbieten kann. Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat den Präzedenzfall, den die Freiämter Gemeinde Uezwil geschaffen hat, inhaltlich nicht entschieden, sondern zur materiellen Prüfung an das Departement des Innern (Gemeindeabteilung) zurückgewiesen. Eine Entscheidung wird erst auf Anfang Jahr erwartet. Seit diesem Wochenende betreibt die Firma Pbmax in Killwangen ein Paintball-Spielfeld. Gemeinderat und andere Behördenmitglieder äusserten sich dazu kritisch.

14.11.2002 Killwangen Neun Prozent mehr Autos als im Vorjahr

Aus der Motorfahrzeugstatistik mit Stichtag 30. September 2002 ist zu entnehmen, dass 825 Personenwagen (Vorjahr 759) und 99 Motorräder (81) aus Killwangen eingelöst sind. (gkk)

12.11.2002 Rücksicht auf Brunstzeit

Behörden informierten sich über Paintball

Am Samstag luden Urs und Anne Neuweiler die Killwanger Behörden zu einer Paintball-Demonstration auf ihrem Spielfeld oberhalb des Dorfes. Neben Gemeindeammann Willy Holliger machten sich auch Vertreter der Jagdgesellschaft sowie Revierförster Muntwyler ein Bild vom schnellen Spiel mit den fliegenden Farbkugeln. Die Dorfbevölkerung selber war mässig vertreten. Anne Neuweiler zieht dennoch eine positive Bilanz: «Am Anfang war die Stimmung recht aggressiv, gegen Ende beruhigten sich die Gemüter aber etwas.» Die Neuweilers haben deshalb angekündigt, während der Brunstzeit nur sporadisch oder gar nicht im Killwanger Wald Paintball zu spielen. Ammann Willy Holliger bleibt auch nach der Auseinandersetzung mit dieser «unerfreulichen Sache» der Meinung, dass der Wald Erholungsgebiet und nicht Tummelplatz für Kriegsspiele sei.

«Wir werden nun den Entscheid im Fall Uezwil abwarten und dann entscheiden, ob wir aktiv werden oder nicht», erklärt Holliger. Der Uezwiler Gemeinderat verbot Urs und Anne Neuweiler, in der Freiämter Gemeinde Paintball zu spielen. Nachdem das Departement des Innern dieses Verbot aufhob, zog die Gemeinde den Fall an den Regierungsrat weiter.

Der Entscheid wird Ende November erwartet. «Dann wissen wir endlich, ob wir in der Schweiz Paintball spielen dürfen oder nicht», sagt Anne Neuweiler. Affaire à suivre. (pi)

06.11.2002 Neues Paintball-Feld im Visier

Am Wochenende weiht die in Rudolfstetten ansässige Firma pbmax im Limmattal ein gegen zwei Hektar grosses Paintball-Spielfeld ein. Firmenbesitzer Urs Neuweiler preist einen «Adventure- Wald mit dicken Bäumen, Hügeln, Graben und allem, was dem Paintball-Sportler Freude bereitet» an. Das von ihm von privater Hand gekaufte Land liegt am Waldrand am Ämmetweg.

Weniger Freude hat die Standortgemeinde am Einzug der «Cowboys», die mit Farbkugeln aufeinander schiessen. «Wir sind gegenüber diesem Kriegsspiel skeptisch eingestellt», erklärte Gemeindeschreiber Josef Rohner gestern auf Anfrage. Es handle sich um Erholungsraum für Spaziergänger, und auch der Förster und die Jäger würden das Treiben im Wald genau beobachten. Nur habe man zurzeit keine Möglichkeit, dieses Tun zu verhindern.

Deshalb wartet man in Killwangen gespannt auf das Urteil des Regierungsrates, der sich mit einem Rechtsstreit zwischen pbmax und der Freiämter Gemeinde Uezwil beschäftigt. Der Gemeinderat von Uezwil verbot kurzerhand das Paintball-Spiel innerhalb der Gemeindegrenzen auch auf Privatgrund. Die erste Beschwerdeinstanz gab dem Paintball-Betreiber Recht, das Urteil des Regierungsrates wird in den nächsten Wochen erwartet. (net)

 

05.11.2002 Paintballer kaufen Wald

Gemeinderat sind die Hände gebunden

Urs und Anne Neuweiler haben an der Sennenbergstrasse ein Waldstück gekauft, das zum Paintball-Spielfeld umgestaltet wird. Der Gemeinderat zeigt wenig Freude an den verkleideten Kämpfern und fliegenden Farbkugeln.

Pascal Meier

Der Spass kostet 95 Franken. Dazu gehören eine Gesichtsmaske und ein «Markierer» - ein gasbetriebenes Gewehr, das kleine Farbkugeln auf 300 Stundenkilometer beschleunigt. Zielscheibe sind andere Mitspieler. «Auf dem Körper bleiben lediglich blaue Flecken», sagt Urs Neuweiler, Inhaber der Firma «pbmax», die Paintball-Spiele und Turniere organisiert. «Paintball ist kein Kriegsspiel, wie uns immer wieder vorgeworfen wird», stellt Neuweiler klar. «Es ist eine Mischung aus ‹Fangis› und ‹Räuber & Poli›, nur eben mit fliegenden Farbkugeln.» Gleichzeitig sei es auch eine richtige Sportart mit klaren Regeln und einem Spielleiter, wie Urs Neuweiler betont. Vor einem Monat hat Urs Neuweiler mit seiner Lebenspartnerin Anne eine Hektare Wald an der Sennenbergstrasse oberhalb des Dorfes gekauft. «Das Gelände ist geradezu ideal, am Waldrand stören wir weder Tier noch Anwohner. Die ersten Häuser sind rund 450 Meter entfernt», erklärt Anne Neuweiler. Damit die Geschosse keine sichtbaren Spuren hinterlassen, haben die beiden Farbkugeln mit dunkler Lebensmittelfarbe herstellen lassen. «Zum drei- bis vierstündigen Spiel gehört natürlich auch die Reinigung des Feldes», erklärt Urs Neuweiler. Neben aktiven Paintballern sollen hier Vereine, Firmen und sonstige Interessierte die farbigen Kugeln fliegen lassen.

Paintball stösst auf wenig Gegenliebe

Für Paintball hat der Gemeinderat wenig Verständnis: «Der Wald ist kein Tummelplatz, sondern Erholungsgebiet für Mensch und Tier», sagt Ammann Willy Holliger. Der Killwanger Gemeinderat will zuerst abwarten, wie der Spielbetrieb verläuft. Ein Auge auf die Spiele wird auch Revierförster Peter Muntwyler werfen: «Wir werden die Betreiber an ihren Versprechungen messen, den Wald sauber zu halten.» Ammann Holliger ist sich sicher: «Das Paintball-Feld wird uns noch beschäftigen.» Dies belegt auch der Rechtsstreit zwischen Urs Neuweiler und der Freiämter Gemeinde Uezwil (siehe Kontext). Willy Holliger ist sich jedoch bewusst: «Wir haben schlechte Karten, die kriegerischen Spiele auf dem Privatgrundstück zu verbieten.»

Mögliche Probleme ortet Willy Holliger auch bei den fehlenden Parkplätzen: «Die Strasse zum Spielfeld ist als Fahrverbot gekennzeichnet und der Friedhofparkplatz nicht für Paintballer gedacht.» Probleme dieser Art hatte die Gemeinde Neuenhof, wo Urs und Anne Neuweiler ein Paintball-Feld betrieben. «Nach Reklamationen haben die Neuweilers jedoch das Gespräch gesucht und die Sache in den Griff bekommen», lobt Ammann Walter Benz. Keine Probleme gibt es in Wohlen, wo die Neuweilers vor zwei Jahren als Ersatz für das «Lothar»-geschädigte Neuenhofer Waldstück ein Spielfeld kauften. «Es gibt keine Beschwerden und unsere Auflagen werden alle erfüllt», bestätigt Gemeindeammann Walter Dubler.

Keine Tarn- und Kampfanzüge

Die Paintballer unternehmen alle Anstrengungen, das Klischee des Kriegsspiels abzubauen. So wird das Gewehr konsequent «Markierer» genannt. Für die Anlage in Killwangen hat Urs Neuweiler diese mit Schalldämpfern ausgerüstet. Auch sind keine Tarn- und Kampfanzüge erlaubt. «Das Problem sind einzelne Paintballer, die in die Wälder gehen und wild um sich schiessen», erklärt Neuweiler. «Painball darf nur organisiert durchgeführt werden.» Dies im Interesse der Sicherheit und des Image der Sportart.

Demonstration: Am 9. November laden Urs und Anne Neuweiler ab 9 Uhr Behörden und Interessierte zu einer Paintball-Vorführung ein.

Keine Einigung in der Frage: «Krieg oder Spiel?»

FALL UEZWIL · Paintball-Rechtsstreit könnte in einen Präzedenzfall münden

Im Sommer 2001 hat die Freiämter Gemeinde Uezwil Urs Neuweiler verboten, auf einem Privatgrundstück Paintballspiele abzuhalten. Eine Aussprache mit dem Gemeinderat verhärtete die Fronten, worauf Urs Neuweiler von einem «Judikativen Interessengruppen-Rassismus» sprach und trotz Verbot eine Paintball-Demonstration durchführte. Auch eine weitere Aussprache scheiterte an der Frage, ob Paintball Krieg oder Spiel sei. Beide Parteien liessen sich darauf juristisch beraten. Im April 2002 entschied das Aargauische Departement des Innern für die Paintball-Betreiber und hob die Verfügung des Gemeinderates Uezwil auf. Dieser akzeptierte das Urteil nicht und zog den Fall an den Regierungsrat weiter. Der Entscheid wird Mitte November erwartet. Urs und Anne Neuweiler wären sogar froh über einen Bundesentscheid: «Dann wissen wir endlich, ob wir in der Schweiz Paintball spielen dürfen oder nicht.» (pi)

SPIEL DER COWBOYS

Paintball oder Gotcha (von «I got you») wurde in den USA in den 80er-Jahren bekannt und vermutlich von Cowboys erfunden, die ihre Kühe mit Farbpistolen markierten. Paintball gilt heute als Extremsportart und erfreut sich in vielen Ländern immer grösserer Beliebtheit. Psychologen beurteilen das Spiel unterschiedlich: Das Spiel verhindere Aggressionsstaus, meinen die einen. Andere vertreten die Meinung, dass es die Grenze zwischen Realität und Spiel verwische. (pi)

26.10.2002 Ein Fest für eine Kirche

Kirche Bruder Klaus ist 50 Jahre alt

Morgen Sonntag feiert die Katholische Kirchgemeinde Killwangen das 50-jährige Bestehen der Kirche Bruder Klaus. Das Jubiläum beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, welcher durch die Kirchenchöre Killwangen und Neuenhof ausgeschmückt wird. Anschliessend serviert die Kirchenpflege beim Schulhaus einen Apéro. Ab 12 Uhr steht in der Turnhalle ein vielfältiges Getränke- und Menüangebot zur Auswahl. Die Kirchenchöre treten hier nochmals auf. In der Aula im Schulhaus findet eine Filmvorführung zum Lebenslauf von Bruder Klaus statt. Eine Fotoausstellung im Foyer des Schulhauses zeigt die Entstehung der Bruder-Klaus-Kirche. Für die Kinder steht ein Spielbus auf dem Festgelände zur Verfügung. Um 17 Uhr wird das Fest mit einem musikalischen Ausklang beendet.

Die Kirche und das Pfarrhaus wurden 1951/52 gebaut. Hermann Reinle schrieb 1955 in den Badener Neujahrsblättern: «Das Pfarrhaus ist auf knappe, allzuenge Formel gebracht.» Wie viele seiner Zeitgenossen fand er die Kirche zu modern. Die Kirchgemeinde wurde erst 1955 gegründet und zu einer selbstständigen Pfarrei erhoben. Vorher gehörte Killwangen zur katholischen Pfarrei Wettingen. Die Protestanten in Killwangen gehörten damals keiner Kirchgemeinde an. Sie besuchten zwar den reformierten Gottesdienst in Dietikon, hatten aber kein Recht, ihre Toten dort zu begraben. Sie konnten die Begräbnisse in Wettingen abhalten, aber ohne Pfarrer. (mri)

25.10.2002 Keine Einsprachen gegen Spurwechsel der SBB

Für den Bau eines neuen Spurwechsels und die Anpassungen an die Sicherungsanlage haben die SBB über die Gesuchsunterlagen vom 5. September bis 4. Oktober 2002 die öffentliche Auflage durchgeführt. Gegen dieses Projekt wurde weder aus der Bevölkerung noch durch den Gemeinderat Einsprache erhoben.

23.10.2002 Mehr Sicherheit am Flussufer

ZSO LIMMATTAL · Arbeiten ausgeführt, die sonst kaum zu finanzieren sind

Die Zivilschutzorganisation Limmattal hat in Spreitenbach Grillstellen gebaut, ein baufälliges Dach saniert und Objekte des Ortsmuseums konserviert; in Killwangen  hat sie den Limmatuferweg ausgebessert.

Dass die von den drei Gemeinden Neuenhof, Spreitenbach und Killwangen  getragene Zivilschutzorganisation (ZSO) Limmattal in ihren Frühlings- und Herbstkursen jeweils im Dienste der Bevölkerung steht, hat Tradition. In Neuenhof etwa hat der Zivilschutz schon vor der Zusammenlegung Feuer- und Grillstellen gebaut und saniert.

Im diesjährigen Herbstkurs entstanden beim Spreitenbacher Franzosenweiher sowie beim Zivilschutzunterstand im Wald je eine neue Feuerstelle mit Grill. Im gleichen Zug nahm sich die ZSO Limmattal eines «Lothar»-Schadens am Dach des Zivilschutzunterstandes an. Einige Ziegel und vor allem der Abschluss des mittlerweile 23-jährigen Vordaches wurden im Auftrag des Forstamtes Spreitenbach ersetzt.

