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Pressemitteilungen |
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| Limmattaler Tagblatt / 31.12.2005 |
Wachsendes Selbstbewusstsein im Limmattal jürg krebsEs gedeiht ein neues Selbst-bewusstsein im Bezirk Dietikon. Zugegeben, ein starkes Wir-Gefühl ist es noch nicht, das zwischen Aesch und Oetwil, Dietikon und Oberengstringen wahrgenommen werden kann. Ein solches ist im vergangenen Jahr dennoch spürbar geworden. Das mag angesichts der krassen Gegensätze und der unterschiedlichen Kulturen zwischen und in den elf Gemeinden auf den ersten Blick überraschen. Und doch: Das regionale Selbstbewusstsein ist alles andere als das Ergebnis eines blossen Zufalls. Es hat sich aus der Einsicht entwickelt, dass gemeinsam angegangen werden muss, was nur gemeinsam gelöst werden kann. Raumplanung, Wohnraum, Arbeit, Verkehr, Umweltschutz und Bevölkerungsentwicklung lauten die Herausforderungen der Region. Angesichts dieser umfassenden Agenda steigt die Wertschätzung gegenüber den positiven Aspekten des eigenen Lebensraums, je stärker die einzelnen Themen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Diesen Herausforderungen hat sich die Region zu stellen. Nicht erst seit heute, in verstärktem Masse aber sind gemeinsame, interkommunale Lösungen gefragt. Und diese verlangen zusehends nach Selbstbewusstsein, sollen sie zum Ziel führen. Die Vision der Limmattalstadt, über die am Wirtschaftspodium von Mitte November in Dietikon prominent diskutiert worden ist, trägt dazu bei, dass der Bezirk Dietikon vielleicht erstmals als Einheit vorstellbar wird und als solche begriffen werden kann. Das schien in der Vergangenheit kaum denkbar. Und so könnte die Zukunft des Limmattals aussehen: Von Zürich-West bis nach Killwangen ein Wirtschaftsgürtel (vorzugsweise mit Wohnraum durchwirkt) links und rechts der SBB-Geleise, das Kloster Fahr als «Central Park», der Rest, inklusive attraktiven Hanglagen, als Wohn- und Erholungsgebiete. Die Folge ist klar: Gemeindegrenzen werden obsolet, der neue Fokus liegt auf der Region - nicht auf der Gemeinde. Als Träumerei mögen Skeptiker diese Vision wegwischen. Die Limmattalstadt ist aber bereits mehr als ein Gedankenspiel. Der Name existiert in den Planungsentwürfen des Kantons ebenso wie in den Diskussionen der Zürcher Planungsgruppe Limmattal. Das öffentliche Transportmittel, das in den Entwurf zum neuen kantonalen Verkehrsrichtplan aufgenommen worden ist, trägt den Namen Stadtbahn. Diese «Stadt» hat den Bereich der Fiktion verlassen und ist dabei, Realität zu werden. Stück um Stück. Dazu braucht man sich nur die Siedlungsentwicklung der Vergangenheit zu vergegenwärtigen und einen Blick auf die geplanten Gebietsüberbauungen in den einzelnen Gemeinden zu werfen. Zudem: Der Blick aus der Vogelperspektive zeigt einen Siedlungsraum, der zwischen den Gemeinden Oberengstringen und Unterengstringen ebenso zusammengewachsen ist, wie zwischen Oetwil und Geroldswil oder Dietikon, Urdorf und Schlieren. Und vergessen wir nicht: Zürich-Höngg und Oberengstringen, Zürich-Altstetten und Schlieren, nur die Gemeindegrenze auf den Ortsplänen macht Fremden deutlich, dass es sich um verschiedene Gemeinden handelt. Die Region ist zusammengewachsen und damit zur Schicksalsgemeinschaft geworden. Die Region als Schicksalsgemeinschaft hat in den Köpfen von Behördenmitgliedern bereits zu wirken begonnen und zeigt, dass die Zeichen der Zeit manchenorts erkannt worden sind. Verena Zbinden, die abtretende Gemeindepräsidentin von Weiningen, ruft im Editorial der aktuellen «Winiger Ziitig» die Gemeinden zur Abkehr vom «Gärtli-Denken» auf. Der ebenfalls abtretende Unterengstringer Gemeinderat Robert Nitschké wirbt für «grossräumiges Denken» und schlägt im LT-Interview vom 11. Oktober eine «Lobby Limmattal» als eine Art «Bezirksregierung» vor, die vorerst einmal die gemeinsamen Interessen aller Bezirksgemeinden vertreten soll. Alt Gemeindepräsident Walter Beck sähe gerne eine Fusion von Oberengstringen und Unterengstringen, wie er im LT-Freitagsgespräch vom 30. September erklärt hat. Für die vorherrschenden Befindlichkeiten in den Gemeinden ist bezeichnend, dass über Gemeindefusionen oder gar einen regionalen Zusammenschluss nur abtretende und ehemalige Politiker laut sprechen. Aktiven ist zur Vorsicht geraten, sollten sie solches Gedankengut in das Wahlprogramm für das nächste Jahr aufnehmen wollen. Noch schlägt das Herz der Region in erster Linie lokal, daran orientiert sich im allgemeinen die Politik. Die Folge: die Zeichen der Zeit werden bisweilen verdrängt. Bereits früh war in den Gemeinden akzeptiert, dass eine so umfassende Aufgabe wie die medizinische Akutversorgung der Bevölkerung mit dem Spital Limmattal einer regionalen Lösung bedarf. Erst der Druck des Kantons hat umgekehrt dazu geführt, dass die Standesämter beispielsweise nun von Dietikon aus geführt werden und der Zivilschutz interkommunal zusammengeführt worden ist. Die Vernetzung der Gemeindeaufgaben, wie sie sich etwa in Zweckverbänden oder der Kooperation der Gemeindepolizeien ausdrückt, ist offenbar politisch tragbarer als eine Fusion von Urdorf und Schlieren. Wie schwierig eine sich immer deutlicher aufdrängende Konzentration politischer Gebilde ist, das zeigten dieses Jahr die Diskussionen um die Fusion von politischer und Schulgemeinde in Oberengstringen und Weiningen. Nichtsdestotrotz, beiderorts wurden sie angenommen. Eigentliche Gemeindefusionen - dazu scheint die Zeit trotz guten Gründen noch nicht reif. Die Entwicklung ist dennoch nicht mehr aufzuhalten. Es verwundert deshalb nicht, dass die interkommunale Zusammenarbeit im vergangenen Jahr intensiviert wurde. Aesch und Birmensdorf suchen gemeinsam nach einer Lösung für Alterswohnungen. Birmensdorf und Urdorf entwickeln gemeinsam das Industriegebiet Bergermoos-Ristet. Aesch, Birmensdorf, Urdorf und Schlieren haben sich zur Zivilschutzorganisation Limmattal Süd zusammengefunden. Oetwil und Geroldswil haben ihre Betreibungsämter zusammengelegt. Für Urdorf, Schlieren und Dietikon ist Wirtschaftsförderung nach anfänglicher Skepsis zu einem gemeinsamen Anliegen geworden, wie sie an der Tischmesse vom 2. Dezember in Schlieren demonstriert haben. Zusammenarbeit ist übrigens nicht auf Gemeindearbeit beschränkt, sie hat in den letzten Jahren vereinzelt auch im gesellschaftlichen Bereich Einzug gehalten, wie das gemeinsame Spiel von Gemeindemusiken verdeutlicht. Ein neues Kapitel in der regionalen Zusammenarbeit schlägt dieses Jahr der Widerstand gegen den von SBB-Cargo in Dietikon geplanten Container-Gateway auf. Er zeugt vom eingangs beschriebenen aufkeimenden Selbstbewusstsein der Region. Treibende Kraft ist das Komitee «Gateway so nicht!». Es werden in einem bislang seltenen Masse Kräfte mobilisiert: auf Behördenebene, auf Parteienebene, in den Stadtparlamenten, im Kantonsrat. Es wurde erkannt, was in Dietikon passiert, das betrifft auch Oetwil und Schlieren, Urdorf und Geroldswil. Der Widerstand hat bereits Wirkung gezeigt: Cargo-Chef Daniel Nordmann persönlich versuchte sich im LT-Interview vom 3. Oktober zu erklären und die Wogen zu glätten. Mit dem Anti-Gateway-Kampf hält ein neues Moment in der Region Einzug: das der Emotionen. Die Kampagne gründet nicht ausschliesslich auf der Basis rationalen Denkens und Handelns. Nur so ist zu erklären, dass der Widerstand so breit gefächert und stark ist, während die Cargo-Pläne in ihrer Gesamtheit zum Teil gar nicht richtig erkannt worden sind. Die Emotionen kommen nicht von ungefähr. Sie basieren auf der Überzeugung, dass die Region mehr ist als ein Ort des Durchgangsverkehrs, ein Ort wirtschaftlicher Produktion, ein Vorort der grössten Schweizer Stadt, wie das Limmattal aus nationaler Perspektive verstanden wird. Diese Emotionalität und das Gemeinschaftsgefühl werden am Wirtschaftsforum vom Juni in Geroldswil und am Wirtschaftspodium vom Herbst in Dietikon stark gefördert. Kein Wunder: Wo sich Menschen ausserhalb ihrer Tätigkeit begegnen, wachsen Beziehungen. Beziehungen schaffen Verständnis, Verständnis schafft Kooperation, Kooperation schafft Selbstbewusstsein. Und Selbstbewusstsein ist nötig, um den Herausforderungen im Bezirk Dietikon begegnen zu können. Selbstbewusstsein alleine mag oft nicht genügen. Erst das Feuer der Emotionen kann jene Ausdauer mobilisieren, die nötig ist, Ziele zu erreichen. Das Jahr 2005 weckte Optimismus für das morgen beginnende neue Jahr - es darf und muss ihm mit Selbstbewusstsein und Leidenschaft begegnet werden. juerg.krebs@azag.ch Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >>
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| Automobilrevue; 21.12.2005; |
A 1: Neue Verkehrsführung im Limmattal Noch vor den Weihnachtstagen erfolgt die Umstellung des Verkehrs für die Sanierung der A 1 im Limmattal: Zwischen Neuenhof und Killwangen werden die je drei Fahrstreifen nun entlang der Mittelleitplanke geführt. 35 Jahre nach der Inbetriebnahme wird der Abschnitt der A 1 von Wettingen bis zur Kantonsgrenze Aargau/Zürich in Spreitenbach umfassend saniert. Die Bauarbeiten dauern vom Oktober 2005 bis Ende 2007. Für die zweite Etappe werden die drei Fahrstreifen in jeder Fahrtrichtung entlang der Mittelleitplanke geführt. Das schafft am Rand der Autobahn Platz für die Verbreiterung von drei grossen Brücken zwischen Würenlos und Spreitenbach. Wie das Aargauer Departement Bau, Verkehr und Umwelt mitteilt, erfolgt die Verkehrsumstellung im Abschnitt Spreitenbach bis Dietikon - gutes Wetter vorausgesetzt - ab 3. Januar 2006. Sie steht im Zusammenhang mit der Gesamterneuerung des Überbaus am Lehnenviadukt Killwangen-Spreitenbach, die eine besondere Verkehrsführung bedingt. Je nach Bauphase, Spurbreite und Verkehrsaufkommen können Staus entstehen, vor allem am Morgen Richtung Zürich und am Abend Richtung Bern. Das Baudepartement ersucht die Verkehrsteilnehmer, auf der Autobahn zu bleiben und nicht eine Ausweichroute über das regionale Strassennetz zu wählen. Es weist zudem auf die Internetseite www.ag.ch/a1_limmattal hin, die aktuelle Informationen über die Baustelle enthält. grn. Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >>
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| Mittelland Zeitung; 13.12.2005 |