Anlässlich der Einweihung der Grillstelle beim Franzosenweiher freute sich der Spreitenbacher Gemeindeammann Rudolf Kalt, dass der Zivilschutz bei seinen Einsätzen für die Gemeinde Aufgaben übernehme, die man sonst aus Kostengründen gar nicht finanzieren könnte. Hans-Rudolf Matter, Chef der ZSO Limmattal, attestierte seinen Männern Einsatzwillen und lobte ihre Leistungsbereitschaft.

Auch für das Spreitenbacher Ortsmuseum machten sich die Zivilschützer stark. Im Auftrag des Ortsmuseumsvereins säuberten sie Fahrhabe und Ackerbaugeräte und fetteten Eisenteile ein. Künftiges Ausstellungsmaterial konnte so fachgerecht konserviert werden. Insgesamt standen dazu vier Leute des Rettungsdienstes im Einsatz. Wie Adelheid Hunziker, Präsidentin des Ortsmuseumsvereins, sagte, sei man über solche Mithilfe sehr froh. Dies vor allem deshalb, weil die Mitarbeiter des Ortsmuseumsvereins ihre Arbeit ehrenamtlich erledigen.

Limmatuferweg befestigt

15 Zivilschützer standen in Killwangen im Einsatz, wo der Limmatuferweg an heiklen Stellen verbreitert und neu befestigt wurde. In Absprache mit den SBB, Eigentümerin des Landes vom Bahndamm bis zum Limmatuferweg, wurden speziell markierte Bäume zum Abschlag freigegeben. Mit diesem Holz und mit Armierungseisen konnte der an einigen Orten erodierte Weg wieder abgestützt, mit Astwerk und Erde aufgefüllt und mit Kies überdeckt werden. Bis zu einem Meter wurde der idyllische Weg dadurch verbreitert und so für die Fussgänger wieder sicher begehbar gemacht. Die Wegsanierung ist mit diesem Einsatz nicht abgeschlossen. In kommenden Zivilschutzeinsätzen werden weitere Wegabschnitte saniert. Die Kosten für die Instandstellung werden von der Gemeinde Killwangen getragen. (zso/Mü)

22.10.2002 Budget 2003 mit Defizit

Steuerfuss von 95% auf wackeligen Beinen

Gemeinderat und Finanzkommission haben den Voranschlag 2003 mit einem Aufwand und Ertrag von 3,922 Mio. Franken verabschiedet. Das Budget weist einen Aufwandüberschuss von 128 900 Franken aus. Dennoch soll der Steuerfuss von 95 %, der erst vor einem Jahr von 105 auf 95 Prozent reduziert worden war, vorläufig beibehalten werden. Eigentlich müsste er bereits wieder um 4 % angehoben werden. Das Gemeindegesetz schreibt nämlich vor, der Voranschlag sei so aufzustellen, «dass mindestens die laufenden Ausgaben sowie die Verzinsung und eine angemessene Amortisation der Schulden durch die Einnahmen gedeckt sind».

Allerdings sei, wie Gemeindeinspektorin Agnes Wächter auf Anfrage erklärte, bei der Auslegung dieses Passus stets die konkrete finanzielle Situation einer Gemeinde zu berücksichtigen. Einen Aufwandüberschuss zu budgetieren sei nicht a priori unzulässig. Es müsse dann aber aufgezeigt werden, wie das Loch in der Kasse wieder abgetragen werden kann. In Killwangen kann es laut Finanzverwalter Andi Ernst durch Eigenkapital gedeckt werden, das sich aus früheren Ertragsüberschüssen habe zusammentragen lassen und sich auf etwa eine halbe Million Franken belaufe.

Besagter Aufwandüberschuss von 128 900 Franken resultiert nach Abzug der Nettozinsen (94 000 Franken) und der Abschreibungen (213 000 Franken). Bei den vorgesehenen Investitionen werden Abschreibungen und Zinsbelastung infolge der höheren Verschuldung noch steigen. Die markantesten Mehrkosten gegenüber dem Voranschlag 2002 sind: Schulgelder 150 400 Franken, Defizitbeitrag Kantonsspital 55 200 Franken, Beiträge für AHV/IV 30 500 Franken, Beitrag RVBW 106 900 Franken, vorgeschriebene Abschreibungen 64 000 Franken. Im Hinblick auf den Voranschlag 2004 werde man sich mit dem Gedanken einer Steuerfusserhöhung zu befassen haben, teilt der Gemeinderat mit. Dann wird man auch wissen, auf welchem Niveau sich die Steuererträge nach neuem Steuergesetz einpendeln. (Mü)

19.10.2002 Kreisellösungen noch ausarbeiten

SPREITENBACH · Die Öffentlichkeit wurde über den Halbanschluss A1 orientiert

Im Rahmen des Auflageverfahrens fand im «Zentrumsschopf» eine öffentliche Info-Veranstaltung mit anschliessender Diskussion statt. Der grosse Auflauf zeigte, dass für das Bauwerk reges Interesse besteht. Anwesend waren unter anderem Gemeindeammänner und Unternehmensvertreter.

damir petkov

Die Forderung nach dem Halbanschluss an die A1 in Richtung Baden bzw. Bern stammt nicht von gestern. Die einschlägige Debatte geht bis in die Mitte der Sechzigerjahre zurück. Der Regierungsrat hat das generelle Projekt am 25. September dieses Jahres abgesegnet. Nun scheint einiges in Bewegung gekommen zu sein: Seit dem 14. Oktober ist das Auflageverfahren im Gang; allfällige Einwendungen können bis zum 13. November vorgebracht werden.

Kein Wunsch, sondern ein Muss

Regierungsrat und Baudirektor Peter C. Beyeler rief in Erinnerung, dass der Freizeitverkehr massiv zugenommen habe. Jede Person lege mit dem Auto im Jahr durchschnittlich 10 000 Kilometer zurück. Daraus entstünden viele Engpässe, die es zu sanieren gelte. Gerade im Limmattal seien ferner übermässige Immissionen die Folge. Die kantonale Verkehrspolitik setze deshalb 3 Schwerpunkte: Steuerung und Verflüssigung, Kombination von öffentlichem Verkehr und Mischverkehr sowie Verkehrssicherheit. In diesem Zusammenhang, so Beyeler, sei der Halbanschluss nicht nur ein frommer Wunsch, sondern ein absolutes Muss. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Umweltschutzorganisationen die Auflagen positiv beurteilen würden.

Verkehrsreduktion als Folge

Kantonsingenieur Urs Schuler stellte die für das Projekt ausschlaggebenden Zahlen vor. Einer Studie zufolge, welche die Veränderung der Verkehrsbelastung bis zum Jahr 2010 hypothetisch aufzeigt, würde der Verkehr ohne den Halbanschluss auf allen umliegenden Strassen zunehmen. Mit dem Halbanschluss käme es hingegen zu einer komplett anderen Situation: Auf der Kantonsstrasse 274 zwischen Spreitenbach und Killwangen würde die Verkehrsbelastung um 64 Prozent abnehmen, auf der Würenloserstrasse in Killwangen um 52 Prozent, auf der Kantonsstrasse 275 in Würenlos um 35 Prozent. Dafür nähme der Autofluss auf der A1 um 19 Prozent zu.

Der Kreisel hat viele Vorteile

Nicht einfach ist die Lösung der 2 Knotenpunkte Furttal-/Industriestrasse sowie Furttal-/Land-/Rotzenbühlstrasse. Zuerst habe man hierfür Lichtsignale vorgesehen, die den öffentlichen Verkehr begünstigt hätten. Die Prüfung der Kreisellösungen habe jedoch ergeben, dass sie wesentlich günstiger seien; bereits beim Bau könnten 2 Millionen Franken eingespart werden. Ausser zu Hauptverkehrszeiten gebe es weniger Wartezeiten. Daher werden die Kreisellösungen weiterverfolgt. Insbesondere müssten noch Lösungen für den Langsamverkehr (Fussgänger und Velofahrer) erarbeitet werden. Noch nicht geklärt sei, ob für eine bessere Regulierung bei Stosszeiten Lichtsignale erforderlich seien.

Bund übernimmt Grossteil der Kosten

Da der Halbanschluss Spreitenbach für den gesamtschweizerischen Verkehr von Bedeutung ist, beteiligt sich der Bund mit zwei Drittel an den Gesamtkosten von rund 28 Millionen Franken. Er übernimmt zirka 18,5 Millionen, der Kanton 6 Millionen und die Gemeinde Spreitenbach 3,5 Millionen Franken. Positive Auswirkungen wird der Halbanschluss ferner auf die Gemeinden Killwangen und Neuenhof haben; aus diesem Grund erhofft sich Spreitenbach einen finanziellen Zustupf von ihnen. Ein erstes Treffen der Gemeindevertreter hat diesbezüglich schon stattgefunden. In der Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, ob die Fussgängerstreifen nicht zu nahe beim Kreisel angesetzt seien. Die Vertreter des Baudepartements bestätigten, dass der Abstand von 5 Metern mit den Normen übereinstimme. Eine weitere Versetzung der Fussgängerstreifen berge den Nachteil einer längeren Überquerung. Vonseiten der Zuhörer wurde im Weiteren darauf aufmerksam gemacht, dass sich im Industriegebiet Härdli jetzt schon verhältnismässig viele Unfälle zutragen würden; die Verkehrszunahme könnte die jetzige Zahl erhöhen.

Die Unternehmensvertreter sprachen die Befürchtung aus, dass die Zugänge zu ihnen während der Bauten nicht gut befahrbar sein würden und die «Härdli»-Brücke nur einspurig befahrbar werde. Baudirektor Beyeler versicherte jedoch, dass die Brücke während der ganzen Bauzeit zweispurig bleibe und dass man den Interessen der Unternehmen Rechnung trage.

17.10.2002 Bis Ende Jahr Klarheit über die Kosten

A1-HALBANSCHLUSS · Sitzung der betroffenen Gemeinden

Am Dienstagabend haben sich die Gemeindeammänner von Spreitenbach, Neuenhof, Killwangen und Würenlos zu einer ersten Besprechung betreffend den geplanten A1-Halbanschluss bei Spreitenbach getroffen. Willy Holliger, Killwangen, bezeichnet diese Sitzung als «erstes Beschnuppern», wo alle Beteiligten ihre Gedanken einbringen konnten. Das 30 Millionen Franken teure Bauprojekt (AZ vom 15. Oktober) ist unbestritten, Knacknuss ist derzeit allerdings noch der Verteilschlüssel der Finanzierung. Bis Ende November informieren die betroffenen Gemeinden Spreitenbach über ihre Vorstellungen. «Ende Jahr wollen wir Klarheit haben über das weitere Vorgehen», erklärt der Spreitenbacher Gemeindeammann Ruedi Kalt. (pi)

15.10.2002 A1-Halbanschluss in «Sichtweite»

SPREITENBACH · Generelles Projekt liegt auf - jetzt wird über Kostenverteiler diskutiert

Silberstreifen am Limmattaler Verkehrshorizont: Das Projekt des seit Jahren verlangten Autobahn-Halbanschlusses Spreitenbach liegt vor, und das Mitwirkungsverfahren ist gestartet. Der Baubeginn für das 30 Millionen Franken teure Projekt dürfte kaum vor 2005 erfolgen.

Roman Huber

Im Jahre 1966 hatte Bundesbern der Gemeinde Neuenhof versprochen, dass ein Autobahn-Halbanschluss realisiert werde, sobald das Verkehrsaufkommen auf der Kantonsstrasse zu hoch würde. 40 Jahre später wird nun, sofern sich das weitere Verfahren nicht weiter verzögert, das Versprechen endlich eingelöst. Das Generelle Projekt, womit gleichzeitig das Mitwirkungsverfahren und die Vernehmlassung gestartet wird, liegt bis zum 13. November bei der Bauverwaltung in Spreitenbach öffentlich auf. Es enthält nebst den Plänen den technischen Bericht, den Kos-tenvoranschlag sowie den ausführlichen Umweltverträglichkeitsbericht der 2. Stufe mit dem Fachbericht.

Mehrteiliges Verkehrsbauwerk

Der geplante Halbanschluss bei der Brücke ins Industriequartier Härdli stellt die direkte Verkehrsbeziehung aus und in Richtung Bern bzw. Baden her. Die Anknüpfung an Zürich erfolgt weiterhin über den Anschluss von Dietikon. Die neu geplante Ausfahrt von Bern her wird über eine Kunstbaute zwischen der Autobahn und dem Areal des Rangierbahnhofs Limmattal zur Furttalstrasse führen, wo auf der «Härdli»-Brücke ein neuer, mit Lichtsignalen gesteuerter Knoten gebaut werden muss. Dieser soll Rückstaus in die Autobahn verhindern.

Der Autobahnzubringer wird ab der Kantonsstrasse (Landstrasse) über die Furttal- und die Limmatstrasse in einem Bogen durchs Industriequartier Härdli Ost in die Spur nach Bern münden. Bei der Autobahneinfahrt dürften dannzumal keine Rückstaus mehr entstehen, denn mit der Inbetriebnahme der dritten Baregg-Röhre hofft man, die Stauzeiten beendet zu haben.

Zwei neue Kreisel für Spreitenbach

Die verkehrstechnischen Knacknüsse liegen im Bereich des Gemeindestrassennetzes, genauer bei den Knoten Furttal-/Industriestrasse sowie Furttal-/ Landstrasse. Gegen zwei Kreuzungen mit Lichtsignalen habe man sich beim Kanton mit Erfolg gewehrt, erklärt Spreitenbachs Bauverwalter Leo Peterhans, der in der Projektkommission des Kantons Einsitz hat. Die mehrspurigen Kreuzungsbereiche hätten zu viel Land verschlungen, die Lichtsignale wären ausserhalb der Spitzenzeiten überflüssig. Das überarbeitete Projekt sieht zwei Kreisel vor. Aufgrund der Verkehrsbeziehungen wird der Kreisel Furttal-/Industriestrasse doppelspurig gebaut. Für die Einfahrt in die Land- bzw. Kantonsstrasse genügt ein konventioneller Verkehrskreisel.