Ehre für Anna Würsch Killwangen Gemeinde durfte zweiten Bus taufen. «Mit den Bustaufen wollen wir zeigen, wie verbunden wir mit unseren Aktionärsgemeinden sind», sagt Peter Voser, Verwaltungsratspräsident der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW). Vor zwei Jahren hat die Gemeinde den ersten Bus auf den Namen «Killwangen» getauft. Jetzt durfte sie ihren zweiten auf «Anna Würsch» taufen. Anna Würsch verstarb 1999. In Killwangen geboren und aufgewachsen, beteiligte sie sich engagiert am Leben in der Gemeinde. Kirchenmusik war ihre grosse Leidenschaft. So leitete sie den Kirchenchor und spielte in der Kirche die Orgel. Anna Würsch vermachte der Gemeinde in ihrem Testament einen grossen Betrag, weshalb bereits ein Spielplatz und eine Konzertserie nach ihr benannt sind. Der getaufte Bus trägt an der Front ihren Namen. Im Inneren des Busses ist eine Gedenktafel zu Ehren von Anna Würsch angebracht. Laut Voser werden in den nächsten Monaten weitere Gemeinden die Möglichkeit haben, Busse zu taufen. (heg) Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >>
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| Mittelland Zeitung; 09.12.2005 |
Brüelmatte schreitet voran KILLWANGEN Neue Siedlung am westlichen Dorfeingang Am westlichen Dorfrand von Killwangen entsteht ein Mehrfamilienhaus mit zehn Eigentumswohnungen. Vor kurzem fand die Aufrichtefeier statt. Dieses Gebäude ist Teil der Gesamtüberbauung Brüelmatte des Architekturbüros Rolf Graf & Partner, für deren Vermarktung Immo Baden zuständig ist. Von den zehn Wohnungen öffnen sich im Erdgeschoss vier gegen den Garten, die Wohnungen im Obergeschoss verfügen über geräumige Balkone mit Abstellraum. Die Attikawohnungen haben freie Sicht in die angrenzende Grünzone. Bereits sind zwei Wohnungen verkauft. Die Grundrisse sind so konzipiert, dass die künftigen Eigentümer bei den südseitigen Zimmern deren Grösse mitbestimmen können. Ebenso steht den Käufern die Wahl der Beläge und Apparate frei. Der Bezug der Wohnungen ist auf den Sommer 2006 vorgesehen. 11 der 14 Doppeleinfamilienhäuser der Gesamtüberbauung sind bezogen. Die letzten drei Einfamilienhäuser stehen zum Verkauf bereit. Mit der Fertigstellung der Umgebungsarbeiten stehen den Bewohnern die Begegnungsorte und Spielplätze der ganzen Siedlung zur Verfügung. (ib)
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| 09.12.2005 |
Die Ressorts sind verteilt Killwangen Der «neue» Gemeinderat hat getagt. Dabei hat er die Ressorts für die kommende Amtsperiode verteilt. Cornelia Biasca ist als Gemeindeammann für Finanzen, Gemeindeorganisation, Handel und Gewerbe sowie Information verantwortlich. Zudem behält sie das Sozialwesen und die Vormundschaft. Neu soll dem Bereich Information mehr Beachtung geschenkt werden. Der Gemeinderat möchte gemäss eigenen Angaben offen und transparent sein. Neu sind alle Bereiche im Tiefbau in einem Ressort unter Vizeammann Alois Greber zusammengefasst. Dazu gehören auch Vermessung und Planung. Greber behält zudem Kultur und Vereine. Der Hochbau (Bauverwaltung) wechselt von Hans Ulrich Denzler zu Leo Dittli. Der Betrieb des Schwimmbades bleibt bei Dittli. Neu übernimmt er den Öffentlichen Verkehr, das Wahlbüro und die Einbürgerungen. Aufgrund seiner beruflichen Erfahrung übernimmt Hans Ulrich Denzler den Liegenschaftenunterhalt. Weiterhin betreut er den Natur- und Umweltschutz. Als Landwirt und Ortsbürger wird Markus Würsch für die Ortsbürgergemeinde und die forst- und landwirtschaftlichen Bereiche zuständig. Neben der Schule und dem Abfallwesen gehört zu seinem Ressort die öffentliche Sicherheit, die neu Polizei, Militär, Feuerwehr und Zivilschutz zusammenfasst. Die Kommissionen werden im Februar bestimmt. (g/bgu) |
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| Mittelland Zeitung; 08.12.2005 |
Killwangen Mehrkosten für Knoten Brüelmatte Das Kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt hat dem Gemeinderat das Projekt für den Ausbau des Knotens Brüelmatte überwiesen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 926 000 Franken. Der Gemeinderat übernimmt 645 000 Franken. Der Kredit (495 000, zuzüglich Teuerung und Mehrwertsteuer: 615 000 Franken) wurde am 3. Juni 1993 beschlossen. Gemäss Gemeinderat Alois Greber werden die Stimmberechtigten vor der Projektauflage über die zu erwartenden Mehrkosten detailliert informiert. (g/bgu)
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| Neue Zürcher Zeitung; 06.12.2005 |
Finanzierungsschlüssel für A-1-Halbanschluss gesucht Neuenhof gegen Kostenbeteiligung vö. Die Aargauer Gemeinde Neuenhof hat sich gegen eine Kostenbeteiligung am geplanten A-1- Halbanschluss Spreitenbach ausgesprochen. Nach der Weigerung von Neuenhof könne auch von den Gemeinden Killwangen und Würenlos kein Entgegenkommen mehr erwartet werden, schreibt der Spreitenbacher Gemeinderat. Das vom Bundesrat bewilligte Projekt, das Neuenhof, Killwangen, Würenlos und Spreitenbach vom Durchgangsverkehr entlasten wird, kostet knapp 28 Millionen Franken. Von den Baukosten trägt der Bund fast 22 Millionen Franken. Die restlichen rund 6 Millionen muss die Region selber tragen. Seit längerem laufen Verhandlungen bezüglich des Kostenverteilers zwischen dem Kanton Aargau und den Gemeinden Spreitenbach, Neuenhof, Würenlos und Killwangen. Der Anteil der Gemeinden wurde ursprünglich auf insgesamt rund 4 Millionen beziffert. Neuenhof will sich nun daran nicht beteiligen, weil die gesetzliche Grundlage für einen solchen Beitrag fehle und die Finanzlage der Gemeinde sehr schlecht sei. Gemäss der Mitteilung des Gemeinderates Spreitenbach braucht es einen Sonderbeschluss des Kantonsparlamentes, um die beteiligten Nachbargemeinden belasten zu können. Mittelfristig sei eine Gesetzesänderung geplant, um solche Fälle gerechter zu regeln. Der Regierungsrat sei im Vorfeld dieser Änderung jedoch nicht bereit, dem Grossen Rat eine spezielle Lex Spreitenbach vorzulegen. Trotzdem haben die Spreitenbacher Behörden die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Aargauer Baudepartement doch noch eine für alle Gemeinden akzeptable Lösung findet, wie es auf der Gemeindeverwaltung hiess. Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >>
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| Mittelland Zeitung; 05.12.2005 |
Killwangen Neuer Gemeindeschreiber Daniel Wicki tritt am 1. April 2006 die Stelle als Gemeindeschreiber von Killwangen an. Der 34-Jährige war in der Vergangenheit bereits in anderen Gemeinden und längere Zeit in der Privatwirtschaft tätig. Momentan arbeitet er im Fricktal als Gemeindeschreiber und Steueramtsvorsteher. Er wohnt mit seiner Familie in Othmarsingen. Daniel Wicki und seine Familie werden am 2. Januar 2006 beim Neujahrsapéro anwesend sein. Die Bevölkerung hat dann die Gelegenheit, den neuen Gemeindeschreiber näher kennen zu lernen. (gk)
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| Mittelland Zeitung; 02.12.2005 |
Ein Abschied ohne Ressentiments Killwangen Willy Holliger erlebte «spannende Jahre» als Ammann und freut sich nun auf die «amtsfreien». Beatrice GuariscoWilly Holliger hat die Gemeinde Killwangen vier Jahre lang geführt. Per Ende Jahr tritt der 63-Jährige von der politischen Bühne ab. Zeit, um Bilanz zu ziehen. Die Gemeinde liegt, eingebettet zwischen Neuenhof und Spreitenbach, auf dem Mittelterrassenschotter des Linthgletschers. Killwangen, das von der Eiszeit gezeichnete Dorf, hat sich zu einer stattlichen Gemeinde entwickelt, seine Selbstständigkeit bewahrt und ist seit rund 20 Jahren die Heimat von Willy Holliger. «Noch immer wohne ich sehr gerne hier. Es ist ruhig, schön und auch meinen Bekanntenkreis hier möchte ich nicht missen», sagt der scheidende Gemeindeammann. Auf dem grossen Esstisch im Wohnzimmer dampft eine Tasse Kaffee, die Tageszeitungen liegen bereit. «Die Zeit am Morgen geniesse ich, um mich auf den kommenden Tag einzustimmen und mich bezüglich Nachrichten auf den aktuellsten Stand zu bringen», schmunzelt der 63-Jährige. Dorf der zeit anpassen Bevor um 8.30 Uhr der Schalter öffnet, besucht Willy Holliger die Gemeindekanzlei. Ein Ritual, eine Aufgabe, die er sich in den letzten zwei Jahren zu Eigen gemacht hat. Denn es ist ihm ein Anliegen, die Kontakte zu seinen Mitarbeitern zu pflegen. «Es war eine interessante und abwechslungsreiche Zeit», sagt Holliger, «das Amt des Ammanns nimmt einerseits viel Zeit in Anspruch. Als Gemeinderat war ich vorbereitet, ich wusste, was auf mich zukam.» Andererseits bekomme man Einblicke in die verschiedensten Abläufe, sei dies nun auf kommunaler, regionaler oder kantonaler Ebene. Eine wichtige Stütze war seine Frau: «Sie hat mir den Rücken freigehalten und sich nicht eingemischt.» Deshalb sei es ihm aber wichtig gewesen, sie bei gesellschaftlichen Anlässen mitzunehmen. Seit 1998 sitzt der FDP-Mann im Gemeinderat Killwangen. «Als die Ortspartei mit der Anfrage für eine Kandidatur an mich herangetreten ist, habe ich zugesagt. Bis dahin hatte ich keine politischen Ämter inne», führt Willy Holliger aus. Als Gemeinderat war er für die Liegenschaften und den Strom zuständig. Vor vier Jahren wurde Willy Holliger in stiller Wahl zum Ammannn gewählt. «Ein Anliegen war und ist mir, die Gemeinde ‹à jour› zu halten. Das heisst, sie dem Wandel der Zeit anzupassen, sagt der Killwanger, der seinen Arbeitstag am liebsten mit der Fernsehsendung «10vor10» abschliesst. vernünftige Basis Zu den besonderen Höhepunkten während seiner Zeit als Ammann zählt Willy Holliger unter anderem die Anna-Würsch-Konzerte, die er initiiert hat. Ferner die Einführung der Tempo-30-Zonen, die Lärmschutz-Dis-kussionen entlang von SBB und Autobahn sowie die Strassensanierungen, wovon derzeit die Bahnhofstrasse betroffen ist. «Es ist uns gelungen, mit dem bestehenden Zonenplan das Dorfbild zu erhalten und keine Hochhaus-Siedlungen zu bewilligen», fügt der Killwanger an. «Bei all diesen Bauprojekten haben wir mit den Einwohnern eine vernünftige Basis geschaffen, auf der sie ihre Anliegen und Wünsche einbringen konnten.» Die Zeit geniessen Auf die Zeit nach dem 1. Januar 2006 freut er sich: «Ich werde mich vermehrt meiner Frau widmen, Ski fahren, Bergtouren unternehmen oder anderweitig ‹auf Reisen› sein.» Er hange nicht am Vergangenen, denn: «Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit», fügt er an. Ohne Ressentiments habe er deshalb auch im Frühsommer auf eine Wiederkandidatur verzichtet. «Die Meinungsunterschiede innerhalb des Gemeinderats sind zu gross geworden. Die Gesprächskultur hat mir nicht mehr entsprochen», sagt Willy Holliger und winkt ab. Das Thema ist für ihn vom Tisch. Zur Person Willy Holliger ist 1942 geboren und im zürcherischen Limmattal aufgewachsen. Nach der Lehre arbeitete er als Verwalter bei der Post in Spreitenbach und Baden, in Aarau war er für die Logistik verantwortlich. Seit 1985 wohnt er in Killwangen. Willy Holliger hat zwei Söhne und drei Enkel. (bgu) Der 63-jährige Willy Holliger hat die letzten vier Jahre die Gemeinde Killwangen geleitet. zvg In einer losen Serie porträtiert die Aargauer Zeitung die Gemeindeammänner, die auf Ende der Amtsperiode 2002-2005 zurücktreten.
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| Mittelland Zeitung; 29.11.2005 |
Mehr Science als Fiction: Wenn Junge forschen Schweizer Jugend forscht Sandro Nüesch aus Killwangen forschte an einem Raumfahrprojekt, das durchaus Chancen hat, realisiert zu werden. Daniel WagnerJugendliche aus der ganzen Schweiz haben erforscht, ob eine unbemannte Mission zum Jupitermond Europa realisierbar wäre. Sandro Nüesch befasste sich an der Studienwoche mit möglichen Energieformen auf dem Flug und während der Mission über 630 Millionen Kilometer Distanz. Die ESA will die gewonnenen Erkenntnisse auswerten. Die «Mission zum Jupitermond Europa», die von der Stiftung Schweizer Jugend forscht entwickelt, ausgeschrieben und dank der grosszügigen Unterstützung mehrerer Hochschulen und Forschungsinstitute umgesetzt wurde, ist in ihrer Form einzigartig. Gruppenweise beleuchteten 45 junge Forscherinnen und Forscher an mehreren Forschungsplätzen der Schweiz Teilaspekte der komplexen Gesamtlösung, für die es bei der ESA bereits konkrete Pläne gibt. Sandro Nüesch bewarb sich ebenfalls für die Studienwoche. Er äusserte den Wunsch, sich mit den Fragen der Energieversorgung während dieser Raumfahrtmission auseinander setzen zu dürfen. «Aufgrund meines Interesses an den Naturwissenschaften allgemein und der Mathematik, Physik und Astronomie im Speziellen war meine Neugier geweckt», begründet Sandro Nüesch unter anderem sein Interesse an der Studienwoche und ergänzt, dass er in Sachen Studienrichtung mittlerweile mehr Klarheit habe. Eine Grosse Herausforderung Es war keine leichte Aufgabe, die ihm und seinen drei Teamkollegen am Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen vorgelegt wurde. Dabei blieb gerade einmal eine Woche Zeit, um handfeste Lösungen zu präsentieren. «Die Woche präsentierte sich extrem spannend, weil sie sich vom Schulunterricht abhob. Bei Aufgabenstellungen liegen dort die Antworten bereits vor. Das war hier nicht der Fall. Nicht einmal unsere Betreuer und Experten wussten, ob wir es in der kurzen Zeit schaffen würden, Lösungen zu präsentieren. Die Herausforderung war gross. Jeder von uns konnte sein spezifisches Fachwissen einbringen, um zu einer Gesamtlösung zu gelangen. Es war das erste Mal überhaupt, dass ich in einem Team derart intensiv und über einen längeren Zeitraum nach konkreten Antworten suchen durfte.» Neue Ansätze gefunden Das Team kam zum Schluss, dass sich auf dem langen Flug bei einer Reisedistanz von 630 Millionen Kilometern Solarzellen am besten für die Steuerung und Funkkontakte eignen würden. «Schwieriger präsentierte sich die Aufgabenstellung der Versorgung des Orbiters in der Umlaufbahn und des Landers auf dem Jupitermond Europa», erläutert Sandro Nüesch. Sonnenzellen kamen nicht infrage, weil sich die um den Mond kreisende Sonde während der Hälfte der Zeit im Jupiterschatten bewegen würde. Sandro Nüesch und sein Team befassten sich mit zwei Optionen: Die Energieversorgung mit Radioisotopen-Thermonuklear-Generatoren (RTGs) oder mit Brennstoffzellen. In der schriftlichen Arbeit ist nachzulesen: «Ein Vergleich der beiden Systeme zeigt, dass die Brennstoffzellen viel leichter und kleiner sind. Ein RTG produziert 1 kW bei einer Masse von rund 190 kg, während ein 20 kg schwerer Brennstoffzellenstack dieselbe Leistung erzeugt.» Hoffnungsvolle Jugend Die beiden Betreuer Dr. Fritz Gassmann und Mathias Reum vom PSI loben die Jungforscher in den höchsten Tönen. Reum: «Ich ging davon aus, dass ich die Jugendlichen im Detail anleiten und betreuen muss. Zu meinem grossen Erstaunen entwickelten die jungen Menschen viel Eigeninitiative. Sie waren sehr gut vorbereitet zur Studienwoche angetreten. Es gelang, sie thematisch in die richtigen Bahnen zu lenken. Denn schnell verliert man sich in Detailfragen und läuft Gefahr, in einer Sackgasse zu enden.» Fritz Gassmann fügt hinzu: «Die Jugend so heranwachsen zu sehen, macht Spass und gibt Hoffnung.» Auf die Frage, ob wir hier von Science-Fiction sprechen, antwortet er unmissverständlich: «Science ja, Fiction nein.» Unterwegs zum Jupitermond Europa: Zusammen mit dem SJf-Team posiert auch Sandro Nüesch (zweiter von rechts, stehend) vor dem Physiker Albert Einstein. zvg Neugier und Wissenslust wecken Wertvolle Wochen von Schweizer Jugend forscht Die Studienwochen von Schweizer Jugend forscht (SJf) bieten neugierigen und motivierten Jugendlichen die Möglichkeit, ihre künftige Studienrichtung auszuloten und den Blick für neue Interessensgebiete zu öffnen. Solche Projekte wecken Neugier und Wissenslust. Sie öffnen Türen für Projekte, die zum jährlich stattfindenden nationalen Wettbewerb «Die Schweiz sucht Talente» eingereicht werden können. Die mittlerweile 40-jährige Erfolgsgeschichte wird am 28. April 2006 mit einer Innovations-Arena und Preisverleihung gefeiert (Internet: www.sjf.ch). Das vorliegende Projekt, an dem insgesamt 45 Jugendliche aus der ganzen Schweiz an mehreren Hochschulen und Forschungsinstituten intensiv arbeiteten, soll nicht einfach in den Schubladen verstauben. Renate Christen, Geschäftsführerin von Schweizer Jugend forscht, erläutert: «Die European Space Agency ESA in Paris und Darmstadt, welche das Projekt aktiv unterstützt und begleitete, interessiert sich sehr für die gewonnenen Erkenntnisse, zumal dort bereits erste Gespräche über die Umsetzung einer solchen Mission im Gange sind.» (dw)
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| Mittelland Zeitung; 28.11.2005 |
Risikofreudiges Volk Killwangen Gmeind lehnt Steuerfusserhöhung ab. Anlass zu Diskussionen gaben in Killwangen die Einbürgerungen sowie die vom Gemeinderat beantragte Steuerfusserhöhung um fünf Prozent. Die Gemeinde habe vier Jahre von einem günstigen Steuersatz profitieren können. Jetzt müsse sie den Mut haben, den Steuerfuss um fünf Prozent zu erhöhen, damit «wir wieder atmen können», sagte Gemeindeammann Willy Holliger, der letztmals die Einwohnergemeindeversammlung leitete. Wie Beat Gysi, Präsident der Finanzkommission erläuterte, beinhalte das Killwanger Budget beim Aufwand rund 80 bis 85 Prozent gebunde Kosten. Nicht «fix» seien die Steuereinnahmen, die seit 2002 rückläufig seien, obwohl die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner gestiegen ist. Gysi versichterte, der Gemeinderat habe sich «heftig» darum bemüht, dort zu sparen, wo es sinnvoll sei. Und wenn der Steuerfuss bei 95 Prozent bleibe, könne es sein, dass er im Jahr 2007 auf 105 Prozent erhöht werden müsste. Dieses Risiko nahmen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in Kauf, denn sie stimmten mit 81:60 einem Antrag zu, das Budget 2006 sei mit einem unveränderten Steuerfuss zu genehmigen. Deutlich wurden die Anträge für geheime Abstimmungen von zwei Einbürgerungsgesuchen angenommen, nachdem Nachbarn ihre Zweifel an der Einbürgerung geäussert hatten. Es sei problematisch, über eine Person zu diskutieren, denn ausser den Nachbarn würden sie die wenigsten kennen, sagte ein Votant. Ein anderer meinte, die direkt Betroffenen sollten der Allgemeinheit ihre persönlichen Eindrücke weitergeben dürfen. Schliesslich wurde ein Gesuch abgelehnt und das zweite angenommen. Eine weitere Einbürgerung genehmigte der Souverän diskussionslos. Mit grossem Mehr wurden die Kreditabrechnung Ersatz Wasserleitung Kantonsstrasse und der Kaufvertrag Buechbühlland angenommen: Die Einwohnergemeinde Killwangen verkauft das 1331 Quadratmeter grosse Bauland für 732 050 Franken an einen Architekten, der auf der Parzelle vier Einfamilienhäuser errichten möchte. Anwesend waren 146 von 1038 Stimmberechtigten. Alle Entscheide unterliegen dem fakultativen Referendum. Ferner war zu efahren, dass der Gemeinderat einen neuen Gemeindeschreiber gewählt hat, der seine Stelle am 1. April 2006 antreten wird. Der Name wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben. (bgu) Protokoll genehmigt. Beschlüsse Einbürgerungen: Romano Terazzi sowie Irena Petrovic mit den Kindern Atina Petrovic und Bobo Petrovic. Kreditabrechnung: Ersatz Wasserleitung Kantonsstrasse mit Mehrkosten von 19 941 Franken. Kaufvertrag Buechbühlland: Parzelle 918 für 732 050 Franken. Budget 2006 mit Steuerfuss von 95 Prozent, Gemeinderats-Antrag Steuerfuss 100 Prozent mit 81:60 Stimmen abgelehnt.
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| Mittelland Zeitung; 18.11.2005 |
Steuerfuss soll steigen Killwangen Die Kosten nahmen massiv zu. In Killwangen soll der Steuerfuss von bisher 95 Prozent auf 100 Prozent erhöht werden. Grund: Der Jahresabschluss 2005 weist voraussichtlich einen Aufwandüberschuss von 300 000 Franken auf. Zu diesem haben unter anderem zwei Sonderjahressteuern für die Jahre 1999 und 2000 von je 270 000 Franken beigetragen. Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern bleibt der Ertrag hinter den Erwartungen zurück. Der Anstieg der Einwohnerzahl hatte keine proportionale Erhöhung des Steuerertrages zur Folge. Für das Jahr 2006 rechnet der Gemeinderat Killwangen mit einem um drei Prozent höheren Steuerertrag durch höhere Einkommen und mehr Steuerpflichtige. Gegenüber dem Voranschlag 2005 erhöht sich der Nettoaufwand auf 3,4 Mio. Franken. Dazu beigetragen hätten massiv höhere Kosten für Sozialhilfen und Schulgelder. Und aus der Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden resultieren für Killwagen Minderkosten von 50 000 Franken. Seit dem Jahr 2002 müssen die Investitionen grösstenteils fremdfinanziert werden. Die Nettoverschuldung beträgt am 31. Dezember 2005 zirka 1,6 Mio. Franken, teilt der Gemeinderat mit. Die Killwanger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger befinden am 25. November neben dem Voranschlag 2006, einer Kreditabrechnung sowie Einbürgerungen über den Kaufvertrag «Buechbühlland». Die Einwohnergemeinde beabsichtigt, das 1331 Quadratmeter grosse Bauland in der Wohnzone zu verkaufen und hat einen Interessenten gefunden, der auf der Parzelle vier Einfamilienhäuser erstellen möchte. Der Vertrag sieht einen Kaufpreis von 732 050 Franken vor. (bgu) Freitag, 25. November, 19.30 Uhr Turnhalle Zelgli in Killwangen. |
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| Mittelland Zeitung; 10.11.2005 |
Wenn der Postbote zum letzten Mal klingelt Killwangen Nach über 6700 Touren ist für Pöstler Vitus Nauer heute Schluss. Er geht in den Ruhestand. Wenn die Killwanger Bewohnerinnen und Bewohner heute ihren Briefkasten leeren, werden sie kaum bemerken, dass mit diesen Briefen eine Ära zu Ende geht. Nach über 30 Jahren stand an diesem Morgen Vitus Nauer zum letzten Mal am Briefschlitz und warf die Couverts ein. Seinen Töff gibt er weiter, ab morgen wird ein Kollege seine Tour übernehmen. Mitte der 60er-Jahre kam der gelernte Bäcker zur Post. Nach einigen Monaten auf der Sihlpost in Zürich wechselte der gebürtige Villmerger bald ins Aargauer Limmattal, wo er seit den frühen Siebzigern (unterbrochen durch einen kurzen Abstecher nach Neuenhof) für die Killwanger Briefzustellung verantwortlich ist - zuerst noch zu zweit, in den letzten Jahren dann allein. Zu bewältigen war die stets wachsende Briefzahl nur durch eine Anpassung der Ausrüstung. Begonnen hat Nauer ohne Fahrzeug. Zu Fuss ging er von Briefkasten zu Briefkasten. Selbst die Briefe zum Sennenberg wurden per Pedes ausgetragen, was allein über eine halbe Stunde Zeit kostete. Schon bald kam das Postvelo als willkommenes Hilfsmittel. Heute ist Nauer, wie die meisten Postboten, mit einem postgelben Töff ausgestatten. Doch auch der hat seine Tücken: Einige Male musste Vitus Nauer seinen motorisierten Untersatz wieder auf die Räder bringen, weil er mitsamt Steuermann auf eisglatter Fahrbahn den Halt verloren hatte. Natürlich darf in einer so langen Pöstlerkarriere auch eine Hundeattacke nicht fehlen. Allerdings ging der Kampf für beide glimpflich aus: Blaue Flecken für beide und eine zerrissene Hose für den Pöstler. Wenn Vitus Nauer nun heute, pünktlich zum 40-Jahr-Dienstjubiläum, zum letzten Mal den Töff in der Post Spreitenbach parkiert, schwingt sicherlich auch etwas Wehmut mit. Doch Nauer freut sich, fortan mehr Zeit für Familie, Natur und sein grosses Hobby, die Feldornithologie, zu haben. (tsk) Mehr zur Postgeschichte in Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 08.11.2005 |
Grosse Ehre für ein «Brot-und-Butter-Auto» Killwangen In der Garage von Roger Meier stehen neben fünf Volvos ein Porsche und ein VW Käfer 1200. BEatrice GuariscoVor zwei Jahren sei er von seinem Nachbarn zum Kauf eines VW Käfers «verführt» worden. Mit diesem Auto hat Roger Meier am 20. Rassemblement des Schweizerischen Dachverband historischer Motorfahrzeuge SDHM/ASVE eine Auszeichnung gewonnen. «Ich bin ein Sammlertyp. Wenn ich könnte, würde ich unendlich viel kaufen», sagt Roger Meier. Zu seinem VW Käfer aus dem Jahr 1965 kam er durch seinen Nachbarn Dino Graf, Vizepräsident des Käferclubs Limmattal, bei dem nun auch Roger Meier Mitglied ist. Sei früher das Auto der Mittelpunkt des Clublebens gewesen, werde dieses je länger je mehr nebensächlich. «Der Club lebt von den gesellschaftlichen Aktivitäten. Auch mir sind die persönlichen Kontakte heute wichtiger als das Fahrzeug. Wir sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe mit verschiedensten Ausbildungen, Berufsgattungen und aus allen Altersgruppen. Das ist spannend», führt Meier aus, seines Zeichens Geschäftsführer der Huba Control Würenlos. Vorbesitzer seines Käfers war ein 90-jähriger Mann, der das Fahrzeug 1965 neu gekauft hatte. «Das Auto ist ein Orginal und hatte nur 43 000 Kilometer auf dem Buckel.» Ein Bijou, mit dem Roger Meier am diesjährigen Concours d’Elégance am Rassemblement National (siehe Artikel unten) den Pokal für die schönste Limousine gewonnen hat. «Alte Autos haben mich seit meiner Jugend fasziniert. Mit meinem Vater habe ich jeweils die ‹Simon-Templar›-Krimis geschaut. Roger Moore fuhr als Simon Templar einen Volvo, und so einen wollte ich auch», erzählt Meier. Der Killwanger kaufte sich 1978, mit 24 Jahren, seinen ersten Volvo P1800 S. «Ein Jahr später gründete ich mit zwei anderen zusammen den Volvo-Sport-Club P-1800, der heute rund 150 Mitglieder zählt.» Kulturgut für die NAchwelt In Roger Meiers Garage in Würenlos, die er mit seinem Nachbarn Dino Graf teilt, stehen bald sieben Oldtimerfahrzeuge: neben dem Käfer, einem Porsche und vier Volvos aus den Jahren 1957 bis 1973 findet künftig auch ein Volvo P1800 S mit Jahrgang 1969 seinen Platz. «Meine Oldtimer fahre ich nur bei schönem Wetter aus. Für den Arbeitsweg nutze ich sie nicht, dafür sind sie mir zu schade», fügt Meier an. Ein teures Hobby? Der Killwanger verneint. Es sei eine Freizeitleidenschaft, die sich auch Leute ohne viel Geld leisten können. «Unser Ziel ist es, alte Fahrzeuge als technisch, historisches Kulturgut der Nachwelt vermachen zu können.» Und zwar nicht nur die exklusiven Modelle, sondern auch die ‹Brot-und-Butter-Autos›, wie es unter anderen VW Käfer sind», sagt Meier schmunzelnd. Start zur nostalgischen Spritzfahrt: Monika Hess freut sich mit Roger Meier über den Pokal. ZVG Zur Person Roger Meier ist 1954 geboren und in Luzern aufgewachsen. Vor 14 Jahren kam er in den Kanton Aargau, seit 1990 ist er bei der Huba Control Würenlos tätig. Neben seiner Oldtimer-Faszination ist der 51-Jährige Pistolenschütze bei der Schützengesellschaft Neuenhof. Roger Meier wohnt mit seiner Lebenspartnerin in Killwangen. (bgu) Weitere Informationen zum Käferclub Limmattal finden sich unter obenstehender Adresse. |