Gemeinsam als «Viererbande» aktiv

Der Halbanschluss Spreitenbach gilt im Regionalen Verkehrskonzept Baden-Wettingen als ein wichtiger Eckpfeiler. Er wird vor allem die Gemeinden Neuenhof und Killwangen sowie am Rande Würenlos vom Durchgangsverkehr entlasten. Einst war der Halbanschluss auch auf Neuenhofer Gebiet vorgesehen. Erst als sich Spreitenbach zum begehrten Limmattaler Industriestandort entwickelt hatte und die Einkaufscenter gebaut waren, verschoben die Verkehrsplaner aufgrund der veränderten Verkehrsströme den Halbanschluss-Standort nach Spreitenbach.

Die Begeisterung für das Projekt hielt sich in Spreitenbach zuerst in Grenzen, glaubte man doch damals, dass der Halbanschluss und die damit verbundenen Bauwerke auf dem örtlichen Strassennetz der Gemeinde nichts als Unkosten bringen würden. Mit einem der letzten Beschlüsse beauftragte der inzwischen aufgelöste Einwohnerrat Spreitenbach in den 80er-Jahren den Gemeinderat, sich mit den Nachbargemeinden für den Halbanschluss einzusetzen. In der Folge haben sich die Gemeinderäte von Killwangen, Neuenhof, Spreitenbach und Würenlos gemeinsam quasi als «Viererbande» beim Kanton und auch beim Bund für die Realisierung des Halbanschlusses stark gemacht (siehe Kasten).

Jetzt wird über die Kosten gesprochen

Das gesamte Bauwerk ist mit Kosten von 27,96 Mio. Franken veranschlagt worden. Davon nehmen die Baukosten selber mit 23,41 Mio. Franken den Hauptteil ein, 10,6 Mio. Franken allein die Kunstbauten. Die Kosten für den notwendigen Landerwerb betragen knapp über 1 Mio. Franken.

Über den Verteiler könne er noch nichts sagen, erklärt Bauverwalter Peterhans. Der Bund werde sich an den Ein- und Ausfahrtsbauten beteiligen. In welcher Höhe dies sein werde, stehe ebenso wenig fest wie der Beitrag, den der Kanton ausrichten werde.

Auch die vier Gemeinden werden sich jetzt an einen Tisch setzen müssen und über den Verteilschlüssel derjenigen Kosten sprechen, die auf sie entfallen werden. Dazu wird laut Spreitenbachs Gemeindeammann Ruedi Kalt heute eine erste Sitzung stattfinden. Spreitenbach gehe von einer angemessenen Beteiligung der Nachbarn aus, meint er zu diesem Thema. Dies nicht zuletzt darum, weil der rückwärtige Bereich der beiden Kreisel in der Folge angepasst werden muss, womit weitere Kosten auf die Gemeinde zukommen werden.

Orientierung: Am Donnerstag, 17. Ok tober, 20 Uhr, informiert der Kanton im Zentrumsschopf die interessierte Bevölkerung.

Kreisel Ab Brücke «Härdli» wird die Furttalstrasse über zwei Verkehrskreisel in die Landstrasse führen.

Dank der unnachgiebigen Haltung des Kantons

NACHGEFRAGT · Nun müssen sich die Gemeinden auf einen Kostenverteiler einigen

Vorweg: Alle betroffenen Gemeinden stehen hinter dem Vorhaben. Allerdings stand bis jetzt das Projekt und dessen Genehmigung durch den Bund im Vordergrund. Vor allem das unnachgiebige Stossen der Kantonsregierung über Jahre hinweg hat nun schon fast zum Ziel geführt, und Baudirektor Peter C. Beyeler hat hiermit ein in den Limmattalgemeinden abgegebenes Wahlversprechen erfüllt. Jetzt liegt der Ball bei den Gemeinden, zumindest was den Kos-tenverteiler angeht. Heute findet zu diesem Thema die erste Sitzung statt.

Die Gemeindeammänner von Spreitenbach, Neuenhof und Killwangen wollten der heutigen Sitzung zwar nicht vorgreifen, liessen sich aber dennoch verlauten.

Zweifellos würden sich durch den Halbanschluss auch Vorteile für Spreitenbach ergeben, erklärt Ruedi Kalt, Gemeindeammann von Spreitenbach. Doch am meisten dürften die vom Verkehr belasteten Gemeinden Neuenhof und Killwangen profitieren, womit Kalt zu erkennen gibt, dass er von seinen Nachbarn eine Kostenbeteiligung erwartet, zumal auf seine Gemeinde noch einige weitere Kosten zukommen werden.

Für Walter Benz, Gemeindeammann von Neuenhof, steht die Realisierung des Projekts im Vordergrund. Betreffend Kostenbeteiligung zeigte er sich jedoch zurückhaltend. Klar ist für ihn, dass Spreitenbach nicht die ganze Last tragen könne. Doch er verweist darauf, dass seine Gemeinde bis jetzt die Verkehrslast tragen müsse, währenddem Spreitenbach von seinen Arbeitsplätzen und den florierenden Einkaufszentren profitieren könne.

Für Willy Holliger, Gemeinde von Killwangen, wird die heutige Sitzung ein erstes Beschnuppern sein. Holliger stellt sich nicht gegen das Projekt, macht jedoch hinter die Auswirkungen mit der Inbetriebnahme der dritten Baregg-Röhre noch ein Fragezeichen. Das dürfte, so Holliger, ebenso schwierig vorauszusehen sein, wie dann die Kosten aufgeteilt würden.

Wenigestens ist vonseiten des VCS Aargau keine grundsätzliche Opposition zu erwarten. Laut ihrem Präsidenten Leo Scherer entlaste er die Bevökerung von Immissionen. Das Projekt werde er aber noch begutachten müssen. (-rr-)

HIN UND HER ZWISCHEN BERN UND AARAU

1986 erstellte das Baudepartement des Kantons das erste Projekt und unterbreitete 1987 dem Bundesamt für Strassen ein Kreditbegehren. Es wurde abgelehnt, und es folgte ein reger Briefwechsel zwischen Aarau und Bern. 1991 kam die abschlägige Antwort aus dem Bundesrat. 1994 folgte ein neuer Anlauf zusammen mit dem Ausbau des Bareggs. Der Bund verlangte eine Zweckmässigkeitsprüfung für den Halbanschluss. 1998 ging diese nach Bern, worauf der Bundesrat dem Halbanschluss zustimmte. In der Folge erstellten die Verkehrsplaner Jenni und Gottardi die verkehrstechnischen Grundlagen für das Projekt, das von den Büro Heinzelmann, Brugg, und Gruner, Basel, erarbeitet wurde. (-rr-)

15.10.2002 12 000 Franken für Leseratten

Beitrag für Bibliothek Spreitenbach

Mit einer Bibliothek steht der Bevölkerung eine reichhaltige Kultur- und Informationsvermittlung zur Verfügung, die es zu fördern und nutzen gilt. Die Einwohner von Killwangen besuchen jährlich sowohl die Spreitenbacher (zirka 60 Erwachsene, 120 Kinder/Jugendliche) als auch die Badener Bibliothek (zirka 34 Personen). Bis heute hat Killwangen die Dienstleistungen der Bibliothek von Spreitenbach kostenlos erhalten. An die Stadtbibliothek Baden wurden für das laufende Jahr 1115 Franken (Soll 2230 Franken) bezahlt.

Die Gemeinde Spreitenbach will ab dem Jahre 2003, dass der Aufwand gemeinsam getragen wird. Bei einem Vergleich der Kosten 2001 mit 144 599 Franken würde Killwangen mit 13 144 Franken (9,09%) partizipieren. Auf der Verhandlungsbasis kam eine Beitragsleistung von 12 000 Franken zustande. Der Gemeindeversammlung vom 15. November wird dieser Betrag zur Beschlussfassung beantragt. (gk)

27.09.2002 Grundlagen eingereicht

Subventionen an den Entwässerungsplan

Die Gemeinde Killwangen hat dem Aargauischen Baudepartement die Grundlagen in Sachen Genereller Entwässerungsplan (GEP) zugestellt. Dazu gehören Pflichtenheft, Ingenieurvertrag und Protokollauszug. Die Abteilung für Umwelt hat beim Bund und Kanton das Subventionsgesuch einzureichen, damit bis am 1. November 2002 an die Kosten von 130 000 Franken ein Beitrag von ca. 48 Prozent zugesichert wird. (gkk)

27.09.2002 SBB-Lärmsanierung im Limmattal «auf guten Wegen»

Auflage des Baugesuchs in Schlieren

vö. Mit der Zustimmung zur Vorlage «Bau und Finanzierung der Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs» (Finöv) hat das Schweizervolk 1998 auch die Mittel für eine leisere Bahn gesprochen. Gegenwärtig sind die SBB und das Bundesamt für Verkehr mit dem Vollzug des Gesetzesauftrags beschäftigt. Er umfasst die Sanierung des Rollmaterials und Lärmschutzprojekte in rund 500 Gemeinden, die bis 2015 abgeschlossen sein sollen. Oberste Priorität haben die Huckepackkorridore, zu denen auch das Limmattal gehört. Das erste Sanierungsprojekt im Kanton Zürich wurde letztes Jahr in Dietikon aufgelegt. Einige Einsprachen, in denen punktuell ein besserer Lärmschutz gefordert wurde, gingen ein. Inzwischen haben die Einspracheverhandlungen stattgefunden. Das Projekt sei auf guten Wegen, erklärte Rolf Keller, Projektleiter SBB Lärmsanierung, auf Anfrage. Gegenwärtig liegt das Baugesuch für ein entsprechendes Sanierungsprojekt in Schlieren auf. Geplant sind 500 Schallschutzfenster sowie zwei Mauern westlich und östlich des Bahnhofs, die in der Industrie- und Gewerbezone liegen. Für Projekte in den aargauischen Gemeinden Würenlos und Killwangen, die auf harsche Kritik stiessen, hat das Bundesamt für Verkehr die Plangenehmigungsverfügung im Dezember des letzten Jahres erteilt und die meisten Einsprachen abgewiesen. Gegen die Baubewilligung in Killwangen haben der Gemeinderat sowie Private Rekurs eingelegt. Das Verfahren ist noch hängig.

26.09.2002 Schulstrasse soll ausgebaut werden

Das Ausbauprojekt Schulstrasse wird der Gemeindeversammlung vom 15. November zur Beschlussfassung unterbreitet werden. Gemäss rechtskräftigem Baulinienplan beträgt die Ausbaubreite 5,5 Meter und der östliche Gehweg 2 Meter. Im Baugebiet sind 105 m2, im Nichtbaugebiet 300 m2 Land zu erwerben. Gleichzeitig soll die Wasserleitung für 80 000 Franken ersetzt werden. Die Kreditsumme beträgt total 430 000 Franken. Gegen das Bauprojekt liegen drei Einsprachen vor. (gk)

13.09.2002 Wenn die Eltern bloss wüssten . . .

Elternabend zum Thema «Umgang mit Provokationen der Jugend»

Dass Spannungen an der Schule in vielen Gemeinden zunehmen, ist nicht von der Hand zu weisen. Obwohl Killwangen nicht in grösserem Ausmass davon betroffen ist, sollen entsprechende Präventivmassnahmen ergriffen werden.

Der Zeitpunkt für den Elternabend», so Hugo Bühler, Präsident der Schulpflege, «ist nicht zufällig ausgewählt; angesichts des Schulanfangs sehen sich zahlreiche Eltern mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert.» Weiter erwähnte er, dass im Frühling dieses Jahres auf dem Schulareal mehrmals Brandspuren festgestellt worden seien, deren Herkunft bislang noch ungeklärt blieb.

Über den «Umgang mit Provokationen der Jugend» sprach der Psychologe und Psychotherapeut Jean-Luc Guyer vom Pestalozzianum Zürich. Guyer ist kein Unbekannter, hat er doch bis zum Herbst 2000 am Psychologischen Schuldienst des Bezirks Baden gearbeitet, wo er unter anderem die Primarschule Killwangen betreute.

Mädchen werden gewalttätiger

Er verwies darauf, dass Gewalt verschiedene Gesichter habe. Als physische Gewalt nannte er Plagen und Vandalismus, als psychische Gewalt vor allem Mobbing. Anhand einer Statistik, welche die Entwicklung von 1982 bis 1999 dokumentiert, erklärte Guyer, dass alle Formen von Drohungen massiv zugenommen hätten. Dagegen seien Einbrüche im Sinken begriffen, während die Zahl der Diebstähle relativ konstant bleibe. Bezeichnend ist, dass rund 75 Prozent der Verurteilten im Alter zwischen 15 und 18 Jahren sind - davon mehrheitlich junge Männer. Es ist jedoch unumstritten, dass auch Mädchen zusehends an Gewaltakten beteiligt sind.

Aus einem von Guyer entworfenen Fragebogen, der von rund 3000 Schülerinnen und Schülern in den Kantonen Aargau und Zürich ausgefüllt wurde, geht hervor, dass 24 Prozent mindestens einmal pro Woche beschimpft und beleidigt werden, 5 Prozent einmal pro Woche oder täglich Angst haben, in die Schule zu gehen, und 1,5 Prozent erpresst werden. Hierbei ist wichtig hervorzuheben, dass das Ausmass aber nicht in allen Schulen gleich ist.

Nur langfristige Massnahmen wirksam

Als wichtige Erkenntnisse fasste Guyer zusammen, dass Eltern oft nicht wüssten, dass unter den Kindern und Jugendlichen Gewalt herrsche. Kurzfristige, isolierte Einzelmassnahmen seien wenig wirksam. Dagegen werde die grösste Reduktion von Gewalt mittels langfristig angelegter Aktivitäten erzielt. Einen grossen Einfluss auf die Gewaltentwicklung habe die Lern- und Schulkultur bzw. das Verhältnis zwischen Lehrer- und Schülerschaft. Zur Illustration der Problematik wurden Ausschnitte aus dem Film «Das Schweigen der Angst» gezeigt, der vor drei Jahren im Rahmen der Kampagne «Gemeinsam gegen Gewalt» herausgekommen ist.