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| Mittelland Zeitung; 31.10.2005 |
Neuenhof/Killwangen Neuer Pastoralassistent Ab 1. November ist Markus Tippmar neuer Pastoralassistent in den Pfarreien Neuenhof und Killwangen. Er wird im 80-Prozent-Pensum in allen Bereichen der Seelsorge zum Einsatz kommen und einen Schwerpunkt als Be zugsperson der Pfarrei Killwangen erhalten. Markus Tippmar stammt aus Heiden AR, hat im Jahr 2001 sein Theologiestudium in Freiburg abgeschlossen und danach in der Pfarrei Arbon TG als Pastoralassis tent gearbeitet. An den Kirchge meindeversammlungen am Freitag, 11. November, um 19.45 Uhr in Killwangen und am Mittwoch, 16. November, um 20 Uhr in Neuenhof wird man ihn näher kennen lernen können. (az) Geschichtliche Informationen zur Pfarrei Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 27.10.2005 |
Grosses Engagement Zum Gedenken Josef Strebel, Windischer alt Gemeinderat und Mitgründer der Ortspartei der CVP Für viele Windischer und Brugger kam die Nachricht von Josef Strebels Tod völlig unerwartet. Mit dem Hinschied verliert die Region und insbesondere Windisch eine verdiente Persönlichkeit. Die Kirche St. Nikolaus in Brugg war beim Trauergottesdienst, den der ehemalige Windischer Pfarrer Eugen Vogel leitete, bis zum letzten Platz besetzt. Die vereinigten Männerchöre Brugg-Windisch umrahmten den Gottesdienst. Aus dem von Eugen Vogel verlesenen Lebenslauf seien einige Stationen wiedergegeben. Josef Strebel wurde am 18. November 1932 in Besenbüren geboren. Nach dem Besuch der Primar-, Bezirks- und Handelsschule absolvierte er eine kaufmännische Lehre. Für seinen Berufsweg wählte er die Fachrichtung Rechnungswesen. Neben einem Vollpensum als Buchhalter an verschiedenen Stellen besuchte er abends Fortbildungskurse. 1960 wurde er als eidg. dipl. Buchhalter diplomiert. Von Killwangen nach Windisch Mit seinen Eltern hatte sich Josef Strebel in Killwangen niedergelassen. Hier fand er auch seine grosse Liebe. 1960 heiratete er Anne-Marie Würsch. Der Ehe entsprossen die beiden Kinder Urs und Cornelia. 1965 baute das Ehepaar in Windisch ein Haus und nahm hier Wohnsitz. Josef Strebel engagierte sich in der Folge vielfältig für die Öffentlichkeit. Im Berufsleben hatte er als Chefbuchhalter und Treuhänder immer wieder mit Steuern zu tun. Um sich vermehrt praktische Erfahrungen anzueignen, nahm er beim kantonalen Steueramt die Stelle als kantonaler Steuerkommissär an. Die für wenige Jahre vorgesehene Anstellung wurde ihm zur Lebensstelle. In seiner Freizeit sang er über 40 Jahre lang beim Männerchor Frohsinn Windisch mit. Anfang 1997 verkaufte das Ehepaar die Liegenschaft in Windisch und zog in die neu erbaute Eigentumswohnung in Brugg. Nach kurzer Angewöhnungszeit fühlte es sich hier sehr wohl. Die Kontakte zu Windisch brach Josef Strebel nie ab. Nach kurzer, mit Geduld und Würde ertragener heimtückischer Krankheit ist er im Kantonsspital Aarau friedlich eingeschlafen. Der Windischer CVP-Präsident Ernst Moor und Vizeammann Emil Inauen erinnern in einem Nachruf an die grossen Verdienste des nunmehr Verstorbenen: Wichtige Stütze «Bereits in jungen Jahren kümmerte sich Josef Strebel in der kath. Kirchgemeinde Brugg-Windisch als Kirchenrat um die Finanzen. Politisch profilierte er sich während vieler Jahre im Vorstand der Bezirkspartei der CVP. In Windisch gehörte er zu den Gründern der Ortspartei der CVP. Noch vor Einführung des Einwohnerrates (1974) wählten in die Stimmberechtigten in die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission, die er auch präsidierte. Er gehörte sodann zu den ersten Einwohnerräten. 1978 wurde er als Nachfolger von Josef Schneider in den Gemeinderat gewählt. Er betreute während 8 Jahren das Ressort Finanzen. Mit seiner breiten Erfahrung aus Beruf und politischen Ämtern war er während rund 20 Jahren (1974-1993) eine wichtige Stütze im Vorstand der Ortspartei der CVP. Eigenständiges Denken in Verbindung mit der Bereitschaft zu gemeinsamen und tragfähigen Lösungen machten ihn zum geschätzten und gewichtigen Mitglied jedes Gremiums. Dem Vorstand der CVP Windisch ist es denn auch ein Anliegen, sein langjähriges erfolgreiches Wirken in Gemeinde, Region und Partei zu würdigen und herzlich zu verdanken und der Trauerfamilie, insbesondere seiner Gattin, die tiefe Anteilnahme für den schweren und viel zu frühen Verlust zu bekunden. Josef Strebel wird allen in dankbarer Erinnerung bleiben.» (nn/div) |
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| Mittelland Zeitung; 25.10.2005 |
Viel Rauch und Feuer Spreitenbach-Killwangen An ihrer Hauptübung probte die Feuerwehr den Einsatz bei einem Grossereignis. Annemarie PelikanDie Hauptübungen haben es stets in sich. Kein Wunder, wollten sich dieses Spektakel unzählige Zaungäste nicht entgehen lassen. Ihrem abtretenden Kommandanten machte es das Feuerwehrkorps nicht leicht: Fritz Scheiwiller kam bei seinem letzten Einsatzbefehl ganz schön ins Schwitzen. Nach der Demonstration eines Chemieunfalls beim Magazin wurden die Zuschauer hinauf an die Dorfstrasse beordert. Knall auf Fall wurden sie Zeuge eines hollywoodreifen Horrorszenarios: zwei Raser liefern sich ein Duell, ein Auto touchiert einen Heizöltankwagen, reisst dessen Tank auf und fährt ungebremst in den Linienbus. Das andere Auto prallt ins Scheunentor eines Bauernhauses und fängt Feuer. Eine neugierige Nachbarin vergisst dabei die Pfanne auf dem Herd. Fazit: Küchenbrand. Martinshörner von allen Seiten kündigten das Eintreffen mehrerer Feuerwehren an. Die Ölwehr Baden, Wettingen, Neuenhof, Würenlos, Dietikon und Bergdietikon kam angerückt. Angesichts der vielen «Verletzten» wurde auch die Intermed alarmiert. Bald wimmelte es auf dem Platz von verschiedenen Einsatztruppen. Für Einsatzleiter Fritz Scheiwiller galt es, kühl zu bleiben. Unterstützt wurde er von Übungsleiter Walter Steiger und vier weiteren Offizieren. Schlauch um Schlauch wurde ausgerollt, Feuer gelöscht, Leitern geschleppt, Verletzte gerettet und das Öl eingedämmt. Bei so viel Betrieb wusste das Publikum oft nicht, wohin es gerade seine Aufmerksamkeit richten soll, und dieser oder jener «sachverständige» Zuschauer hätte dieses oder jenes etwas anders angepackt. Vizekommandant Sven Imboden überblickte das turbulente Geschehen von hoher Warte aus und kommentierte es ausführlich. Imboden ersetzt Scheiwiller Mit der perfekten Regie des Spektakels legte Imboden seine Qualifikation für den Führungsposten ab. Ab 1. Januar 2006 ersetzt er Fritz Scheiwiller, der seit 1992 die Feuerwehrtruppe Spreitenbach und ab 1999 die zusammengelegte Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen kommandierte. Zum Abschluss konnten mit Scheiwiller die ebenfalls austretenden Ueli Hirzel und Markus Würsch auf der Plattform des neuen Hubretters der Wettinger Feuerwehr den Ort des Geschehens aus der Vogelperspektive betrachten. |
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| Mittelland Zeitung; 25.10.2005 |
Endlich frische Luft bei der Mäder AG Killwangen Jahrzehntelang waren die Emissionen der Walter Mäder AG, Killwangen, ein heikles Thema. Vor kurzem wurde nun die neue Abluftreinigungsanlage montiert. Diese rund 50 Tonnen schwere Anlage bildet das Herzstück des gesamten Abluftsystems. Die Anlage wird in Zukunft die belastete Abluft der Farben- und Kunstharzherstellung einer regenerativen Nachverbrennung zuführen. Dort wird die Luft bei hohen Temperaturen gereinigt. Die Montage und Inbetriebnahme der Abluftreinigungsanlage bildet die letzte Etappe der Massnahmen im Bereich Luftreinhaltung. Die gesamte Anlage wird Ende dieses Jahres in Betrieb genommen. (pd) |
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| Automobilrevue; 12.10.2005 |
Politik und Wirtschaft Grosserneuerung der A 1 im Limmattal Der Aargau saniert bis Ende 2007 die A 1 im Limmattal von Wettingen bis zur Kantonsgrenze in Spreitenbach. Es wird auch eine Stauwarnanlage installiert. Der Autobahnabschnitt ist seit 1971 in Betrieb. Damals verkehrten auf der Strecke rund 30 000 Fahrzeuge pro Tag, heute sind es durchschnittlich 120 000 Fahrzeuge. 35 Jahre nach der Inbetriebnahme wird nun dieser Teilabschnitt - inklusive Anschluss Wettingen Ost bis zur Furttalkreuzung - nach den heutigen Erkenntnissen und Anforderungen erneuert. Der vollständige Ersatz des Belags ist nur ein Teil der umfassenden Sanierung, die insgesamt 129 Mio Franken kostet. Es werden auch Lärmschutzwände ersetzt oder neu gebaut, die Entwässerung verbessert, Leitplanken ergänzt sowie 17 Kunstbauten (davon 16 Brückenbauwerke) in Stand gesetzt. Von Bedeutung ist die Ergänzung der elektromechanischen Einrichtungen, vorab die Einrichtung eines Stauwarnsystems Limmattal. Drei grosse Autobahnbrücken müssen verbreitert werden, damit während der Bauarbeiten durchgehend drei Fahrspuren in beiden Richtungen zur Verfügung gestellt werden können. Diese Arbeiten werden werktags zeitweise im Zweischichtbetrieb ausgeführt (zwischen 5 und 22 Uhr). Am Samstag wird von 5 bis 13 Uhr gearbeitet. Zwei Phasen bis Ende 2007 Die Vorbereitungen dauerten von Juli bis Anfang Oktober. Nun laufen die Hauptarbeiten in zwei Phasen. Zunächst werden bis Ende 2006 die Verbreiterungen der Brücken, erste Arbeiten für die Anpassung der Verkehrsführung sowie die Instandsetzung der Entwässerung des Trassees realisiert. Im Jahr 2007 folgen die Ersetzung des Belags und die Erneuerung der Leiteinrichtungen. Zur Eindämmung des Baulärms ist die Erstellung der Lärmschutzwände von Neuenhof bis Wettingen und von Würenlos bis Killwangen bereits bis im Frühling 2006 vorgesehen. grn. Aufregung um neue Spitzenwerte am Baregg Kleine Aufregung zum Ende des Sommers um den Baregg. Nach der Wiedereröffnung der drei Tunnelröhren mit nun insgesamt sieben Fahrstreifen haben die Frequenzen stark zugenommen. Vor dem Bau der dritten Röhre passierten knapp 100 000 Fahrzeuge die Messstelle; inzwischen sind es an einem Werktag fast 121 000 Fahrzeuge und an Spitzentagen über 130 000. Die Zunahme erstaunt nur auf den ersten Blick. Sie entspricht nämlich etwa den Prognosen von 1998. Zudem kam der Ausweichverkehr von den Kantonsstrassen auf die Nationalstrasse zurück, der sich während der Bauzeit einen anderen Weg gesucht hatte. Obwohl sich der am Baregg gemessene Mehrverkehr im Limmattal und in der Stadt Zürich verteilte - die Frequenzen auf der Nordumfahrung von Zürich und im Gubristtunnel stiegen jedenfalls nicht -, führten die neuen Spitzenwerte zur üblichen Aufregung. Die Grünen bezeichneten die dritte Röhre umgehend als «Flop» und Geldverschwendung, und sie kündeten Vorstösse auf kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Ebene an. Diese wurden nun eingereicht. Festzuhalten bleibt, dass der Aargau nun alles unternehmen will, dass der Verkehr besser rollt. Dazu gehören Mass-nahmen für die Verflüssigung. Im Oktober soll die dynamische Verkehrsführung «scharf geschaltet» werden: bei reduziertem Verkehrsaufkommen Tempo 120 im Reusstal und Tempo 100 in den Tunneln. Im Limmattal muss damit noch zugewartet werden. Weil in den nächsten beiden Jahren gebaut wird, muss meistens Tempo 80 eingehalten werden. grn. Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 04.10.2005 |
Sie malt mit
raumfüllender Farbintensität KILLWANGEN Kunstmalerin Magdolna Keel zeigt die Vielfalt ihrer Werke in der Galerie. Die Welt der Künstlerin Magdolna Keel ist bunt und vielfältig und voller Harmonie und Lebensfreude. Ihre Bilder sind naturgetreue, akribische Kompositionen, in denen sie Gegenstände vielfach in den, wie es scheint, unendlichen Raum stellt. Und genau diesen Raum will sie definieren, spürbar und sichtbar machen. Sie vermischt Echtes mit Irrationalem und schafft damit eine dreidimensionale Fantasiewelt zu immer wieder neuen Themen. Daraus entstehen ganze Serien und Variationen in unterschiedlichen Techniken, aber stets so lebendig, dass der Betrachter meint, die Frucht oder das Gemüse auf dem Silbertablett fassen zu können. Diese Impressionen und Still leben malt sie nicht einfach so auf die Leinwand. Bis zum fertigen Bild vergeht oft viel Zeit, wie Keel sagt: «Erst entsteht die Idee im Kopf, dann mache ich mir verschiedene Skizzen, arrangiere die Gegenstände vor mir und übertrage das Bild auf Papier, dann auf die Leinwand.» Obwohl das Endprodukt so naturgetreu daherkommt, kann man es kaum als fotorealistisch bezeichnen. Die Künstlerin «baut», wie ein Architekt, ihre Fantasien in den Raum, parallel oder aus der Vogelperspektive, in kräftigen Farben oder sanften Tönen. Hier zeigt sich wohl am ehesten ihre Ausbildung in Architektur, das Künstlerische kommt ganz von innen heraus und manifestiert sich in beinahe schon perfekter Form. Mit der Kunstgalerie im Geschäftshaus ihres Mannes in Killwangen hat sich Keel einen Traum erfüllt. Momentan sind die drei Räume noch mit eigenen Werken ausstaffiert, doch sie möchte in naher Zukunft auch andern Künstlerinnen und Künstlern ein Podium bieten. Ihr schweben auch kleinere, kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Musikvorträge oder Diskussionen vor. (pel) Kunstmalerin Magdolna Keel mit ihrem Bild «Katrins Garten». annemarie pelikan Galerie Dorfzentrum, Rütihaldenstrasse 4, Killwangen: Donnerstag bis Sonntag, 15 bis 17 Uhr. 056 401 37 61.
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| 03.10.2005 Oltner Tagblatt / MLZ |
Killwangen
Einbrecher waren unterwegs Am Freitagabend waren an der Steinbruchstrasse, am Zelgliweg und um am Haselrain in Killwangen Einbrüche zu verzeichnen Der Täter entwendete wenig Geld, richtete aber an allen drei Objekten Sachschaden an. Beim Täter handelt es sich um einen 25- bis 30-jährigen Mann, zirka 180 cm gross, mit rundlichem Gesicht. Er trug eine hüftlange, graue Jacke. Hinweise an die Kapo Spreitenbach (Telefon 056 418 80 40). (ESW/otr)
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| © Mittelland Zeitung; 29.09.2005 |
Killwangen Irène
Kuttler hat gekündigt Der Gemeinderat teilte gestern mit, dass die Gemeindeschreiberin Irène Kuttler ihre Anstellung per 31. Dezember 2005 gekündet hat. Sie verlässt die Gemeinde am 29. September. Die Aufgaben der Gemeindeschreiberin werden ad interim von der Stellvertreterin Fabienne Reinshaus wahrgenommen. Bei Bedarf könne die Gemeinde Killwangen zudem auf die ehemalige Gemeindeschreiberstellvertreterin Sabine Mäder zurückgreifen. Die vakante Stelle wird ausgeschrieben. (g/bgu)
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| 28.09.2005; Mittellandzeitung |
Gemeinsame
Schulleitung Bergdietikon/Killwangen Steuergruppe gegründet Kindergarten und Primarschulen von Killwangen und Bergdietikon spannen zusammen: «Unser Terminplan sieht vor, mit der gemeinsamen Schulleitung im Sommer 2007 starten zu können», sagt Fredi Heymann, Killwanger Schulpfleger und Mitglied der kürzlich gegründeten Steuergruppe «Schulleitung Bergdietikon/Killwangen». Ihr gehören je drei Schulpfleger, je ein Gemeinderat sowie je zwei Lehrpersonen an. «Für die Kinder bedeutet dieses Zusammengehen keine Änderung. Sie werden wie bisher in ihrer Wohngemeinde die Schule besuchen», führt Heymann aus. Reger Austausch finde zwischen den Lehrerkollegien statt. Die Nutzung weiterer Synergien wird gemäss Heymann von der Steuergruppe geprüft. Mit der Einführung des Gesetzes über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL) sind die Gemeinden verpflichtet, bis 2008 eine Schulleitung einzurichten. Um die Eigenständigkeit wahren zu können und eine qualitativ gute Schulleitung sicherzustellen, haben sich die beiden kleinen Schulgemeinden Bergdietikon und Killwangen nun für den gemeinsamen Weg entschlossen. (bgu)
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| 26.09.2005; Mittellandzeitung |
Wahlergebnisse Stimmberechtigte 1016 Stimmbeteiligung 48.52% Gemeinderat Absolutes Mehr 178 Gewählt sind: Alois Greber, bisher, CVP 344 Leo Dittli, b., parteilos 313 Cornelia Biasca, b., CVP 303 H.U. Denzler, b., parteilos 254 Markus Würsch, neu, CVP 200 Gemeindeammann Absolutes Mehr 199 Cornelia Biasca, neu 220 Vizeammann Absolutes Mehr 196 Alois Greber, bisher 276 Cornelia Biasca ist neuer Ammann Killwangen Die vier Bisherigen wurden deutlich wiedergewählt. Neues Mitglied im Gemeinderat ist Markus Würsch. Killwangen wird künftig von einer Frau regiert: Die Killwanger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben die bisherige Gemeinderätin Cornelia Biasca zum neuen Gemeindeammann gewählt. «Die Wahl zum Ammann bedeutet mir viel», sagt Biasca. Dass es gereicht habe, sei für sie nicht selbstverständlich. Im guten Ergebnis sieht sie die Bestätigung ihrer Arbeit in den letzten vier Jahren. Alle Kandidaten haben die nötigen Stimmen problemlos erreicht (vgl. Tabelle rechts). Neben den vier Bisherigen Alois Greber, Leo Dittli, Hans Ulrich Denzler und Cornelia Biasca nimmt künftig Markus Würsch Einsitz im Gemeinderat. Alois Greber ist als Vizeammann in seinem Amt bestätigt worden. Neben der Wahl für den Gemeinderat haben die Killwanger auch die Schulpfleger an der Urne bestimmt. Gewählt sind: Hugo Bühler (bisher, parteilos, 295 Stimmen), Fred Heymann (bisher, parteilos, 283), Rolf Egli (bisher, CVP, 282), Yvonne Schraner (bisher, parteilos, 255) und Rainer Carspecken (neu, parteilos, 240). Nicht gewählt wurde Thomas Telle (neu, CVP, 224). (bgu)
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| © Mittelland Zeitung; 24.09.2005 |
Spreitenbach Polizisten tätlich angegriffen Ein 22-jähriger Asylbewerber hat am Donnerstagabend zwei Polizisten der Regionalpolizei Spreitenbach tätlich angegriffen, als sie ihn einer Routinekontrolle unterzogen. Die beiden Polizisten erlitten während der Verhaftsaktion geringfügige Schürfwunden. Zudem wurde das Polizeifahrzeug leicht beschädigt. Die Polizisten kontrollierten die Umgebung des Bahnhofs Killwangen-Spreitenbach, als ihnen der Mann auffiel. Wie sich herausstellte, ist der 22-Jährige durch das Migrationsamt mit einer Rayonauflage belegt. Er wurde inhaftiert. (be)
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| © Tages-Anzeiger; 20.09.2005; |
WAHLEN IN ANDEREN
AARGAUER GEMEINDEN Die bisherige Gemeinderätin Cornelia Biasca (CVP) will das Gemeindepräsidium übernehmen. Der bisherige Ammann Willy Holliger (FDP) tritt nicht mehr an. Vizeammann Alois Gerber (CVP) will im Amt bleiben. Weiter kandidieren für die Exekutive: Hans Ulrich Denzler (bisher, parteilos), Leo Dittli (bisher, parteilos) und Markus Würsch (neu, CVP).
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| © Mittelland Zeitung; 14.09.2005 |
Tanzen bedeutet
auch Hoffnung spreitenbach Rund 50 000 Franken hatten 2004 Schüler, Gemeinde, Ortsbürger sowie die beiden Pfarreien für ein Hilfsprojekt gesammelt: Gestern bedankte sich Maiti Nepal mit einer famosen Lektion. elisabeth fellerAm 4. Juni 2004 marschierten rund 400 Schüler aus Spreitenbach und Killwangen 7, 10 oder 15 Kilometer, um für ein nepalesisches Hilfsprojekt Geld zu sammeln. Maiti Nepal bedankte sich gestern in der Schule - mit Tänzen von neun Mädchen. Es ist früh. Für manche zu früh. Allein, für 70 Schülerinnen der 3. und 4. Sekundarklasse sowie der Realschule verheisst der 9-Uhr-Termin eine besondere Stunde: Neun Mädchen, zwei Tourneebegleiterinnen sowie ein Tanzlehrer von Maiti Nepal («Haus der Mutter») weilen bereits seit einer Stunde in der Spreitenbacher Schule und bereiten sich auf ihren Auftritt vor. Nepal in Spreitenbach? Das ist ungewöhnlich! Doch Aufklärung naht mit Lehrer Moritz Bilgerig. Er kennt das nepalesische Hilfsprojekt für Frauen und Kinder von einem Kollegen. Da Spreitenbach regelmässig einen Sponsorenlauf durchführt, schlug er im vergangenen Jahr vor, den Erlös an diese Instutition (siehe Kas-ten) zu spenden. Die Idee fand Anklang, weshalb sich Schülerinnen und Schüler buchstäblich «auf die Socken machten», um für einen guten Zweck zu wandern und zu joggen. Dank grosszügigem Aufrunden von Gemeinde, Ortsbürgergemeinde sowie katholischer und reformierter Kirchgemeinde konnten schliesslich 50 000 Franken an Maiti Nepal überwiesen werden. Das Hilfswerk bedankte sich gestern mit einer «Lektion», die sicherlich nicht so schnell vergessen werden wird, weil sie tanzend erfolgte. Denn Bewegung, vielmehr Tanz bedeutet diesen jungen Nepalesinnen weit mehr als Freizeitbeschäftigung - nämlich Therapie, Lebenssinn, Hoffnung für die Zukunft. «Es war das erste Mal . . .» Im Rahmen der KinderKultur-Karawane macht der kleine Tross heuer Station bei deutschen und schweizerischen Spendern. Der Titel des Programms lautet, kaum überraschend, «Hamro Asha» - «Unsere Hoffnung». Es wird ruhiger in der Aula, als Gereon Wagener (Projektkoordinator) die Bühne betritt und einleitend sagt: «Es war das erste Mal in ihrem Leben, dass sie in eine Stadt kam. Es war das erste Mal, dass sie das Wort Bordell hörte. Es war das erste Mal, dass ihr vor Schmerzen die Tränen liefen. Es war das erste Mal, dass sie das Bewusstsein verlor. Es war das erste Mal, dass jemand darüber lachte, als sie weinte. Und unzählige Male sollten folgen.» Nun ist es mucksmäuschenstill. Doch wie das Theater weiss, folgt auf die Träne stets das Lachen. Die Dramaturgie zeitigt auch hier Wirkung: Die Tür fliegt auf und schon eilen, falsch: fliegen die grazilen Tänzerinnen auf die Bühne. Begeistert werden sie beklatscht: Heftigst vorab dann, als das Mikrofon ausgerechnet beim Solo der erst 10-jährigen Prabha Bhetwal aussteigt. Allein, das ist eine lässliche Panne im Kontext einer bewegenden Veranstaltung, deren Liebreiz den ernsten Hintergrund niemals vergessen lässt. Wie tröstlich indes, dass über allem jenes «Hamro Asha» liegt, das aus den Gesichtszügen von Maiti-Nepal-Gründerin Anuradha Koirala abzulesen ist. «Tanzen ist Leben» - somit ist das weit mehr als nur Beschäftigung, sondern Therapie zur Gesundung an Leib und Seele. Diese Botschaft der Mädchen von Maiti Nepal kam gestern bei den Spreitenbacher Schülern sehr gut an. e. feller Was chance swiss tut Die erfolgreiche Arbeit des 12 Jahre alten Hilfswerks Maiti Nepal wäre ohne Unterstützende in aller Welt nicht denkbar. Auch die vor drei Jahren gegründete Chance Swiss zählt dazu. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Frauen und Kinder. Chance Swiss folgt dem auch andernorts verfolgten Prinzip «Hilfe zur Selbsthilfe» und fördert lokale Partnerorganisationen (NGO), welche für diese Menschen in ihrem Land einstehen. Die Organisation Chance Swiss finanziert ihre Projekte ausschliesslich durch Mitgliederbeiträge und Spenden. Jede Spende kommt direkt und zu 100 Prozent den bedürftigen Frauen und Kindern zugute. Das Spendenkonto: Chance Swiss, 3604 Thun; Amtsersparniskasse Thun, 3601 Thun; PC-Nr. 30-38118-3; BC-Nr.: 8704; Konto Nr.: 1610 073 5900. (EF.) «Initiative Hoffnung» Mädchenhandel ist eins der grössten Probleme Nepals. Laut Schätzungen werden jedes Jahr rund 10 000 bis 12 000 Mädchen in indische Bordelle entführt und dort zur Prostitution gezwungen. Viele von ihnen sterben, da auch die Zahl der Infektionen mit HIV, Hepatitis und Geschlechtskrankheiten erschreckend hoch ist. Die Chance Swiss unterstützt Maiti Nepals Programme zur Prävention des Menschenhandels und finanziert die laufenden Kosten einer Grenzkontrollstation, um Verschleppungen zu verhindern. Mit der «Initiative Hoffnung», einem Projekt zur Versorgung der HIV/Aids-infizierten Mächen bei Maiti Nepal mit modernen Anti-HIV/Aids-Medikamenten, setzt sich der Verein auch für die infizierten Opfer von Verschleppung und Kinderprostitution ein. (EF.) Mit Maiti Nepal setzt Anuradha Koirala ein Zeichen. Vor 12 Jahren gründete die ehemalige Lehrerin Anuradha Koirala Maiti Nepal, um den Menschenhandel in ihrer Heimat Nepal zu bekämpfen. Sie selbst sagt: «Der Zustand der Frauen in Nepal war erschütternd. Die Anzahl der Fälle missbrauchter und ausgebeuteter Frauen sowie Kinder stieg und stieg und stieg. Ich konnte die Not der unschuldigen Opfer nicht mehr weiter ertragen.» Die Arbeit von Maiti Nepal zielt darauf ab, dem Mädchen- und Kinderhandel durch Prävention und Aufklärung vorzubeugen. Ein weiterer Schwerpunkt der Organisation ist, bereits verschleppte Mädchen zu befreien, sie nach Nepal zurückzubringen und ihnen neue Lebenschancen zu eröffnen. Die geretteten Mädchen bekommen bei Maiti Nepal ein neues Zuhause und können in der Schule Lesen und Schreiben lernen oder eine Berufsausbildung machen und sich eine eigene Exis-tenz aufbauen. Maiti Nepal führt ein Waisenhaus, eine Schule und zwei Rehabilitationszentren, um Opfer von Missbräuchen nach und nach wieder in die Gesellschaft einzugliedern. (EF.)