Probleme gemeinsam bewältigen

Im zweiten Teil des Abends fand ein Workshop statt. An drei Tischen wurde unter der Leitung von je einem Mitglied der Schulpflege und in Anwesenheit einer Lehrerin oder eines Lehrers über Sorgen, Ängste und Wünsche diskutiert. Die Eltern bemängelten hauptsächlich die fehlende Kommunikation; viele wüssten gar nicht, was sich bei den Kindern alles abspiele. Zudem seien die meisten Schwierigkeiten nicht im geschlossenen Kreis der Familie lösbar. Es wurde vorgeschlagen, im Schulhaus einen Briefkasten aufzustellen, damit sich die Kinder der Lehrerschaft auch anonym mitteilen könnten.

Die Eltern machten am Ende des Workshops einen zufriedenen Eindruck. Markus Würsch meinte lakonisch: «Ich bin gekommen, weil ich mit anderen über Probleme diskutieren wollte, die vor allem mit dem Übertritt in die Oberstufe zusammenhängen; das ist mir gelungen.» Bühler zeigte sich erfreut über die grosse Teilnehmerzahl. Deshalb werde an der nächsten Sitzung der Schulpflege die Durchführung eines zweiten Elternabends geprüft. (pet)

Fachmann Jean-Luc Guyer kennt die Killwangener Schule von seiner früheren Tätigkeit beim Psychologischen Schuldienst des Bezirks Baden her.

10.09.2002 Schul- und Musikschulgelder fixiert

Die Ansätze der Spreitenbacher Schul- und Musikschulgelder für das Jahr 2003 basieren auf dem Aufwand von 2001. Schulgelder Schule: Primarschule 3484 (Vorjahr: 3454), Realschule 5260 (5082), Sekundarschule 4448 (4656), Bezirksschule 4350 (4213), BWS/Werkjahr 5275 (5097); Musikschulgelder pro Semester unverändert: Ordentliches Schulgeld 2267, Administration für Gratis-Oberstufenunterricht 274, Raumbetriebskosten und Raumanlagekos-ten 85. (gk)

31.07.2002 Zeugenaufruf nach Selbstunfall

Am Montag, 29. Juli, zirka 22.35 Uhr, verursachte in Killwangen, Zürcherstrasse, bei der Lichtsignalanlage vor der Shell-Tankstelle ein Pw-Lenker einen Selbstunfall. Gesucht wird als Unfallzeuge der Lenker eines roten Kombis (eventuell VW Passat), der von Killwangen Dorf herkommend auf der Zürcherstrasse in Richtung Baden fuhr. Dieser wird ersucht, sich mit der Kapo Spreitenbach, Tel. 056 418 80 40, in Verbindung zu setzen. (p/ri.)

27.07.2002 6940 Franken in den Finanzausgleichsfonds

Die Gemeinde Killwangen hat im Jahr 2003 einen Beitrag von 6940 Franken in den Finanzausgleichsfonds des Kantons Aargau zu entrichten. Beitragspflichtig sind Gemeinden, deren Steuerkraft über dem Kantonsmittel liegt und deren Steuerfuss um mehr als 5 % tiefer als jener des Kantonsmittels (111 %) ist. Die Killwangener hatten den Steuerfuss an der letzten Winter gmeind um 10% auf 95% senken können - hauptsächlich dank eines Legats von 1,8 Mio. Franken. (gkk/Mü)

 

Baden und Wettingen dürfen grosszügig sein

FINANZAUSGLEICH · Tiefe Steuerfüsse und hohe Steuerkraft können die Gemeindekasse belasten

Der Kanton verschiebt im kommenden Jahr 34,1 Millionen Franken von den reicheren zu den ärmeren Gemeinden. Über 4 Millionen kommen aus dem Bezirk Baden.

Der Bezirk Baden stellt 11 der 37 Zahlgemeinden. Sie liefern insgesamt 4,178 Millionen ab. Begünstigt ist im kommenden Jahr nur noch Künten. Die Gemeinde darf 371 050 Franken erwarten.

Massgebend für die Berechnung sind der Steuerfuss, die Finanzkraft und der Finanzbedarf der begünstigten Gemeinden sowie Steuerfuss, Gesamtsteuerkraft und Steuerkraft pro Einwohner in den Gebergemeinden. Basisjahr für den Finanzbedarf ist 2001. Beim Steuerfuss werden dagegen die Werte der Jahre 2002 und 2003 zugezogen. Gemeinden, deren Steuerfuss 10% über dem kantonalen Mittel von 111% liegt und deren Finanzkraft grösser als die Ertragskraft ist, erhalten einen Beitrag. Zahlen müssen diejenigen, deren Steuerfuss mehr als 5% unter dem Kantonsmittel von 111% liegt und deren Steuerkraft über dem Kantonsdurchschnitt liegt.

Eine Ablösung fand an der nicht unbedingt erstrebenswerten Spitze der Zahlgemeinden statt. Baden «verdrängte» Wettingen auf den 2. Platz. Wettingen mit seinem traditionell tiefen Steuerfuss lieferte jahrelang den grössten Beitrag ab. In der Finanzdiskussion ist der Beitrag in den Finanzausgleich immer ein massgebender Punkt. Die Ursache für den Wechsel an der Spitze liegt auch in der Reduktion des Steuerfusses von 105 auf 100% in Baden. Wettingen hält seine Position dank dem tiefen Steuerfuss von 95%. An der Steuerkraft pro Einwohner lässt sich dies deutlich erkennen. Baden liegt mit 3638 Franken um einen Drittel über Wettingen mit 2418 Franken. Trotzdem zahlt Wettingen nur rund 130 000 Franken weniger als Baden.

Auf die beiden Spitzenstädte folgt auf dem 3. Platz Bergdietikon mit 540 000 Franken und dann Obersiggenthal mit 397 810 Franken. In Obersiggenthal ist die Gesamtsteuerkraft mit 19 890 Franken mehr als doppelt so hoch wie in Oberrohrdorf, das auf 9773 Franken kommt. Bei der Steuerkraft pro Einwohner liegt Oberrohrdorf mit 2822 Franken vor Obersiggenthal mit 2576 Franken. Obersiggenthal zählt aber mit 7700 fast doppelt so viel Einwohner wie Oberrohrdorf mit gegen 3500. (dm)

Kennzahlen der Gemeinden

Gemeinden Steuerfuss Steuerkr. A Steuerkr./E Beitrag

Baden 100; 59 299 025/ 3 638; 1 259 510

Bellikon 105; 2 997 701/ 2 243; 6 530

Bergdietikon 88; 8 430 943/ 3 654; 540 250

Ennetbaden 100; 10 935 300/ 3 627; 230 950

Killwangen 105; 3 156 893/ 2 269; 6 940

Mägenwil 102; 3 892 452/ 2 432; 36 740

Oberrohrdorf 93; 9 773 849/ 2 822; 348 150

Obersiggenthal 98; 19 890 701/ 2 576; 397 810

Remetschwil 90; 4 278 869/ 2 406; 160 200

Wettingen 95; 43 883 310/ 2 418; 1 129 560

Würenlos 104; 12 421 231/ 2 560; 61 600

Steuerkr. A = Steuerkraft Gemeinde, Steuerkr./E = Steuerkraft pro Einwohner

 

23.07.2002 Kostenbeteiligung an Bibliothek Spreitenbach

Die Gemeindebibliothek in Spreitenbach wird von der Killwangener Bevölkerung rege benützt. Der Gemeinderat Spreitenbach ersucht deshalb Killwangen darum, sich 2003 mit 12 000 Franken an den Kosten der Bibliothek zu beteiligen. Der Gemeinderat Killwangen will das Geschäft in zustimmendem Sinne der Gmeind vom 15. November unterbreiten. (gkk)

25.06.2002 Die Sturmböen rissen ganze Dächer weg

GEWITTER · Heftige Winde und nussgrosse Hagelkörner richteten lokal mehr Schaden an als «Lothar»

Die Gewitter am frühen Montagmorgen haben im Aargau grosse Schäden hinterlassen. Speziell betroffen war ein Band von West nach Ost zwischen Aarau, Lenzburg und Mellingen bis Killwangen. In Niederlenz flogen ganze Dächer weg.

Alois Felber

In Niederlenz bot sich gestern ein Bild der Zerstörung. Reihenweise waren Bäume umgeknickt. In den Dächern klafften Löcher. Die Strassen waren übersät mit abgeschlagenem Laub. Stellenweise lag der Hagel Stunden nach dem Gewitter noch herum. Nussgrosse Eiskörner bildeten weiss-grüne Teppiche in Quartierstrassen. Überall war die Feuerwehr an der Arbeit. Seit 3.30 Uhr zersägte sie Baumstämme, räumte Geäst weg und sicherte die abgesperrten Strassen.

«Schuld» an dem ungewohnten Ortsbild war eine «ganze böse» Gewitterzelle, wie sich Frank Krauser von SMA-Meteoschweiz ausdrückte. Zusammen mit anderen Gewitterzellen habe sie sich von West nach Ost über das Mittelland verschoben. Etwa um 3.30 Uhr habe sie eine Kernzone der höchsten Intensitätsstufe ausgebildet. Auf ihrem Weg lagen Ortschaften wie Aarau, Lenzburg, Mellingen, Killwangen, Spreitenbach - Orte, welche die Gewitternacht auf Montag besonders zu spüren bekommen sollten. Eine solche Kernzone hinterlasse eine Hagelschneise von einem bis drei Kilometer Breite, sagte Krauser. Es hagelte in dieser Nacht. Aber nicht nur.

Als sich in Aarau die Keller mit Wasser zu füllen begannen, musste Feuerwehrkommandant Dieter Gautschi konstatieren, dass die Alarmzentrale in Schafisheim vorerst derart überlastet war, dass die Hilferufe der wassergeschädigten Leute nicht ins Feuerwehrmagazin durchdringen konnten. Wie gewohnt im Gönhardschulhaus, diesmal aber auch in der Innenstadt drückte das Wasser durch die Kanalisation in die Häuser, liefen die Toiletten über. Das Kleiderlager von Charles Vögele und der Bücherkeller von Meissner waren betroffen. Von der Echolinde her ergossen sich ganze Wassermassen ins Zelgli-Quartier und hinterliessen Schlamm in Einfamilienhäusern.

Weiter ostwärts wurde der Wind zu einem Problem. Im Lenzburger Westquartier und in Niederlenz fegte der Sturm Ziegel von den Dächern. Bäume knickten um und drückten Dächer ein oder versperrten Strassen. «An der Hauptstrasse fielen fast alle Bäume um», sagte der Niederlenzer Feuerwehrkommandant Gilbert Kull, der die Strasse nach Lenzburg erst um 12 Uhr wieder freigeben konnte. Es sei wie ein Wirbelsturm gewesen. Zeitweise habe die Sichtweite nur zwei Meter betragen.

Der Sturm zerfetzte aber auch ganze Dächer. So verlor der erst im letzten Jahr eröffnete Neubau der EPA in Niederlenz seine Überdeckung. Herabstürzendes Holz und Blech begruben ein Auto. Der ganze Dachstock der Firma Baumann Transporte im Industriegebiet zwischen Lenzburg und Niederlenz verteilte sich in Form von Trümmern über den angrenzenden Weizenacker. Und auch vom Dach der benachbarten Häfeli Transporte AG wurden Ziegel und Dachbalken weggerissen. Herumfliegende Trümmer beschädigten Fahrzeuge. Was Transporteur Ernst Baumann besonders erstaunt: Der Wind riss zwei vier Tonnen schwere Lastwagen-Anhänger um fast 180 Grad herum und verschob die Beton-Liftschachtabdeckung auf seinem Dach. Bei der Firma Häfeli drückte der Wind Hallentüren und Scheiben ein. So begrub eine Schiebetüre auch die erst am Vortag aus Karlsruhe zurückgebrachten beiden Aargauer «Ballett-Bagger», die aber unbeschädigt blieben.

Die Häfeli-Hauswartin Therese Fuchs sagte: «‹Lothar› war im Vergleich dazu heilig!» Und der Feuerwehrkommandant bestätigte: Nach «Lothar» gab es in Niederlenz 24 Schadensfälle an Gebäuden. Bis zum Nachmittag zählte die Feuerwehr diesmal deren 65.

Die Autobahnunterführung zwischen Niederlenz und Lenzburg stand zeitweilig bis zu einem Meter unter Wasser. Derweil gab es im Wohnquartier Ringstrasse Nord ebenfalls massive Schäden. Sonnenstoren wurden zerfetzt. Bäume begruben Autos unter sich. Immerhin: Die erst vor kurzem neu gepflanzten Ersatzlinden für die von «Lothar» gefällten Bäume auf dem Richtplatz Fünflinden blieben stehen.

Der Sturm setzte sein Zerstörungswerk weiter östlich fort - etwa in Mellingen und Wohlenschwil, wo gemäss Rolf Hirsiger vom Gemeindeführungsstab fünf Häuser teilweise massiv abgedeckt wurden und acht bis neun grosse Bäume die Strassen versperrten. Vor allem die Kulturschäden seien enorm, sagte Hirsiger. Im Wald bei Wohlenschwil gebe es nun einen Streifen von vielleicht 400 bis 500 Meter Breite, in dem fast jede Tanne geknickt sei. Fast wie das Zerstörungsbild eines Tornados sehe das aus. Auch in Mellingen muss-ten überschwemmte Keller ausgepumpt und Strassen gesperrt werden.

Probleme gab es auch auf der Autobahn. Die Leute des Schafisheimer Werkhofs mussten gemäss Strassenmeister Oskar Arnet um 3.30 Uhr ausrücken, weil zwischen Lenzburg und Othmarsingen mehrere Bäume auf die Autobahn gestürzt waren. Als das Gewitter über den Heitersberg weitergezogen war und unterwegs mit Hagel unter anderem fast alle Glasscheiben an den Gewächshäusern der Gärtnerei Egloff in Niederrohrdorf eingeschlagen und das Gemüse richtiggehend zerschnetzelt hatte, wurde auch noch die Autobahn zwischen Killwangen und Würenlos überschwemmt. Von Hagel und Windböen abgeschlagenes Laub hatte die Einlaufschächte verstopft.