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| © Mittelland Zeitung; 14.09.2005 |
Strombedarf steigt Killwangen Die Kapazität der Trafostation ist erschöpft. Sie soll ausgebaut werden. Zur Erschliessungsplanung eines Neubaugebietes gehört auch jene der Stromkapazität. Bei jener für die Gebiete Hasel, Steinig und Fadacker zeigte sich, dass die Leistung der dafür zuständigen Trafostation an der Bahnhofstrasse in Zukunft kaum ausreichen wird. Die Gemeindeversammlung bewilligte 2001 für eine neue Station im Hasel einen Kredit von 330 000 Franken, doch der dafür vorgesehene Platz erweckte den Widerstand der Anwohner. Elektroingenieure der Regionalwerke Baden prüften im Auftrag der Gemeinde die Problematik und schlugen den Ausbau der bisherigen Trafostation vor. Die Planung der Projektänderung wurde den Regionalwerken und dem Büro Senn übertragen, das Resultat ist ein Normbau neben dem bestehenden Turm. Diese Variante komme laut Vizeammann Alois Gerber gar billiger als das Ausbauprojekt. «Die Leistungserhöhung wäre zwar auch im bestehenden Gebäude machbar, aber aus Platz- und Sicherheitsgründen nicht optimal», erklärte dazu Ingenieur Peter Abächerli. Durch den Ersatz des heutigen 630-kVA-Transformators mit dem 1000 kVA starken, könne die erforderliche Kapazität realisiert werden. Froh darüber, nicht zwischen zwei Etagen herumkriechen zu müssen, ist wohl auch Kurt Schifferle, der für den Unterhalt der Killwanger Elektroversorgung Zuständige der Firma Atel. Die Zuleitungen zum Baugebiet werden mittels Pressverfahren unter der Zürcherstrasse durchgeführt. Da das neue Gebäude etwas nahe zum kantonseigenem Land zu stehen kommt, ist noch eine kantonale Baubewilligung notwendig. Den leeren Trafoturm an der Bahnhofstrasse will die Gemeinde stehen lassen. «Wir werden bestimmt eine neue Nutzung dafür finden», ist sich Gemeinderat Leo Dittli sicher. (pel)
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| © Mittelland Zeitung; 08.09.2005 |
«Das Amt reizt
mich» Killwangen Gemeinderätin Cornelia Biasca wird am 25. September neu als Gemeindeammann kandidieren. Beatrice GuariscoCornelia Biasca ist die zweite Frau im Killwanger Gemeinderat. Nun möchte sie ein Novum schaffen und erste Frau Ammann der Gemeinde werden. Frau Biasca, welches sind Ihre Beweggründe, als Gemeindeammann zu kandidieren? Cornelia Biasca: Das Amt reizt mich enorm. Die Politik ist zu einem schönen Hobby geworden. Für mich ist es ein Karrieresprung und für die CVP Tradition, abgesehen von den letzten vier Jahren, das Amt des Ammanns innezuhaben. Wo sehen Sie Handlungsbedarf? Biasca: In der Stabilisierung der Gemeinde. Zudem möchte ich die Wohnqualität für Familien fördern, beispielsweise: Blockzeiten, Kinderkrippen und Tagesmütter. Auch die ältere Bevölkerung ist mir wichtig. Die Altersarbeit muss gepflegt werden, dazu gehört sicher auch die Spitex. In der Verwaltung braucht es eine Umstrukturierung, der Gemeinderat soll künftig mehr strategisch als operativ tätig sein. Ferner möchte ich die politische Kultur fördern. Die Entwicklung einer weiteren Ortspartei würde ich sehr begrüssen. Welche Schwerpunkte möchten Sie als Ammann setzen? Biasca: Wichtigstes Ziel ist, die Eigenständigkeit von Killwangen zu wahren. Einer meiner Schwerpunkte liegt darin, die Verwaltung zu festigen. Wir haben gutes Personal, es fehlen aber die Strukturen. Weshalb sollen die Stimmberechtigten am 25. September Sie wählen? Biasca: Ich bringe einen guten Leistungsausweis mit und bei der Interessen-Gemeinschaft Polit (IGP) habe ich kürzlich die Weiterbildung für Kommunalpolitiker absolviert. Wie kann sich die Gemeinde in der Region stärker positionieren? Biasca: Killwangen ist eine kleine Gemeinde und liegt im Sandwich zwischen Spreitenbach und Neuenhof. Wichtig ist deshalb, die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden zu fördern. Der Steuerfuss liegt bei 95 Prozent. Soll er noch weiter gesenkt werden? Biasca: Der Steuerfuss ist auf dem absoluten Minimum. Erstmals sind wir nun aus dem Finanzausgleich gefallen. Eine der wichtigen Aufgaben wird es sein, den Steuerfuss auf diesem Niveau zu halten. Wo sehen Sie Ihre persönlichen Stärken, wo Ihre Schwächen? Biasca: Ich bin kommunikativ, gradlinig; ich schaffe Transparenz, kann gut Menschen führen und ich bin vielseitig interessiert. Aber auch ich habe selbstverständlich Ecken und Kanten; auch ich bin manchmal etwas stur und ungeduldig. Zur Person Cornelia Biasca hat Jahrgang 1959. Sie ist in Basel aufgewachsen. Nach ihrer Ausbildung zur Bankfachfrau war sie Direktionsassistentin in einer Schweizer Grossbank und Leiterin des Personalwesens. Vor 15 Jahren gründete sie mit ihrem Mann zusammen ein eigenes Unternehmen. Sie ist Mutter von zwei Söhnen, gründete 1992 den Elternverein Killwangen und war in der Kirchenpflege tätig. Seit vier Jahren ist sie für die CVP im Killwanger Gemeinderat und betreut die Ressorts Schule, Sozialwesen und Fürsorge, Amtsvormundschaft, Gesundheit und Asylwesen. (bgu) Portrait Conny Biasca >> |
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| © Mittelland Zeitung; 01.09.2005 |
Killwangen Keine
Nachmeldungen Stille Wahlen Nachdem innert der Nachmeldefrist in der Gemeinde Killwangen keine neuen Anmeldungen eingegangen sind, hat das Wahlbüro folgende Personen in stiller Wahl für die Amtsperiode 2006 bis 2009 als gewählt erklärt. Für die Steuerkommission: Marcel Greder (1946), parteilos, bisher; Martin-Bernhard Odermatt (1947), parteilos, bisher; Hans Schneider (1938), CVP, bisher; als Ersatzmitglied Steuerkommission: Denise Meyer (1957), parteilos, neu. Für die Finanzkommission: Armin Betschart (1954), FDP, bisher; Beat Gysi (1949), FDP, bisher; Pascal Pfammatter (1969), CVP, neu. Als Stimmenzähler und Stimmenzählerinnen sind gewählt: Pijus Chanda (1964), FDP, bisher; Susanna Sprenger (1958), parteilos, neu; Manya Würsch (1961), CVP, bis her; als Ersatz-Stimmenzählerinnen: Rita Schuler (1942), parteilos, neu; Rita Sdiri (1958), CVP, bisher. (g/bgu)
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| © Oltner Tagblatt 29.08.2005 |
In Kürze Aargau Polizei stoppte gegen 500 Fahrzeuglenker Von Mitternacht bis 4 Uhr wurden in der Nacht zum Samstag in Baden, Killwangen, Neuenhof, Turgi und Wettingen durch 16 Kantons- und neun Gemeinde- und Regionalpolizisten gegen 500 Fahrzeuge und deren Insassen kontrolliert. Acht Alcotests waren positiv. Davon lagen vier zwischen 0,5 und 0,79 und weitere vier über 0,8 Promille. Letztere hatten den Fahrausweisentzug zur Folge. Ein Lenker sass trotz Entzug des Ausweises am Steuer. Ein Lernfahrer war ohne Begleitperson unterwegs und ein Rollerfahrer war noch gar nie im Besitze eines Führerausweises. Weitere fünf Anzeigen erfolgten wegen Missachtung von Auflagen, mehrere Ordnungsbussen mussten ausgesprochen werden. (esw)
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| © Mittelland Zeitung; 19.08.2005 |
Die lang ersehnte
Entlastung Spreitenbach Der Autobahn-Halbanschluss - zwischen 2006 und 2008 soll gebaut werden. Hubert KellerDer A1-Halbanschluss Spreitenbach für Autofahrer aus und in Richtung Bern hat eine lange Geschichte. Doch dürfte daraus keine «never ending story» werden. Gemäss dem nunmehr aufgelegten Bauprojekt ist die zweieinhalb Jahre dauernde Realisierung zwischen Mai 2006 und Sommer 2008 geplant. Die Realisierung könnte noch durch Einsprachen beeinflusst werden. Das kann nicht ausgeschlossen werden. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr und Kommunikation (UVEK) gibt zudem vor, dass der Bau des Halbanschlusses zeitlich mit anstehenden Belagsarbeiten auf der Autobahn koordiniert wird. Es gibt also noch Unwägbarkeiten. Vom A1-Halbanschluss war bereits 1966 die Rede. Damals war er zwischen Killwangen und Spreitenbach geplant. Doch in Bern hatte man es nicht pressant. Die Gemeinden, die hofften, sie würden endlich vom massiven Durchgangsverkehr mit Ziel Shopping-Center etwas entlastet, wurden vertröstet. 1986 wurde eine Zweckmässigkeitsprüfung vorgenommen. Der A1-Halbanschluss wurde vom Tunnelprojekt Baregg abgekoppelt - mit der Folge, dass dem Baregg höchste Priorität zukam, die Notwendigkeit des Halbanschlusses hingegen bezweifelt wurde. Öffentliche Auflage Auf Druck von Kanton und Gemeinden wurde dann aber doch ein generelles Projekt ausgearbeitet, das im September 2002 eine Mitwirkungsauflage erfuhr. Im Dezember 2004, insbesondere für die Gemeinden Neuenhof und Killwangen ein lang ersehntes Weihnachtsgeschenk, bewilligte der Bundesrat das Generelle Projekt und gab grünes Licht für das Ausführungsprojekt mit Umweltverträglichkeitsbericht (UVB 3. Stufe). Dieses Ausführungsprojekt liegt samt UVB bis 14. September auf. Die durch das Projekt notwendigen Veränderungen im Gelände sind gekennzeichnet. Gemäss Generellem Projekt hätte das Bauvorhaben knapp 28 Mio. Franken kosten sollen. In der Zwischenzeit sind drei Mio. dazu gekommen: Es wurden Optimierungen und Projektergänzungen vorgenommen (rund 1 Mio. Franken), ökologische Ausgleichsmassnahmen verursachen Kosten von 115 000 Franken, die Teuerung seit Herbst 2002 macht weitere 900 000 Franken aus. Von den 30,9 Mio. Franken wird der Bund 20,4, Kanton und Gemeinden 10,52 Mio. Franken zu berappen haben. Über den Halbanschluss und die Furttalstrasse erreichen die Autofahrer aus Richtung Baden/Bern das Shopping-Eldorado in Spreitenbach. Die Furttalstrasse wird mit je einem Kreisel an die Industriesstrasse und die Landstrasse (K274) angebunden. Leo Peterhans, Bauverwalter der Gemeinde Spreitenbach, räumt ein, dass jedes neue Bauwerk Einfluss auf Ökologie und Umwelt nimmt. Doch seien im vorliegenden Fall die Vorteile beträchtlich. Grosse Entlastung Das Projekt beansprucht intensiv genutztes Land und bestehende Strassenrandbereiche von geringem ökologischem Nutzen. Auch mit diesem Projekt wird weiteres Land versiegelt. Ökologische Ausgleichsmassnahmen sind vorgesehen, so im unteren Teil des Dorfbachs zwischen Rangierbahnhof und Limmat. Für die Leute entlang der Landstrasse zwischen Neuenhof und Spreitenbach entscheidend ist die beträchtliche Reduktion der Lärm- und Schadstoffemissionen. In Neuenhof wird der Durchgangsverkehr auf der Landstrasse praktisch halbiert. Der UVB beziffert die Reduktion des Durchgangsverkehrs auf der K274 durch die Gemeinden Spreitenbach, Killwangen und Neuenhof gegenüber heute auf 30 bis 40 Prozent. Allerdings nehmen dafür der Verkehr auf der A1 und mit ihm die Emissionen zu, doch sind davon weit weniger Leute betroffen. Die zusätzlichen Luftschadstoffemissionen auf der Autobahn sollen zudem mit einem «Verkehrsbeeinflussungssystem» reduziert werden, wie es im UVB heisst. Vorgesehen ist ein «dynamisches Tempomanagement», um Staus zu vermeiden. In die Umweltverträglichkeitsprüfung wurden auch archäologische Werte einbezogen. Nordwestlich und östlich der Einfahrt sind nämlich mehrere Fundstellen aus der Mittel- und Jungsteinzeit aktenkundig. Auch am Dorfbach, der als ökologische Ausgleichsmassnahme aufgewertet wird, sind Fundstellen bekannt. Die Kantonsarchäologie soll deshalb in die Planung der Bauarbeiten einbezogen werden. Blick von der Härdlibrücke Richtung Baden/Bern: Zwischen den Geleisen und der Autobahn wird die Ausfahrt über eine Rampe an die Furttalstrasse (Härdlibrücke) geführt. Rolf Jenni Eine Rampe zur Furttalstrasse Der A1-Halbanschluss Spreitenbach führt von der Autobahn aus Richtung Baden/Bern über eine Rampe zur Furttalstrasse (Härdlibrücke), die den Güterbahnhof und die Autobahn überquert und ins Industriegebiet Härdli führt. Aus dem Härdli führt ein Anschluss wieder an die A1 Richtung Bern. Autofahrer aus Richtung Zürich erreichen Shoppi und Tivoli weiterhin über den Anschluss Dietikon. Das Bauprojekt umfasst nebst den Ein- und Ausfahrten der A1 den Umbau der bestehenden Strassenüberführung «Härdli» über die A1 und die Geleise des Rangierbahnhofs sowie den Ausbau der Furttalstrasse bis zur Landstrasse K274 an den Knotenpunkt Rotzenbühl (K274/Furttalstrasse) und den Knoten Industrie (Undustriestrasse/Furttalstrasse). (Kel) Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >> |
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| © Mittelland Zeitung; 19.08.2005 |
Tiefes Luftholen
von Neuenhof bis Killwangen Spreitenbach Halbanschluss an die Autobahn - Auflage für ein Projekt, das den Durchgangsverkehr und damit die Emissionen stark reduzieren würde Hubert KellerDer A1-Halbanschluss Spreitenbach für Autofahrer aus und in Richtung Bern hat eine lange Geschichte. Doch dürfte daraus keine «never ending story» werden. Gemäss dem nunmehr aufgelegten Bauprojekt ist die zweieinhalb Jahre dauernde Realisierung zwischen Mai 2006 und Sommer 2008 geplant. Die Realisierung könnte noch durch Einsprachen beeinflusst werden. Das kann nicht ausgeschlossen werden. Das Eidgenössische Departements für Umwelt, Verkehr und Kommunikation (Uvek) gibt zudem vor, dass der Bau des Halbanschlusses zeitlich mit anstehenden Belagsarbeiten auf der Autobahn koordiniert wird. Es gibt also noch Unwägbarkeiten. Vom A1-Halbanschluss war bereits 1966 die Rede. Damals war er zwischen Killwangen und Spreitenbach geplant. Doch in Bern hatte man es nicht pressant. Die Gemeinden, die hofften, sie würden endlich vom massiven Durchgangsverkehr mit Ziel Shopping-Center etwas entlastet, wurden vertröstet. 1986 wurde eine Zweckmässigkeitsprüfung vorgenommen. Der A1-Halbanschluss wurde vom Tunnelprojekt Baregg abgekoppelt - mit der Folge, dass dem Baregg höchste Priorität zukam, die Notwendigkeit des Halbanschlusses hingegen bezweifelt wurde. Öffentliche Auflage Auf Druck von Kanton und Gemeinden wurde dann aber doch ein Generelles Projekt ausgearbeitet, das im September 2002 eine Mitwirkungsauflage erfuhr. Im Dezember 2004, insbesondere für die Gemeinden Neuenhof und Killwangen ein lang ersehntes Weihnachtsgeschenk, bewilligte der Bundesrat das Generelle Projekt und gab grünes Licht für das Ausführungsprojekt mit Umweltverträglichkeitsbericht (UVB 3. Stufe). Dieses Ausführungsprojekt liegt samt UVB bis 14. September auf. Die durch das Projekt notwendigen Veränderungen im Gelände sind gekennzeichnet. Gemäss Generellem Projekt hätte das Bauvorhaben knapp 28 Millionen Franken kosten sollen. In der Zwischenzeit sind 3 Millionen dazu- gekommen: Es wurden Optimierungen und Projektergänzungen vorgenommen (rund 1 Millionen Franken), ökologische Ausgleichsmassnahmen verursachen Kosten von 115 000 Franken, die Teuerung seit Herbst 2002 macht weitere 900 000 Franken aus. Von den 30,9 Millionen Franken wird der Bund 20,4, Kanton und Gemeinden werden 10,52 Millionen zu berappen haben. Über den Halbanschluss und die Furttalstrasse erreichen die Autofahrer aus Richtung Baden/Bern das Shopping-Eldorado in Spreitenbach. Die Furttalstrasse wird mit je einem Kreisel an die Industriesstrasse und die Landstrasse (K274) angebunden. Leo Peterhans, Bauverwalter der Gemeinde Spreitenbach, räumt ein, dass jedes neue Bauwerk Einfluss auf Ökologie und Umwelt nimmt. Doch seien im vorliegenden Fall die Vorteile beträchtlich. Das Projekt beansprucht intensiv genutztes Land und bestehende Strassenrandbereiche von geringem ökologischem Nutzen. Auch mit diesem Projekt wird weiteres Land versiegelt. Ökologische Ausgleichsmassnahmen sind vorgesehen, so im unteren Teil des Dorfbachs zwischen Rangierbahnhof und Limmat. Grosse Entlastung Für die Leute entlang der Landstrasse zwischen Neuenhof und Spreitenbach entscheidend ist die beträchtliche Reduktion der Lärm- und Schadstoffemissionen. In Neuenhof wird der Durchgangsverkehr auf der Landstrasse praktisch hal biert. Der UVB beziffert die Reduktion des Durchgangsverkehrs auf der K274 durch die Gemeinden Spreitenbach, Killwangen und Neuenhof gegenüber heute auf 30 bis 40 Prozent. Allerdings nehmen dafür der Verkehr auf der A1 und mit ihm die Emissionen zu, doch sind davon weit weniger Leute betroffen. Die zusätzlichen Luftschadstoffemissionen auf der Autobahn sollen zudem mit einem «Verkehrsbeeinflussungssystem» reduziert werden, wie es im UVB heisst. Vorgesehen ist ein «dynamisches Tempomanagement», um Staus zu vermeiden. In die Umweltverträglichkeitsprüfung wurden auch archäologische Werte einbezogen. Nordwestlich und östlich der Einfahrt sind nämlich mehrere Fundstellen aus der Mittel- und Jungsteinzeit aktenkundig. Auch am Dorfbach, der als ökologische Ausgleichsmassnahme aufgewertet wird, sind Fundstellen bekannt. Die Kantonsarchäologie soll deshalb in die Planung der Bauarbeiten einbezogen werden. Es sind archäologische Sondierungsarbeiten vorgesehen. Blick von der Härdlibrücke: Die Halbanschluss-Ausfahrt wird zwischen Autobahn und Rangierbahn über eine Rampe zur Härdlibrücke (Furttalstrasse) geführt. Rolf Jenni Aus Richtung Baden/Bern - Eine Rampe zur Furttalstrasse Der A1-Halbanschluss Spreitenbach führt von der Autobahn aus Richtung Baden/Bern über eine Rampe zur Furttalstrasse (Härdlibrücke), die den Güterbahnhof und die Autobahn überquert und ins Industriegebiet Härdli führt. Aus dem Härdli führt ein Anschluss wieder an die A1 Richtung Bern. Autofahrer aus Richtung Zürich erreichen Shoppi und Tivoli weiterhin über den Anschluss Dietikon. Das Bauprojekt umfasst nebst den Ein- und Ausfahrten der A1 den Umbau der bestehenden Strassenüberführung Härdli über die A1 und die Gleise des Rangierbahnhofs sowie den Ausbau der Furttalstrasse bis zur Landstrasse K274 an den Knotenpunkt Rotzenbühl (K274/ Furttalstrasse) und den Knoten Industrie (Industriestrasse/Furttalstrasse). (Kel) Der Zeitplan Die Realisierung des A1-Halbanschlusses wird 2 1/2 Jahre beanspruchen. Sofern das Projekt nicht wieder verzögert wird, ist der Baubeginn im Mai 2006 vorgesehen. Von Mai 2006 bis Februar 2007 würde die Einfahrt, von Juni 2006 bis Herbst 2007 die Ausfahrt gebaut. Es folgen die Arbeiten an der Furttalstrasse und für die beiden Knoten (Landstrasse und Industriestrasse). Die Bauarbeiten würden gemäss dem mit dem Bauprojekt vorgelegten Zeitplan im Juli 2008 abgeschlossen. (Kel) Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >>
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| 18.08.2005; Mittellandzeitung |
Eine Frau als neuer
Gemeindeammann Killwangen Stille Wahlen bei Kommissionen möglich - ein neuer Kandidat für den Gemeinderat Nach dem Verzicht von Willy Holliger kandidiert nur noch die bisherige Gemeinderätin Cornelia Biasca als Gemeindeammann. Der bisherige Vizeammann Alois Greber stellt sich erneut in dieser Funktion zur Verfügung. Bei der Schulpflege sind innerhalb der offiziellen Anmeldefrist mehr Wahlvorschläge eingegangen, als Sitze zu vergeben sind, folglich kommt es zur Urnenwahl. Bei der Wahl der Steuerkommission, des Ersatzmitglieds der Steuerkommission, der Finanzkommission, der Stimmenzähler und der Ersatzstimmenzähler entspricht die Anzahl der gemeldeten Kandidaturen der Anzahl Sitze. Hier könnte es zu einer stillen Wahl kommen, falls während der Nachmeldefrist keine neuen Nominationen mehr gemacht werden. Für den Gemeinderat (5 Sitze) sind folgende Personen angemeldet worden: Cornelia Biasca (1959), CVP, bisher; Hans Ulrich Denzler (1951), parteilos, bisher; Leo Dittli (1943), parteilos, bisher; Alois Greber (1962), CVP, bisher; Markus Würsch (1964), CVP, neu. Für die Schulpflege (5 Sitze) kandidieren: Hugo Bühler (1960), parteilos, bisher; Rainer Carspecken (1967), parteilos, neu; Rolf Egli (1962), CVP, bisher; Fred Heymann (1954), parteilos, bisher; Yvonne Schraner (1957), parteilos, bisher; Thomas Telle (1962), CVP, neu. Nominiert für die Steuerkommission (3 Sitze) sind: Marcel Greder (1946), parteilos, bisher; Martin-Bernhard Odermatt (1947), parteilos, bisher; Hans Schneider (1938), CVP, bisher; als Ersatzmitglied Steuerkommission (1 Sitz): Denise Meyer (1957), parteilos, neu. Für die Finanzkommission (3 Sitze) stellen sich zur Wahl: Armin Betschart (1954), FDP, bisher; Beat Gysi (1949), FDP, bisher; Pascal Pfammatter (1969), CVP, neu. Ins Wahlbüro kandidieren als Stimmenzähler und Stimmenzählerinnen (3 Sitze): Pijus Chanda (1964), FDP, bisher; Susanna Sprenger (1958), parteilos, neu; Manya Würsch (1961), CVP, bisher; Wahl büro/Ersatz-Stimmenzähler (2 Sitze): Rita Schuler (1942), parteilos, neu; Rita Sdiri (1958), CVP, bisher. (bgu)
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| © Aargauer Zeitung / MLZ; 17.08.2005 |
Entlastung vom
Einkaufsverkehr Spreitenbach Bauprojekt für A1-Halbanschluss liegt auf Im Dezember 2004 hat der Bundesrat das Generelle Projekt für den Halbanschluss Spreitenbach an die A1 genehmigt. Seit Montag liegt nun das entsprechende Baugesuch in Spreitenbach öffentlich auf. Das gut 30 Millionen Franken teure Projekt sieht in Spreitenbach eine Einfahrt in Fahrrichtung Baden-Bern sowie eine Ausfahrt aus der gleichen Richtung vor. Dadurch kann der «Einkaufsverkehr» bis kurz vor dem eigentlichen Ziel in Spreitenbach auf der A1 bleiben. Der Halbanschluss wird vorab die Gemeinden Neuenhof, Killwangen, Würenlos und Spreitenbach vom starken Durchgangsverkehr entlasten. Für dieses Bauprojekt wird mit Kos-ten von gut 30 Millionen Franken gerechnet. Davon übernimmt der Bund rund 20 Millionen Franken, für den Rest kommen der Kanton und die betroffenen Gemeinden auf. Falls alles rund läuft und keine Einsprachen erfolgen, wird voraussichtlich im kommenden Sommer mit dem Bau begonnen. Zielvorgabe für die Einweihung ist das Jahr 2008. (mz) Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >>