In Würenlos gab es derweil weniger Schäden als in Killwangen und Spreitenbach. So trat der Bach in Killwangen über die Ufer und die Autobahnunterführung beim Bahnhof  Killwangen-Spreitenbach stand zeitweise mehr als einen Meter unter Wasser. Die Hagelkörner von bis zu 4 Zentimeter Durchmesser zerschlugen ausserdem Fensterscheiben und die Oberlicht-Kuppeln des Spreitenbacher Schulhauses Hasel, was allein einen Schaden von 20 000 Franken verursachte. Spreitenbachs Gemeindeammann Rudolf Kalt bezeichnete das Unwetter als «mittelgrosses Ereignis».

Der kantonale Führungsstab kam gemäss Robert Brändlin nicht zum Einsatz, weil die Gemeinden gut mit der Situation zurechtgekommen seien. Der Kantonspolizei waren bis gestern Abend keine Meldungen über unwetterbedingte Verletzte bekannt

20.06.2002 Barfuss eine Tankstelle überfallen

KILLWANGEN · Gesucht: Mann mit Mütze, aber ohne Schuhe

Gestern hat ein etwa 30-jähriger Mann den Kiosk der Shell-Tankstelle in überfallen. Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei verlangte der Mann etwa um 9.40 Uhr zunächst ein Päckchen Zigaretten. Dann holte er aber ein Messer aus dem Hosenbund, bedrohte die Kioskangestellte damit und griff in die Kasse. Er nahm sämtliches Notengeld mit, vergass aber im Stress die Zehnernoten und flüchtete zu Fuss in Richtung Industriegebiet. Die Fahndung blieb vorerst ohne Erfolg. Was erstaunt: Der Mann war im «Schwimmbad-Look» gekleidet. Er trug ein weisses T-Shirt, eine blaue Turnhose, eine blaue Baseballmütze und war barfuss. Die Polizei vermutet deshalb, dass ein Komplize in der Nähe ein Fluchtauto bereithielt. Der gesuchte Täter ist 170 cm gross, hat am rechten Arm eine Tätowierung und sprach ortsüblichen Dialekt. Hinweise an die Kantonspolizei Spreitenbach (056 418 80 40). (alf)

12.06.2002 Kreditvorlagen von 1,3 Millionen Franken

Eine «teure» Gemeindeversammlung

Die Killwangener Stimmbürger haben nebst der Zonenplanänderung Buechbühl (AZ vom 6. Juni) und der Rechnung 2001 über sechs Kredite zu beschliessen.

Eine erste Vorlage für die Parzellarvermessung hatte der Souverän vor knapp sechs Jahren als zu teuer verworfen. Ein kluger Entscheid, wie sich nun im Nachhinein herausstellt: Die damals beantragten 980 000 Franken konnten jetzt auf 340 000 Franken reduziert werden, der Gemeindeanteil schmolz von 186 000 auf 55 000 Franken. Grundeigentümer, deren Land schon vermessen ist, wehrten sich allerdings an der Orientierungsversammlung, weil die Parzellarvermessung ihnen «nichts bringen» würde. Vizeammann Alois Greber musste dies zwar bestätigen, versuchte aber auch aufzuzeigen, dass durch die elektronische Erfassung der Plandaten später Einsparungen gemacht werden können, indem das Planzeichnen entfallen werde.

Für einen Generellen Entwässerungsplan (GEP) beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 130 000 Franken. Ziel ist die Trennung von Sauber- und Schmutzwasser und damit die Entlastung der (teuren) ARA. Sofern das Gesuch bis am 1. November beim Bund eingereicht wird, kann mit Beiträgen von bis zu 48% gerechnet werden.

Auf Publis-Beteiligung verzichten

Die Ersetzung der seit 1987 in Betrieb stehenden EDV-Lösung will sich die Gemeinde 37 000 Franken kosten lassen. Darin enthalten ist die Software HISoft der Firma Hürlimann Informatik, Zufikon. Sie wird im Rechenzentrum des Kantons Aargau betrieben, wo sich Killwangen anschliessen könnte und somit keine eigene Serverinstallationen benötigt. Für den jährlichen Unterhalt sollen die Stimmbürger 21 555 Franken bewilligen, befristet auf 7 Jahre. Auf einen Beitritt zur Publis Public Info Service AG will der Gemeinderat verzichten, da der Nutzen für die Gemeinde nicht erkennbar sei.

Für den Bau der Trafostation Hasel werden 330 000 Franken beantragt. Sie wird nötig, weil die bestehenden Trafostationen laut Angaben des Gemeinderats nicht ausreichen werden, wenn die geplanten 80 bis 90 Wohneinheiten in den Baugebieten Steinigstrasse und Hasel realisiert werden.

Kauf des Parkplatzes Kirchstrasse

Mit 68 000 Franken will sich die Gemeinde hälftig (nebst der kath. Kirchgemeinde) am Kauf des Parkplatzes an der Kirchstrasse beteiligen. Dieser war während der letzten 25 Jahre schon gemeinsam im Baurecht (Eigentümer: Alois Würsch) genutzt worden. Der Quadratmeterpreis beträgt 300 Franken. Der Kauf erfolgt nach dem Motto: «Zukunftsorientiert handeln», denn noch ist offen, was mit der Parzelle in der Zone W3 geschehen soll.

An die Baugebietserschliessung «Brüelmatte» soll die Gemeinde 396 000 Franken bezahlen. Dies entspricht dem Gemeindeanteil von 75 %, wie ihn der frühere Gemeinderat am 17. 10. 2000 beschlossen hatte. Die private Bauherrschaft, das Konsortium Brüelmatten, hat den Betrag vorfinanziert: Die Erschliessungsfinanzierung war im Baubewilligungsverfahren ausgeklammert worden, weil verschiedene Paragraphen des kantonalen Baugesetztes damals noch nicht in Kraft waren. Die Wasserleitungskosten und die Elektrokosten gehen ganz zulasten der privaten Bauherrschaft. (Mü)

04.06.2002 Kooperation bei der Sicherheit

KILLWANGEN/SPREITENBACH · Gemeinsame Lösung

Für die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz hat die Spreitenbach ihren Feuerwehrkommandanten Fritz Scheiwiller als Sicherheitsbeauftragten eingesetzt. Killwangen hat sich für eine Lösung interessiert und kann sich Spreitenbach anschliessen. (gkk)

25.05.2002 Forstrevier Heitersberg noch grösser

ZUWACHS · Bellikon und Remetschwil schliessen an

Das Forstrevier Heitersberg betreut schon heute die Waldungen der Ortsbürgergemeinden von Killwangen, Oberrohrdorf, Staretschwil und Spreitenbach. Jetzt wollen sich auch die Ortsbürgergemeinden Bellikon und Remetschwil anschliessen.

Die Ortsbürgergemeinden der beiden Gemeinden betreiben heute auf der Basis eines Gemeindevertrages gemeinsam das Forstrevier Bellikon-Remetschwil. Förster Hans Kaufmann wird am 1. September nächsten Jahres in den Ruhestand treten. Ab diesem Zeitpunkt wird die Bewirtschaftung des Staatswaldes durch das Forstrevier Bellikon-Remetschwil entfallen, da sich der Kanton Aargau vom bisherigen Vertrag zurückziehen wird.

Nach neuen Lösungen gesucht

Die Gemeinderäte von Remetschwil und Bellikon haben daher eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet und ihr den Auftrag erteilt, Möglichkeiten für eine Neuorganisation des Forstreviers Bellikon-Remetschwil zu prüfen. Die Arbeitsgruppe setzte sich zusammen aus Vertretern der Forstkommissionen und Gemeinderäte beider Gemeinden. Die Arbeitsgruppe hat folgende Varianten eingehend geprüft:

Zusammenschluss mit einem benachbarten Forstrevier, Einkauf von Dienstleistungen bei einem Nachbarrevier, Einkauf von Dienstleistungen bei einem Privaten. Geprüft wurde auch die Möglichkeit, weiterhin ein eigenes Forstrevier zu betreiben und einen Förster «zu mieten».

Zusammenschluss vollziehen

Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten haben sich nun die Forstkommissionen und Gemeinderäte von Remetschwil und Bellikon einstimmig für einen Zusammenschluss mit dem Forstrevier Heitersberg (Waldungen der Ortsbürgergemeinden Killwangen, Oberrohrdorf, Staretschwil und Spreitenbach) per 1. September 2003 ausgesprochen. Die Zusammenarbeit soll in einem neuen Gemeindevertrag geregelt werden, welcher noch der Genehmigung durch die Gemeindeversammlungen aller am Forstrevier beteiligten Ortsbürgergemeinden bedarf.

Gemäss Vertrag ist Spreitenbach die so genannte Kopfgemeinde des Forstreviers beziehungsweise des Forstbetriebes Heitersberg. Das notwendige Personal wird in Spreitenbach angestellt, ebenso werden die Maschinen dort angeschafft.

Die Kosten werden aufgrund der Ausschreibungen gemäss Betriebsabrechnung (BAR) auf die beteiligten Gemeinden verteilt. Eine Kommission mit Vertretern aus allen sechs Gemeinden wird sich um die betrieblichen und organisatorischen Belange kümmern.

Mit der Neuorganisation geht für Bellikon und Remetschwil zwar einerseits ein Stück Selbstständigkeit verloren, andererseits werden aber die Voraussetzungen geschaffen, um die Waldungen auch in Zukunft betrieblich und kostenmässig optimal bewirtschaften zu können. (gk/ri.)

11.05.2002 Turnhalle erhält neue Lautsprecheranlage

Die AVS AG, Killwangen, hat vom Gemeinderat den Auftrag erhalten, die Lautsprecheranlage in der Turnhalle für rund 19 800 Franken zu ersetzen. An der nächsten Gemeindeversammlung vom 14. Juni hat die neue Anlage ihre Feuertaufe zu bestehen. (gkk)

30.04.2002 33 520 Franken für den Regionalverkehr

Dieses Jahr muss die Gemeinde Killwangen 33 520 Franken an die Kosten des Regionalverkehrs zahlen. Die Höhe des Gemeindebeitrags bemisst sich nach dem Einwohner- und Bedienungsfaktor. Für das Budgjahr 2003 werden 22 487 Franken zu berücksichtigen sein. (gkk)

29.04.2002 Mit Förster und Jäger durch den Wald

Grosses Interesse am Waldumgang

Flora und Fauna sind im dichten Gehölz nicht für jedes Auge ersichtlich oder gar verständlich. Umso sinnvoller ist ein Waldumgang in Begleitung von Leuten, die den Wald wie ihre Westentasche kennen.

Hierzu zählt Revierförster Peter Muntwyler, der in den Gemeinden Killwangen, Oberrohrdorf-Staretschwil und Spreitenbach zum Wald schaut. Noch am Besammlungsort beim Brunnen im Oberdorf erwähnte er, dass der Orkan «Lothar» in Killwangen so gut wie keine Schäden hinterlassen hätte. Stattdessen treibe der Borkenkäfer vermehrt sein Unwesen, der sich auf die Rottanne spezialisiert habe. Der Harzausfluss sei die einzige Abwehrmöglichkeit, die der Rottanne in diesem Fall zur Verfügung stehe. Im Übrigen beklagte er, dass die Preise für Laub- und Nadelholz sehr tief seien, was für die Bewirtschaftung des Waldes nicht gerade förderlich sei.

Mit Blick in die Zukunft

Bei einer Waldlichtung angekommen, erklärte Muntwyler, weshalb an dieser Stelle ausgerechnet 14 Lärchen gepflanzt worden seien. Eine ihrer Vorzüge: sie halten dem Wetter sehr gut Stand. Er betonte, dass beim Pflanzen der Blick stets in die Zukunft gerichtet sowie die Frage gestellt werde, was für Holz denn in 100 Jahren gefragt sein würde.

Muntwyler unterstrich mehrmals die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Jägern. Im Namen der Jagdgesellschaft Heitersberg sprach Willy Dreyer, der seit 1965 Jagdaufseher ist. Der hiesige Rehbestand zähle rund 40 Tiere. Etwa 20% der Jungtiere würden eingehen, sei es wegen Krankheiten oder übermässigen Stresses, der hauptsächlich durch Menschen und Hunde verursacht werde; als weitere Todesursache erwähnte Dreyer Verkehrsunfälle sowie die Einnahme von Salpeter, den Landwirte als Dünger verwenden.

Mikroklima schaffen

Nach dem Abholzen eines Hanges kommt es oft vor, dass Baumstämme und Äste nicht abtransportiert, sondern liegen gelassen werden. Die Rede ist vom so genannten Astteppich, der den Wald in einem etwas unordentlichen Licht erscheinen lässt. Muntwyler erläuterte, dass der Astteppich die Entstehung eines Mikroklimas ermögliche, woraus zahlreiche Pflanzen- und Insektenarten ihren Nutzen ziehen würden; aufgrund der beständigen Feuchtigkeit des Bodens keimten die Samen erheblich besser. (pet)

10.04.2002 Für kurze Zeit das Bett verlassen

Sanierung der Dorfstrasse zwingt Bach vorübergehend in die Röhre

«Wo ist der Bach hingekommen?», fragt man sich derzeit in Killwangen. Entlang der unteren Dorfstrasse verläuft nur noch eine ausgetrocknete Rinne.

Keine Angst! Der Bach wird im August zurückkehren. Die Sanierung der Dorfstrasse kommt gemäss Bauprogramm voran, wie Paul Senn vom Obersiggenthaler Ingenieurbüro Senn erklärt. Der Abschnitt von der Kantonsstrasse bis zum Werkgebäude ist im Rohbau fertig, hier sind die Kanalisations- und Wasserleitungen verlegt. Als Nächstes wird die Etappe Werkgebäude-Kirchstrasse in Angriff genommen und schliesslich der Rest bis zum Oberdorf.

Aus bautechnischen Gründen muss der Bereich der Baustelle trockengelegt sein. Um dies zu erreichen, wurde der Bach im unteren Abschnitt bereits in die künftige Hochwasserleitung umgeleitet, wo er bis zur definitiven Offenlegung nach Bauende nun vorübergehend im Verborgenen dahinplätschert.

In den nächsten zwei bis drei Wochen wird die Hochwasserleitung gegen das Oberdorf hin weitergeführt und dort mit der bestehenden Leitung zusammengeschlossen. Dann wird der Bach für die nächsten drei Monate ganz verschwunden sein. Die Dorfstrasse wird im oberen Teil eine Breite von 5,5 Metern (gleich wie die Brühlstrasse) erhalten. Der Hauptverkehrsfluss vom Oberdorf her soll dann über die Dorf- und Brühlstrasse in die Zürcherstrasse geleitet werden. Der unters-te Abschnitt der Dorfstrasse (vom Werkgebäude bis zur Zürcherstrasse) wird nur auf 4,5 Meter ausgebaut und hat keine Erschliessungsfunktion mehr. Im Bereich, wo die Dorf- in die Zürcherstrasse mündet, wird auf Letzteren eine Sicherheitslinie markiert: Die Zufahrt in die Dorfstrasse ist dann nur noch aus Richtung Neuenhof möglich, die Wegfahrt nur noch Richtung Spreitenbach.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten kann für August gerechnet werden. Dann wird auch der kleine Bach in seinem neuen, naturnah gestalteten Bachbett wieder oberirdisch fliessen, flankiert auf der einen Seite von der Dorfstrasse, auf der anderen Seite vom Gehweg. (Mü)

06.04.2002 Keine weiteren Verzögerungen

Gemeinden wollen Halbanschluss A1

Die Gemeinden Neuenhof, Killwangen und Spreitenbach haben sich gegenüber dem Aarg. Baudepartement für die rasche Realisierung des Autobahn-Halbanschlusses Spreitenbach ausgesprochen: «Die Verschiebung bzw. Streichung von Grossprojekten ist keine Alternative zur befristeten Verschuldung der Strassenrechnung. Eine weitere Verzögerung des Halbanschlusses Spreitenbach ist für die betroffenen Gemeinden unzumutbar.» (gk/ri.)

30.03.2002 CVP Spreitenbach pflegt Kontakte über die Grenzen

56 Personen haben an der Generalversammlung der CVP Spreitenbach im Zentrumsschopf teilgenommen. In den Jahresberichten fanden die Grossratswahlen Erwähnung, die mit der Wiederwahl von Gemeindeammann Rudolf Kalt und einem Achtungserfolg für den erstmals antretenden Guido Weber (2. Ersatzplatz) für die CVP erfolgreich verliefen wie die Gemeinderats- und Kommissionswahlen vom letzten Herbst.

Die Jahresrechnung 2001, welche infolge Mehrerträgen und diversen Einsparungen wesentlich besser als budgetiert abschloss, wie auch das Budget 2002 mit gleichbleibenden Mitgliederbeiträgen wurden einstimmig angenommen. Unter Leitung des Tagespräsidenten Leo Schweri gingen auch die Vorstandswahlen reibungslos über die Bühne. Verena Treichler hatte als einziges Vorstandsmitglied nach 9-jähriger Mitarbeit demissioniert. An ihre Stelle wurde Guido Weber, Meisterlandwirt, gewählt. Der Vorstand präsentiert sich somit für die nächsten vier Jahre wie folgt: Peter Muntwyler (Präsident), Moritz Grubenmann (Vizepräsident), Matthias Kehrli (Kassier), Erwin Gretener (Aktuar), Helen Bumbacher, Guido Weber sowie von Amtes wegen Rudolf Kalt (Gemeindeammann) und Franz Escher (Gemeinderat). Als Rechnungsrevisoren wurden Werner Weinreich und Roger Markwalder für eine weitere Amtsperiode bestätigt. Als erste Veranstaltung des Jahresprogramms hat Ende Januar bereits der mit 65 Personen gut besuchte Steuer-Infoabend stattgefunden. Nebst den üblichen Parteiversammlungen sind ein grösserer Anlass zu einem aktuellen Polit-Thema und die Teilnahme an der im Herbst erstmals stattfindenden Neuzuzügermesse geplant.

Auch die gesellschaftlichen Aktivitäten sollen beibehalten werden. Peter Voser (CVP Killwangen) lobte die in den letzten Jahren verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Behörden von Killwangen und Spreitenbach. Hans-Peter Truttmann, Präsident der CVP Dietikon, sprach sich für vermehrte Kontakte aus, da von verschiedenen anstehenden Problemen im Limmattal beide Gemeinden für gemeinsame Lösungen gefordert sind. In einem Kurzreferat liess er die Geschichte des ehemaligen Flugplatzes Dietikon-Spreitenbach von der Entstehung bis zur Aufhebung und Verlegung nach Buttikon Revue passieren.

CVP Spreitenbach, ErwinGretener

21.03.2002 Rechnung 2001: 2 Mio. Franken Überschuss

Legat von Anna Würsch machts möglich

Die Verwaltungsrechnung 2001 der Einwohnergemeinde Killwangen schliesst bei einem Umsatz von 7,48 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 2,112 Millionen Franken ab. Zu diesem Glanzresultat hat zur Hauptsache das Legat der verstorbenen Anna Würsch beigetragen, wovon 1,5 Millionen Franken der Gemeinde überwiesen worden sind. Die Schlussabrechnung liegt allerdings noch nicht vor, sodass laut Finanzverwalter Andi Ernst möglicherweise nochmals mit einer kleineren Restzahlung zugunsten der Gemeinde gerechnet werden kann.

Beim Steuereingang wurden gegen-über dem Budget Mehreinnahmen von 523 000 Franken verzeichnet. Per 1. Januar 2002 beträgt das Nettoguthaben der Gemeinde 247 420 Franken. Aufgrund der nunmehr sehr guten finanziellen Lage hat die letzte Budget-Gemeindeversammlung im November 2001 bereits reagiert: Der Gemeindesteuerfuss von bisher 105 % wurde für das Jahr 2002 um 10 % auf neu 95 % gesenkt.

Bei der Wasserversorgung beträgt der Ertragsüberschuss 69 243 Franken. Die Schulden gegenüber der Einwohnergemeinde reduzierten sich auf 154 456 Franken (Vorjahr 336 000). Beim Abwasser und bei der Elektrizitätsversorgung sind ebenfalls positive Zahlen zu vermelden: Das Guthaben der Eigenwirtschaftsrechnungen gegenüber der Einwohnergemeinde konnte beim Abwasser um 312 036 auf neu 1 072 919 Franken und bei der Elektrizitätsversorgung um 175 264 auf neu 554 317 Franken aufgestockt werden.

Die Abfallbewirtschaftung weist einen Aufwandüberschuss von 28 154 Franken aus. Um den finanziellen Ausgleich herzustellen, wurde für die Jahre 2001, 2002 und eventuell 2003 ein Gemeindebeitrag von 75 000 Franken beschlossen. Über die Einführung der Gebührenpflicht bei der Grünabfuhr soll an der nächsten Gemeindeversammlung vom 14. Juni beschlossen werden. (gkk/Mü)

13.03.2002 Einwohnerzahl hat 1400er-Marke erreicht

Per Ende Februar ist die Einwohnerzahl auf 1400 angewachsen (Vormonat 1394). Diese runde Zahl war Ende 2000 schon einmal erreicht worden. (gkk)

06.03.2002 Für eine ungetrübte Badesaison

Schwimmbad wird diesen Frühling saniert

Der Gemeinderat Killwangen hat beschlossen, das Freibad sanieren zu lassen. Die SikaBau AG, Zürich, wird für 35 000 Franken eine starre Abdichtung anbringen. Der Betrag ist im Budget 2002 enthalten.

Mit diesen Sanierungsarbeiten soll verhindert werden, dass sich im porös gewordenen Beton wieder Algen festsetzen können. Letztes Jahr musste aus diesem Grund ausgerechnet in einer hochsommerlichen Juniwoche das Wasser abgelassen und das Schwimmbad für Unterhaltsarbeiten geschlossen werden. Bereits ein Jahr zuvor war ein Algenbefall festgestellt worden. Damals konnte die Gemeinderatsmehrheit noch nicht für einen Sanierungskredit gewonnen werden.

Die jetzigen Bauarbeiten werden, wie der Gemeinderat mitteilt, bis zum Mai ausgeführt sein - zur Freude der Badibenützer rechtzeitig auf die kommende Badesaison hin. (Mü)

01.03.2002

Jugend- und Familienberatung war gefragt

Die Jugend- und Familienberatungsstelle des Bezirks Baden hatte letztes Jahr 30 Fälle aus Killwangen zu erledigen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr (14 Fälle) einer Verdoppelung. Die Sozialarbeiterstunden sind von 132 im Jahr 2000 auf 231 Stunden im Berichtsjahr angewachsen. (gkk)

22.02.2002 Die 1.-August-Feier findet wieder am 31. Juli statt

Auch heuer ist der STV Killwangen an der Durchführung der Bundesfeier interessiert. Laut Gemeinderat wird wiederum am 31. Juli beim Schwimmbad eine Beach-Party mit Festzelt und Bar durchgeführt. Die Bewilligung ist erteilt, eine Pauschale von 3000 Franken für die Festinfrastruktur und die Verpflegung der Kinder wird ausgerichtet. (gkk)

14.2.2002 Hundewiese wird auf Ende Jahr aufgegeben

In den Hinterbergen unterhält die Gemeinde eine Hundewiese. Das eingehagte Grundstück wird nur wenig benutzt. Der Gemeinderat vermutet, dies liege daran, dass an den Strassen Robidog-Behälter aufgestellt sind oder aber die Wiese zu steil ist. Der Pachtvertrag wird deshalb auf Ende Jahr gekündigt und die Hundewiese auf diesen Zeitpunkt aufgegeben. (gkk)

09.02.2002 18 Prozent über dem Budget

Eine halbe Million Franken mehr Steuerertrag

Der Steuerertrag für das Jahr 2001 beläuft sich in Killwangen auf total 3,413 Millionen Franken. Budgetiert waren 2,890 Millionen Franken. Der Mehrertrag von 523000 Franken entspricht einem Plus von rund 18%. Zu diesem erfreulichen Ergebnis haben hauptsächlich der Mehrertrag bei den natürlichen Personen (410000 Franken) und die Nach- und Strafsteuern mit 144000 Franken (Budget 500 Franken) beigetragen. Die Zahlen im Einzelnen: Einkommens- und Vermögenssteuern 3,170 Millionen Franken (Budget 2,760 Millionen); Quellensteuern 29000 Franken (20000); Aktiensteuern 109000 Franken (100000); Nach- und Strafsteuern 144000 Franken (500); Grundstückgewinnsteuern 16000 Franken (10000); Erbschafts- und Schenkungssteuern 4000 Franken (20000). Der Ausstand beziffert sich auf 582000 Franken und der Erlass und Verlust beträgt 60000 Franken (20000). (gkk)

08.02.2002 Kommissionen vom Gemeinderat gewählt

Baukommission: Bisher: Martin Odermatt. Neu: Hans-Ulrich Denzler, Werner Betschart, Magdolna Kehl, Johannes Probst.

Energiekommission: Bisher: Hans Schneider, Pijus Chanda. Neu: Leo Dittli, Josef Scherer-Dutzi, Ernst Marti.

Landwirtschaftskommission: Bisher: Markus Würsch, Carl Schaufelberger, Werner Zwahlen.

Ortsbürgerkommission: Bisher: Hans Meier, Regula Schaufelberger, Eugen Regensburger, Hanspeter Rothenbühler. Neu: Willy Holliger.

Planungskommission: Bisher: Martin Odermatt, Eugen Regensburger. Neu: Jürg Lienberger, 5 Gemeinderatsmitglieder.

Werkkommission: Bisher: Enrico Andreossi, Markus Würsch, Hanspeter Rothenbühler. Neu: Alois Greber, Georg Salletmeier. (gkk)

06.02.2002 Erfolgreiche Petition

Bahnlärm: Gemeinderat rekurriert doch

Der Gemeinderat Killwangen wollte darauf verzichten, in Sachen Bahnlärm-Sanierungsmassnahmen gegen den abweisenden Einspracheentscheid des Bundesamts für Verkehr zu rekurrieren (AZ vom 21. 1. 02). Mit dieser «Gewehr-bei-Fuss»-Praktik sind Anwohner der Zelgmattstrasse 2-16 sowie der umliegenden Wohngebiete nicht einverstanden. Sie wollen, dass beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) gegen die vorgesehenen Lärmsanierungsmassnahmen rekurriert wird.

Unter der Federführung von Ruth und Alfred Grau sowie Ignaz Reutlinger wurde beim Gemeinderat eine Petition mit 46 Unterschriften eingereicht. Darin wird die Frage aufgeworfen: «Was nützen uns die bewilligten Lärmschutzwände bei der Autobahn, angesichts der 24-stündigen Lärmimmissionen seitens der SBB?»

Der Gemeinderat nahm diese Anliegen ernst und kam auf seinen ursprünglichen Beschluss zurück. Er rekurriert nun nachträglich gegen den Bundesentscheid. Er bedauert aber gleichzeitig, dass dadurch Verzögerungen bei der Ausführung der unbestrittenen Lärmsanierungsmassnahmen in Kauf zu nehmen sind. Die lärmgeplagten Bewohner beklagen sich vor allem deshalb, weil nach ihrer Ansicht den geplanten Lärmschutzmassnahmen nach wie vor keine effektiven Lärmwerte zugrunde liegen.

Bei aller Unterstützung der Petitionäre hält der Killwanger Gemeinderat aber ausdrücklich fest, dass er für eigene Lärmmessungen kein Geld zur Verfügung stellen kann, da die letzte Gemeindeversammlung vom 30. November 2001 den dafür aus dem Plenum vorgeschlagenen Betrag von 10000 Franken abgelehnt hat.

Im Rekurs werden jetzt folgende Forderungen erhoben: Verzicht auf die Pegelkorrektur K2 = -5 für Bahnlärm; auf den Kosten-Nutzen-Index sei nicht einzutreten; es sei zu prüfen, ob zwischen den Geleisen 6 und 7 ab Kilometer 16,100 bis Kilometer 16,350 eine 2 Meter hohe Lärmschutzwand installiert werden kann; Errichtung einer Lärmschutzwand (Höhe 2 m) im Parkplatzbereich (P+R) von Kilometer 15,980 bis Kilometer 16,140 sowie einer leichten Lärmschutzverkleidung im Brückenbereich (bergseitig Tunnelportal bis Kilometer 16,800). (gkk/Mü)

04.02.2002 Im Hinblick auf die Ablösung

Arbeitsgruppe für neue EDV eingesetzt

Auf Anfang 2003 ist die Ablösung der alten Software durch eine neue budgetiert worden. Um die Vorarbeiten für diese Umstellung in die Wege zu leiten, wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese wird von Alois Greber, dem Vertreter des Gemeinderates, geleitet. Weitere Mitglieder sind Pijus Chanda (EDV-Berater der Gemeinde), Andy Ernst (EDV-Verantwortlicher) und Sabine Mäder (Vertreterin der Gemeindekanzlei/Einwohnerkontrolle). (gk)

30.01.2002 «WIR SIND IHM AUF DEN LEIM GEKROCHEN»

RAIFFEISENBANK SPREITENBACH · Millionen für einen Betrüger, der in Afrika auf Grosswildjagd gehen wollte

Hat die Raiffeisenbank Spreitenbach einen Millionenbetrüger unterstützt, der mit dem geliehenen Geld auf Grosswildjagd in Afrika gehen wollte? Nein, so war es nicht, heisst es bei der Raiffeisenzentrale in St. Gallen. Dass die Bank dem Mann auf den Leim gekrochen ist, wird aber nicht dementiert.

Balz Bruder

Die Geschichte ist folgende: Die Raiffeisenbank Spreitenbach hat einen heute 43-jährigen gebürtigen Türken und passionierten Jäger aus Oberglatt mit 7,3 Millionen Franken unterstützt, als dieser sich ein Kleinflugzeug für die Grosswildjagd in Afrika leistete. «Bankmillionen für Elefantenjagd» war denn auch der süffige Titel, der dem «Tages-Anzeiger» gestern zum Thema einfiel.

Das ist zwar eine gelungene Überschrift, aber eine, die nach Aussage von Franz Würth, dem Pressesprecher der Raiffeisen-Zentrale in St. Gallen, nicht ganz zutrifft. «Das Geld war nicht für die Grosswildjagd, sondern für das Kleinflugzeug bestimmt», sagt Würth auf Anfrage. Dies ändere allerdings nichts daran, dass die Bank dem vorbestraften Betrüger - das Bezirksgericht Uster hat ihn wegen mehrfachen Betrugs und Urkundenfälschung sowie wegen Ausweisfälschung, das Zürcher Obergericht wegen Vermögensdelikten verurteilt - auf den Leim gekrochen sei. «Rückblickend muss man sagen, dass wir von einem Betrüger hereingelegt worden sind.»

Ein absolut einzigartiger Fall

Für Raiffeisen-Pressesprecher Würth, der gestern ordentlich Erklärungsbedarf hatte, steht jedoch fest: «Das ist in dieser Art ein absolut einzigartiger Fall.» Und er gibt zu, bei der Überprüfung der Kreditwürdigkeit des Bankkunden seien Fehler passiert. «Das war sicher kein Alltagsgeschäft, aber im Nachhinein ist man eben immer schlauer», fügt Würth an. Der Fall sei jedoch bankintern erledigt: «Die Positionen sind nach der ausgebliebenen Rückzahlung des Kredites saniert, die Bank wurde in ein grösseres Gebilde integriert.» Und extern? Eine Strafanzeige, so Würth, wolle Raiffeisen nicht machen, ohne sich über die Gründe zu äussern. Allerdings laufen gegen den Betrüger zinsbereinigte Betreibungen zwischen 7 und 8 Millionen Franken.

Dass die Raiffeisenbank Spreitenbach wegen einer massiven Wertberichtigung im Geschäftsjahr 2000 «bluten» musste, ist nicht neu: Schon im März des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die Bank nicht nur freie stille Reserven auflösen, sondern auch auf den Solidaritätsfonds der Raiffeisenzentrale Schweiz zurückgreifen musste, um das Loch, das der Grosswildjäger hinterliess, zu stopfen. Schon Monate zuvor, im Herbst 2000, war der langjährige Spreitenbacher Bankstellenleiter entlassen worden. Doch das war nicht alles: Auf Empfehlung der Zentralbank wurden die Spreitenbacher dazu angehalten, einen Fusionspartner zu finden. Gesagt, getan: Vor knapp einem Jahr schlossen sich die Raiffeisenbanken von Spreitenbach und Neuenhof-Killwangen unter dem Dach der Raiffeisenbank Würenlos zusammen.

Spreitenbach war nicht allein

Pikant an der ganzen Sache: Nicht nur die Spreitenbacher hatten mit not- leidenen Positionen zu kämpfen, auch die Neuenhöfler hatten so ihre Sorgen. Auch hier kam es mit 5 Millionen Franken zu massiven Wertberichtigungen und zu Zuschüssen aus dem Solidaritätsfonds. Hier wie dort: Die Millionenlöcher beschleunigten die Bankenfusion, die früher oder später wohl so oder so gekommen wäre. Übrigens: Die rund 5000 Mitglieder starke Raiffeisenbank Würenlos scheint zwar inzwischen die Akzeptanz allmählich gefunden zu haben, der Zusammenschluss war aber nicht ganz einfach, nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht.

30.01.2002 Damit es Ganoven schwer haben

SPREITENBACH · Gemeindepolizei setzt auf Präsenz, um Straftaten zu verhindern

Die Gemeindepolizei Spreitenbach hat im vergangenen Jahr ihre Patrouillentätigkeit verstärkt. Die positiven Fahndungserfolge sind wohl auch auf diese erhöhte Präsenz zurückzuführen.

Das Jahr 2001 brachte für die Gemeindepolizei Spreitenbach einige personelle Veränderungen mit sich. Nachdem Ende Februar 2001 Stefan Binkert in Pension gegangen war, übernahm Werner Bertschi ab Anfang April die Führung der Gemeindepolizei Spreitenbach. Mitte Jahr verliess Polizeisoldat Andreas Egli das Korps und wurde im Dezember durch Martin Küng ersetzt. Das Korps besteht zurzeit aus vier Polizisten und einer Polizistin.

Das vergangene Jahr musste über weite Strecken mit einem Unterbestand der Mannschaft bestritten werden. Dank grosser Leistungsbereitschaft der gesamten Mannschaft konnten die Engpässe überwunden und der Pikettdienst praktisch lückenlos weitergeführt werden.

Patrouillen und Verhaftungen

Im vergangenen Jahr mussten die Polizeibeamten in den betreuten Gemeinden Spreitenbach und Killwangen ausserhalb der ordentlichen Arbeitszeit 324-mal (Vorjahr 262-mal) ausrücken. Gesamthaft wurden, ohne die normalen Patrouillen tagsüber miteinzurechnen, 180 (120) Patrouillen durchgeführt, was einer Zunahme von einem Drittel entspricht. Das Hauptaugenmerk der Patrouillen lag dabei in der Kontrolle von Wohnquartieren und der Einkaufszentren. Zusammen mit der Gemeindepolizei Neuenhof wurden total 112 (92) Abend- und Nachtpatrouillen durchgeführt. Mit der Kapo Spreitenbach wurden total 25 (28) gemischte Präventionspatrouillen durchgeführt. Neben den normalen täglichen Patrouillen versahen die Beamten der Gemeindepolizei neu total 43 Nacht- und Präventionspatrouillen. Die Nachtpatrouillen wurden vor allem an den Wochenenden eingeplant.

Im direkten Zusammenhang mit der Steigerung der Anzahl Patrouillen können die Fahndungserfolge gesehen werden. Eigentliche Highlights waren die Verhaftungen von zwei albanischen Drogenhändlern im Juli, welche 500 g Heroin mit sich führten, und die Verhaftung in flagranti eines Autodiebes im Mai. Darüber hinaus gab es weitere Aufgriffe, welche zu insgesamt 12 Verhaftungen führten. Weitere 13 Personen, welche zwecks Aufenthaltsnachforschungen polizeilich gesucht wurden, konnten durch die Gemeindepolizei in Spreitenbach angehalten werden.

273 Anzeigen verfasst

Total wurden durch die Beamten der Gemeindepolizei Spreitenbach letztes Jahr 273 (254) Anzeigen an verschiedene Amtsstellen verfasst. Schwergewichtig handelte es sich um folgende Widerhandlungen: 145 Strassenverkehrsgesetz, 63 Betäubungsmittelgesetz und 37 Strafgesetzbuch. Es mussten 1506 (2034) Ordnungsbussen (Radarkontrollen ausgenommen) ausgesprochen werden. Zuhanden verschiedener Amtsstellen wurden im vergangenen Jahr total 158 Berichte erstellt.

Radarkontrollen 2001

In den Gemeinden Spreitenbach (13) und Killwangen (2) wurden 15 (Vorjahr 13) Radarkontrollen durchgeführt. 2 davon fanden anlässlich der Aktion Schulbeginn im August statt. Insgesamt wurden 1784 Fahrzeuge als zu schnell gemessen: 1230 waren 1-5 km/h zu schnell, 390 6-10 km/h, 115 11-15 km/h, 49 über 15 km/h. Gesamthaft wurden 14 987 Fahrzeuge gemessen. Der Anteil der zu schnell fahrenden Fahrzeuglenker lag demnach bei 11,9%.

Erfreulicherweise entspricht dies im Vergleich zum Vohrjahr einem Rückgang der Geschwindigkeitsübertretungen von 7,9%. In Spreitenbach wird vor allem in den Bereichen der Land- und Industriestrasse zu schnell gefahren. In Killwangen ist die Zürcherstrasse bezüglich der gefahrenen Tempi problematisch.

Eine erhebliche Zunahme konnte beim Fundbüro verzeichnet werden. Total wurden im Jahr 2001 32 (7) Gegenstände abgegeben, wovon 11 (2) vermittelt werden konnten. 21 (5) Gegenstände konnten dem rechtmässigen Eigentümer nicht zurückgegeben werden und wurden an das Bezirksamt Baden weitergeleitet. (Be/Mü)

29.01.2002 Bankmillionen für Elefantenjagd

Die Raiffeisenbank Spreitenbach gab einem vorbestraften Betrüger Millionen für ein Grosswildjagdprojekt in Afrika. Bis heute wartet sie auf die Rückzahlung.

Von Lukas Häuptli

Giraffen in der Savanne, Nashörner und Vögel am Fluss, Elefanten, Löwen und Leoparden im Gehege. Dazwischen Wüste, Steppe, Strand. Logiert wird in komfortablen Bungalows, relaxt an grosszügigen Pools, gereist in luxuriösen Fliegern. Das Ziel: Tansania, Namibia, Botswana. Zu all dem hat die A & P Partners AG im Sommer 2000 mit einer Präsentations-CD eingeladen. Die "Headquarters" der Firma waren in der tansanischen Hauptstadt Dar es Salaam und im zürcherischen Oberglatt.

Offiziell bot die A & P zwar Safaris an. Auf den zweiten Blick erkannte man auf der CD aber, was im Umfeld der Firma bestätigt wurde: Beim Projekt ging es unter anderem um Grosswildjagd, um Jagd auf Elefanten, Löwen und Leoparden. Die Firma warb auf der CD nämlich auch für die Jagd in Afrika und für das Game Reserve Selous in Tansania. Selous ist ein Reservat im ostafrikanischen Land, das auf der ganzen Welt für seine Grosswildjagd bekannt ist.

Hinter der A & P versteckte sich der heute 43-jährige Paul Nada (Name geändert), selbst ein passionierter Jäger. Er ist gebürtiger Türke, hat einen Pass von Sierra Leone und lebt seit mehreren Jahren in der Schweiz - offiziell in Zermatt, faktisch in Oberglatt. 1995 war er vom Bezirksgericht Uster wegen mehrfachen Betrugs, Urkundenfälschung und mehrfacher Ausweisfälschung zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Das Obergericht senkte das Strafmass 1997 zwar um ein Jahr, später aber wurde Nada wegen zusätzlicher Vermögensdelikte zu drei Zusatzstrafen verurteilt. Auch Nadas Firma A & P Partners AG ist in der Zwischenzeit in Konkurs gegangen. Auf dem Papier existiert aber weiterhin eine A & P Holding (Tansania); zudem geschäftet er heute mit seinen Firmen American Trading GmbH und HEW Beratungs GmbH im Zürcher Unterland.

Bank zahlte 7,3 Millionen Franken

Pikant: Für das Grosswildjagdprojekt im Süden Afrikas erhielt der mehrfache Betrüger einen namhaften Beitrag von der Raiffeisenbank Spreitenbach. Deshalb auch dankte die A & P auf ihrer Präsentations-CD der Bank artig "für die äusserst freundliche Kooperation, das Vertrauen und die Unterstützung". Der Hauptanteil des Bankbetrags von 7,3 Millionen Franken diente zur Finanzierung eines Kleinflugzeugs, wie ein Vertrag beweist, der dem "Tages-Anzeiger" vorliegt. Die Maschine hatte Nada im Sommer 2000 gekauft und später in Tansania registrieren lassen. Sie sollte insbesondere für den Transport der Grosswildjäger von und nach Afrika eingesetzt werden. Heute schränkt Nada zwar ein, das Flugzeug habe ganz allgemein für Transportflüge, unter anderem in Osteuropa, gedient. Tatsache aber ist, dass er zur fraglichen Zeit den Behörden angab, Berufsjäger in Afrika zu sein.

Die Raiffeisenbank will zu ihrer grosszügigen Unterstützung des Projekts nicht Stellung nehmen. Auch schweigt sie zur Frage, wie sich die Mitfinanzierung des Vorhabens in Afrika mit ihrer "regionalen und örtlichen Ausrichtung beziehungsweise Verwurzelung" (wie es in den Bankleitlinien heisst) verträgt. Der Raiffeisen-Medienverantwortliche Franz Würth spricht von "einer verunglückten Position" und beruft sich auf das Bankgeheimnis: "Für uns ist der Fall erledigt." Die Jagd auf Elefanten, Löwen und Leoparden in freier Wildbahn ist in Tansania, Namibia und Botswana nicht in jedem Fall illegal. Für die Game Reserves erteilen die Regierungen gegen gutes Geld Abschussbewilligungen. Verboten ist hingegen das Schiessen von Grosswild in Gehegen.

Die Raiffeisenbank Spreitenbach hat die 7,3 Millionen Franken von Nada nie mehr zurückerhalten. Das Grosswildjagdprojekt besteht bis jetzt nämlich nur auf der Präsentations-CD, und kommerzielle Flüge mit dem Flugzeug wurden, wenn überhaupt, nur vereinzelt durchgeführt. Für die Lokalbank hatte der Millionenverlust schmerzhafte Folgen: Sie musste im letzten März wegen der "Wertberichtigung" (wie die Bank damals offiziell verlautbarte) mit den Raiffeisenbanken von Würenlos, Neuenhof und Killwangen fusionieren. Den Spreitenbacher Filialleiter entliess man.

Anschliessend reichte die Bank beim Betreibungs- und Konkursamt Visp gegen Paul Nada und dessen Firma HEW zinsbereinigte Betreibungen von 7 bzw. 7,9 Millionen Franken ein. Auf eine Strafanzeige gegen ihren Schuldner aber hat sie bis heute verzichtet. Weshalb? Auch dazu schweigen die Verantwortlichen der Raiffeisenbank.

Elefanten in Tansania: Gegen gutes Geld erteilt die Regierung des Landes Grosswildjägern aus der ganzen Welt Abschussbewilligungen.

22.01.2002 Nebenamtliche Angestellte gewählt

Der Gemeinderat Killwangen hat folgende neue nebenamtliche Angestellte gewählt: Fredi Heymann als Gemeindedelegierter nichtlandwirtschaftliche und landwirtschaftliche Grundstücke; Jürg Lüdi als Schwimmbadabwart-Stellvertreter; Peter Truniger, Neuenhof, als Betreibungsbeamter-Stellvertreter und Peter Weber als Inhaber Mäuseabnahmestelle und Wasenmeister. Gemäss eidgenössischer Tierseuchenverordnung betreut der Wasenmeister die Sammelstelle für tierische Abfälle, sorgt für das ordnungsgemässe Einsammeln, Zwischenlagern, Transportieren und gegebenenfalls für das Vergraben dieser Abfälle. (gkk/Mü)

21.01.2002 Bern verfügt Lärmschutzmassnahmen

Forderungen der Gemeinde abgelehnt

Das Bundesamt für Verkehr hat die von der SBB vorgelegten Pläne für die Lärmschutzmassnahmen in Killwangen unter teilweiser Berücksichtigung der Einsprachen bewilligt. Zu den Einsprachen, die abgewiesen wurden, gehört die der Gemeinde. Darin hatte der Gemeinderat im Sinne einer weitergehenden Lärmsanierung den Verzicht auf die Pegelkorrektur (5 Dezibel Schienenbonus) sowie die Errichtung von Lärmschutzwänden (Höhe 2 m) gefordert.

Kein Rekurs
Nach reiflicher Überlegung, so der Gemeinderat, habe er beschlossen, gegen die Verfügung nicht rekurrieren. Dies vor allem deswegen, damit die unbestrittenen Lärmsanierungsmassnahmen keine Verzögerung erleiden. Weil die Gemeindeversammlung am 30. November 2001 10 000 Franken für allfällige Lärmmessungen beim Bahnhof abgelehnt hatte, sieht sich die Behörde in ihrem Vorgehen bestärkt. (az/gkk/Mü/ach)

17.01.2002 Welchen Kurs wird das Geisterschiff einschlagen?

LIMMATTSCHIFFFAHRT · Elf Vereine warten seit langem auf klare Informationen der Initianten

In zwei Monaten beginnt, so wenigstens ist geplant, das Zeitalter der Personenschifffahrt auf der Limmat. Noch immer warten Fischer, Ruderer und Naturschützer auf Informationen über ihren künftigen «Nachbarn».

dieter minder

Auf dem Stausee müssen alle aufeinander Rücksicht nehmen und auftretende Probleme sofort miteinander besprechen. Nur so ist das Nebeneinander von Ruderern, Fischern und Naturschützern möglich. Dank frühzeitiger Information funktioniere das Zusammenleben, die gemeinsame Nutzung und die gemeinsame Pflege des Flusslaufes auch. Umso erstaunter sind 11 Vereine, dass sie bisher nicht direkt über die geplante Limmatschifffahrt informiert wurden. «Wir haben bisher nur aus der Zeitung von diesem Vorhaben gehört», sagt Hans-Peter Kurth, Präsident des Ruderclubs. Als die Initianten des Projektes Personenschifffahrt in der AZ die Jungfernfahrt auf den März 2002 in Aussicht stellten, wurden die Vereine aktiv. Der Ruderclub lud sie im Dezember zu einer Sitzung ein. Sie beschlossen, gemeinsam bei den Initianten vorstellig zu werden. «Die Limmat ist schmal und wenn nun noch ein grosses Schiff unterwegs ist, wird es für die anderen noch enger», sagt Kurth als Koordinator der Limmatvereine. Ob und wie sie sich dagegen wehren sollen oder müssen, können die Vereine aber heute noch nicht sagen: «Uns fehlen die notwendigen Informationen.» Sie fragen sich sogar, ob sie von der Schifffahrtsgesellschaft überhaupt ernst genommen werden.

Die Vereine wollen dabei nicht nur ihre eigenen Interessen auf der Limmat verteidigen, sondern die Limmat als Ökosystem. Jährlich führen sie zusammen eine Uferreinigung durch. Dabei räumen sie ganze Abfallberge aus dem Ufer. Velos, Tresore, Möbel, Flaschen, Trinkbecher, Fernseher, Verpackungsmaterial und vieles mehr wird an der Limmat entsorgt. Im Umweltschutzbereich liegen nach Ansicht der Vereine auch die Hauptargumente gegen die Personenschifffahrt. Der bereits durch eine Vielzahl von massiven Eingriffen belastete Flussabschnitt verträgt nichts mehr. Pflanzen und Tiere würden zu sehr beeinträchtigt.

Der Ruderer sitzt mit dem Rücken voraus im Boot. Er muss also immer wieder den Kopf wenden, um einen freien Fahrweg sehen zu können. Das hat bisher funktioniert, sind doch die meisten anderen Boote entweder sehr langsam oder stationär. «Wenn nun ein grosses, schnelleres Schiff unter wegs ist, kann dies besonders bei Trainingsfahrten der Wettkämpfer zu gefährlichen Situationen führen», sagt Kurth.

Die 11 Vereine verurteilen das Projekt nicht im Voraus. Ihnen fehlen aber die Informationen, um die Konsequenzen abschätzen zu können. Ohne Informationen sehen sie die Gefahr, dass das Vorhaben, ohne jemals Wasserkon-takt gehabt zu haben, auf Grund läuft.

LIMMATVEREINE

Der Stausee ist heute schon ein gut genutzter Freizeitraum. Neben Spaziergängern sind vor allem Vereine aktiv. Folgende haben sich mit dem Wunsch nach Informationen an die Initianten der Personenschifffahrt gewandt:

Anglerbund Baden, Fischerclub Wettingen, Fischereiverein Würenlos, Fischerverein Stausee Killwangen, Bootsclub Neuenhof, Bootsclub Wettingen, Pachtvereinigung Stausee Wettingen, Aargauischer Fischereiverband, Ruderclub Baden, Natur- und Umweltkommission Spreitenbach, Natur- und Vogelschutzverein Spreitenbach-Killwangen (dm)

15.01.2002 Die Pacht des Jagdreviers bis 2010 vergeben

Die Pacht des Jagdreviers für die Jahre 2002 bis 2010 ist an die bisherige Pächterin, die Jagdgesellschaft Heitersberg, vergeben worden. Der Jahrespachtzins beträgt 2122 Franken. (gkk)

12.01.2002 40608 Franken an die Zonenplanrevision

Das Aargauische Baudepartement hat der Gemeinde Killwangen die Subventionsabrechnung zur Bauzonenplanrevision aus dem Jahr 1997 zugestellt. An die subventionsberechtigten Kosten von 223870 Franken erhält die Gemeinde 40608 Franken. (gkk)

11.01.2002 32800 Franken aus Geschwindigkeitskontrollen

Die Gemeindepolizei hat im zweiten Halbjahr 2001 auf der Zürcherstrasse zwei Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Der dabei erzielte Busseneingang von 32800 Franken wird von der Gemeindekanzlei Killwangen als «happig» bezeichnet. (gkk)

04.01.2002 ZIVILSCHUTZ · Die · Gemeinden müssen ihren Zivilschutz ganz neu überdenken

Wenige kleinere Zivilschutzorganisationen sollen den Anforderungen genügen. Die Details des Sparbefehls stossen nicht überall auf Begeisterung.

Dieter minder

Der Zivilschutz muss bei vielfältigsten Ereignissen eingesetzt werden. Seine ursprüngliche Funktion als Schutzorganisation im Krieg ist deutlich in den Hintergrund getreten. Gefahrenpotenziale wie Flugbetrieb, Bahnlinien, Nationalstrassen oder Kernkraftwerke müssen in die Planung einbezogen werden. Dies fordert der Wettinger Gemeinderat in seiner Stellungnahme zu den Planungsgrundlagen «Grundstrukturen, Führungsorgane und Zivilschutz XXI im Kanton Aargau».

Künftig werden 3 Typen von Zivilschutzorganisationen (ZSO) unterschieden. Für Gebiete mit 6000 bis 10000 Einwohner, solche mit 10000 bis 20000 Einwohnern und mit über 20000 Einwohnern. «Wettingen liegt mit über 18000 Einwohnern knapp unter der Grenze. Bis das Konzept realisiert wird, wächst die Gemeinde, also ist es sinnvoll, bereits die grössere Organisation einzuführen», sagt Gemeinderätin Antoinette Eckert. Die drei Typen unterscheiden sich vor allem in den Bereichen «Schutz und Betreuung» sowie «Unterstützung». Während für Typ 1 je 1 Zug vorgesehen ist, sind es für Typ 2 je 2 Züge und für Typ 3 je 3 Züge. «Wir benötigen diese Leute, um den Betrieb sicherstellen zu können», sagt Kurt Riner, Chef der Zivilschutzorganisation (C ZSO) Wettingen. Ein 24-Stunden-Einsatz wäre fast nicht mehr möglich. Nur ein eingeteilter Küchenchef, wie vorgesehen, reicht selbst bei Einsätzen, wie sie regelmässig vorkommen, nicht mehr. Auch Hilfseinsätze im Inland, wie sie regelmässig geleistet werden, würden mit den reduzierten Personalbeständen komplizierter. Die Wettinger halfen unter anderem nach Lawinenniedergängen in Elm und Erdrutschen in Mörel. Der Unterhalt der Anlagen ist, heisst es weiter, mit den reduzierten Personalbeständen ebenfalls gefährdet.

Wie auch immer die neue ZSO zusammengesetzt sein wird, in ihrem Führungsorgan müssen, so der Wettinger Gemeinderat, alle angeschlossenen Gemeinden vertreten sein. Der Stab darf aber nicht zu gross sein und muss ortskundige Fachleute aus Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz, Gemeindewerke und Gesundheitswesen umfassen. Die massive Reduktion der Personalbestände wird zu grosse Stäbe verhindern. Statt 1017 werden künftig nur noch 297 Personen im Wettinger Zivilschutz eingeteilt sein. 2002 wird deshalb ein Übergangsjahr. Ältere Jahrgänge werden ausscheiden, ein neues Kader muss aufgebaut werden.

Angst vor dem grossen Nachbarn

Der Kanton möchte Würenlos und Wettingen in die ZSO Lägern zusammenschliessen. Die Würenloser verspüren darüber aber nicht ungeteilte Freude. «Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet, und die Vor- und Nachteile möglicher Zusammenschlüsse aufgelistet», sagt Markus Sekinger, C ZSO Würenlos. Dieses Thesenpapier wurde dem Gemeinderat zugestellt, der sich nun damit befassen muss: «Es ist ein politischer Entscheid nötig.» Bei einem Zusammenschluss mit Wettingen befürchten die Würenloser, nur der Juniorpartner zu sein. Von einer Kooperation über die Limmat, mit der neu fusionierten ZSO Killwangen/Neuenhof/Spreitenbach, versprechen sie sich eher Gleichberechtigung. Und eine weitere Alternative wird ebenfalls ins Auge gefasst. «Hüttikon und Dänikon könnten unsere Partner werden, aber sie liegen jenseits der Kantonsgrenze», sagt Sekinger. Ein unüberwindliches Hindernis sollte das nicht sein, wie die ZSO Augst BL-Kaiseraugst AG oder Erlinsbach AG-Kienberg SO-Ober- und Niedererlinsbach SO beweisen.

Kein Interesse am Surbtal

Freienwil, Ober- und Unterehrendingen bilden eine gemeinsame ZSO. Diese möchte der Kanton einer grossen neuen, das ganze Surbtal umfassenden ZSO anschliessen. Deren Führungsstandort wäre Lengnau. Daran haben aber die Gemeinden kein Interesse. Sie fühlen sich vielmehr mit dem Limmattal verbunden und wollen der ZSO Baden-Ennetbaden-Obersiggenthal angeschlossen werden. Dies begründen sie mit der Zugehörigkeit zur Regionalplanungsgruppe Baden Regio sowie der Ausrichtung auf die San Hist Ennetbaden beziehungsweise das Kantonsspital Baden.

02.01.2002 Brand im Schlafzimmer

Windlicht löste im Schlafzimmer Brand aus

Rauch im Obergeschoss alarmierte am Berchtoldstag kurz nach 20 Uhr die Bewohner eines Einfamilienhauses an der Rütenenstrasse in Killwangen: Im Schlafzimmer brannte es. Dem Hausbesitzer gelang es, das Feuer mit einer Löschdecke zu löschen; die Feuerwehr musste nurmehr die Dachpartie auf verdeckte Glimmherde hin kontrollieren. Der Sachschaden beträgt rund 40 000 Franken. Brandauslöser war ein Windlicht an der Vorhangschiene, das vergessen worden war. (az)