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| © Mittelland Zeitung; 09.08.2005 |
Willy Holliger
verzichtet Als amtierender Gemeindeammann gab Willy Holliger gestern bekannt, dass er für die kommende Amtsperiode 2006-2009 nicht mehr zur Verfügung stehe werde. «Die Meinungsunterschiede innerhalb vom Gemeinderat sind zu gross geworden», schreibt der Gemeindeammann hierzu. (az) |
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| © Mittelland Zeitung; 30.07.2005 |
Wanderer müssen ausweichen Limmattal Kanton erstellt für die Zeit der Sanierung der Autobahnbrücken einen provisorischen Steg. dieter minderAb Oktober wird eine neue Brücke über die Limmat führen. Doch zu sehr sollten sich die Wanderer nicht daran gewöhnen, denn 2 Jahre später soll sie wieder abgebrochen werden. Die Autobahn zwischen der Kantonsgrenze und der Limmatbrücke bei Neuenhof braucht dringend einen neuen Belag. Das grosse Problem: Wie kommen die Tausenden von Autos an der Baustelle vorbei? «Wir planen je 3 und 3 Fahrspuren offen zu halten», sagt Walter Waldis von der Abteilung Tiefbau des kantonalen Baudepartementes. Das würde jedoch im Bereich der Brücken nicht funktionieren. Falsch gespart «Um zu sparen, wurden damals die Standspuren auf den Brücken nicht 3, sondern nur 1,25 m breit gemacht», sagt Waldis. Nun rächt sich die Sparaktion. Bevor die Autobahn saniert werden kann, müssen die Brücken verbreitert werden. Zwischen der Autobahnraststätte Würenlos und dem Indus-triegebiet Spreitenbach überquert die Autobahn das Furtbachdelta und danach die Limmat, teilweise ist sie als Lehnenviadukt konzipiert. Um die Autobahnbrücken verbreitern zu können, müssen die Uferwege gesperrt werden. Das wird von Oktober 2005 bis Frühjahr 2007 der Fall sein. Um den Fussgängern und Velofahrern den Umweg über die Härdlibrücke und den Bahnhof Killwangen zu ersparen, soll eine provisorische Fussgängerbrücke in Verlängerung des bestehenden Steges beim Kessel Spreitenbach erstellt werden. Momentan liegt das Baugesuch dafür in Spreitenbach und Würenlos auf. Die lichte Höhe vom Wasserspiegel bis zur Unterkante der Träger wird 1,5 bis 2 m betragen. 6 Stahljoche sowie die beiden Kopffundamente an den Ufern sollen sie tragen. Die Träger der Joche werden bis in den tragfähigen Boden der Limmat hinuntergerammt. Beim Rammen durch den bestehenden Limmatschlamm schliesse sich dieser sogartig an das Stahlprofil an und verhindere so das Eindringen von Limmatwasser ins Grundwasser, heisst es im Projektbeschrieb. Dies passiere analog dem bewilligten Rammvorgang für das Lehrgerüst der Autobahnbrücke Würenlos-Killwangen. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Brücke abgebrochen. Die eingerammten Träger sollen durch Taucher bündig zur Flusssohle abgetrennt werden. Die Kosten für das Bauwerk sind auf 132 000 Franken veranschlagt. Darin inbegriffen sind beidseits kurze Wegstücke, um den Anschluss an den Steg zu gewährleisten. |
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| Mittelland Zeitung; 26.07.2005 |
62 Prozent zu schnell Spreitenbach Die Regionalpolizei Spreitenbach hat an verschiedenen Orten in Spreitenbach, Bergdietikon und Killwangen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Schwergewichtig wurde dabei in den Tempo-30-Zonen von Spreitenbach und Killwangen kontrolliert. In Bergdietikon an der Bergstrasse und an der Industriestrasse, wobei beide Strassen mit 50 km/h signalisiert sind. An der Industriestrasse wurde ein Fahrzeuglenker mit 90 km/h gemessen. Dieser Lenker wird verzeigt und hat zusätzlich mit Führerausweisentzug zu rechnen. Bei der Kontrolle in Spreitenbach, in der Zone 30 an der Brüelstrasse, wurden während etwas mehr als einer Stunde total 112 Fahrzeuge gemessen, von welchen 24 zu schnell unterwegs waren. Der Schnellste fuhr mit 52 km/h. An der Steinigstrasse in Killwangen wurde in der Zone 30 kontrolliert; dort fiel das Ergebnis besonders negativ aus. Von den total 98 gemessenen Fahrzeugen waren nicht weniger als 61 zu schnell unterwegs, was einem Anteil von 62 Prozent entspricht. Der Schnellste war mit 58 anstelle der erlaubten 30 km/h unterwegs. In nächster Zeit werden noch weitere Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. |
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| Limmattaler Tagblatt / MLZ; 21.07.2005 |
Kompetentes Kader Spreitenbach Kanton mit Feuerwehr sehr zufrieden Die Inspektion der Feuerwehr Spreitenbach/Killwangen durch das Aargauische Versicherungsamt habe ergeben, dass die Feuerwehr über eine sehr gut ausgebildete Mannschaft mit einem kompetenten Kader verfüge. Dies teilt der Gemeinderat Spreitenbach mit. (lt) |
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| Mittelland Zeitung; 18.07.2005 |
killwangen Prüfungserfolg Nadja Meier, Nussbaumen, hat die kaufmännische Lehre auf der Gemeindeverwaltung Killwangen absolviert und die Lehrabschlussprüfung (Berufsmaturität) mit Erfolg bestanden. (az) |
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Mittelland Zeitung 15.07.2005 |
«Rösli Schärer» im Fernsehen
Rupperswil Die Sängerin Lys Assia hat ihre Wurzeln im Aargau. An der Rupperswiler Schützenstrasse brachte am 2. März 1924 der Storch der Familie Schärer als zwölftes Kind Rosa Mina ins Haus. Als Lys Assia wurde das «Rösli», wie die Mutter ihr Nesthäkchen nannte, weltbekannt. Heute ist die inzwischen 81-Jährige zwar als Sängerin nicht mehr auf der Bühne aktiv. Aber noch immer ist Lys Assia, die mit ihrem Lied «O mein Papa» als erste Gewinnerin des Grand Prix Eurovisione de la Chanson im Jahre 1956 weltbekannt wurde, ab und zu auf den flimmernden Fernsehschirmen zu sehen. So kann man am kommenden Samstag wieder einmal Wiedersehen mit der einst berühmten Sängerin feiern. Sie wurde eingeladen von Michael Schanze, der in seiner zweistündigen Sendung «Herzliche Glückwünsche» an Jubiläen erinnert.
Nach ihrem Hit «Schick mir keine Rosen mehr» wurde es um die zuvor im grellen Rampenlicht stehende Sängerin plötzlich still. Lys Assia heiratete 1964 den dänischen Generalkonsul und Hotelbesitzer Oscar Petersen. Die Lebensgeschichte des Rupperswiler «Rösli» ist in allen Details bekannt. In Lys Assias Biografie fehlt aber hartnäckig der Dorfname Rupperswil. Auch in der jüngsten wird als Geburtsort immer noch Lenzburg genannt. Dass dies nicht stimmt, bestätigt auch der Rupperswiler Gemeindeschreiber Hans Zuber. Lys Assia wurde tatsächlich in Rupperswil geboren. Allerdings zog ihre Familie bald nach ihrer Geburt nach Killwangen und später nach Zürich. Dort arbeitete «Rösli» als Liftgirl in einem Warenhaus und sang abends in der Zürcher Maxim-Bar. Auf Druck ihrer Mutter lernte sie dann doch einen «rechten» Beruf und wurde Coiffeuse.
Heute lebt Lys Assia zurückgezogen in Travemünde und
in einem Schloss in Südfrankreich. Am Samstag aber wird sie bestimmt in
allen Rupperswiler Stuben zu Gast sein. (-hf-) Biographie (Wikipedia) >> Biographie (Shulla.com) >> Zum reinhören >>
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| Mittelland Zeitung; 13.07.2005 |
Bezirk Baden ist der Nettozahler Bezirk Baden Mit dem Finanzausgleich wird die Kluft zwischen armen und reichen Gemeinden im Aargau gemildert. 2005 erhalten 78 Gemeinden 24,5 Millionen, 2006 73 Gemeinden 23,8 Millionen Franken. dieter minderDen Gemeinden im Bezirk geht es finanziell gut. Keine ist mehr auf Finanzausgleich angewiesen. Dafür liefern neun insgesamt 3,825 Millionen Franken zugunsten schlechter gestellter Gemeinden ab. Als letzte Gemeinde im Bezirk hat Künten 2004 noch 50 000 Franken aus dem Finanzausgleich erhalten. Im laufenden und im kommenden Jahr wird kein Geld mehr aus diesem Topf in den Bezirk Baden fliessen. Dafür werden neun Gemeinden (Tabelle unten) insgesamt 3,825 Millionen Franken (Zahlen gerundet) in den horizontalen Finanzausgleich abliefern müssen. Die grösste Nutzniesserin in den letzten 20 Jahren war Turgi. Zwischen 1989 und 1996 erhielt sie total 3,82 Millionen Franken. Künten wurde mit 3,097 Millionen unterstützt. 2000 waren es lediglich 340 Franken gewesen, die der Gemeindekasse gutgeschrieben worden waren. Wohlenschwil erhielt von 1985 bis 2001 (mit Unterbrüchen) 1,523 Millionen. In 3 Tranchen, 1994, 1996 und 1999, erhielt Stetten 240 000 Franken. Auf 238 000 Franken brachte es Freienwil. Zahlungskräftiges Zentrum Fünf Gemeinden des Bezirks haben in den letzten 20 Jahren regelmässig Beiträge in den horizontalen Finanzausgleich geleistet: Bergdietikon, Killwangen, Oberrohrdorf, Obersiggenthal und Wettingen. Nur während einiger Jahre haben Baden, Bellikon, Ennetbaden, Mägenwil, Niederrohrdorf, Remetschwil, Spreitenbach, Unterehrendingen, Untersiggenthal, Würenlingen und Würenlos Beiträge bezahlt. 2002 waren es ein Dutzend Gemeinden, die zahlten, im laufenden Jahr sind es zehn Gemeinden, im nächsten Jahr noch neun. Markant haben sich die Beiträge aus dem Bezirk in den Jahren 1996/1997 erhöht. Die Steuerfüsse sanken, die Steuerkraft stieg. In jenen Jahren hatte die Stadt Baden sich dank einem zielgerichteten Finanzmanagement wieder erholt. Unter anderem waren die Pflichtabschreibungen auf das Maximum von 15% erhöht worden. In der Folge sank der Steuerfuss. Die Stadt schaffte sich den Spielraum für die seither laufenden Investitionen. Eine der Konsequenzen, sie musste ab 1996 Beiträge zahlen. Im ersten Jahr waren es noch 143 000 Franken gewesen, in diesem Jahr sind es 1,047 Millionen Franken. Von 1995 bis 1997 stieg der Wettinger Beitrag von 687 000 auf 1,183 Millionen Franken. Die grösste Gemeinde im Kanton ist eine der verlässlichen Zahlerinnen. Zwischen 1985 und 2005 haben die Wettingerinnen und Wettinger dem horizontalen Finanzausgleich rund 15,929 Millionen Franken abgeliefert. Mit ihrem tiefen Steuerfuss leistet sie somit nicht nur einen Beitrag zugunsten der eigenen Steuerzahler, sondern auch an die finanzschwächeren Gemeinden des Kantons. Dabei ist ihre Steuerkraft, im Vergleich mit anderen, nicht gerade berauschend (Tabelle links). Eine traditionell hohe Steuerkraft weisen Bergdietikon und Oberrohrdorf aus. Beide konnten dank ihrer Lage gut verdienende Einwohner (sie wohnen meist in Eigenheimen) anlocken. Aus Bergdietikon sind innert 20 Jahren 10,053 Millionen und aus Obersiggenthal 8,276 Millionen in den Finanzausgleich geflossen. Killwangen muss 2006 erstmals seit 20 Jahren nichts abliefern. Immerhin hat sie in dieser Zeit 1,353 Millionen bezahlt. Die teilweise gespannte Finanzlage, mit einem Steuerfuss bis zu 105%, spiegelt sich in den geringen Beiträgen der Jahre 2002 und 2003. Ebenfalls wieder aus der Zahlerliste verabschiedet hat sich Würenlos. Sprudelnde Steuerquelle Eine weitere Steigerung der Beiträge an den horizontalen Finanzausgleich ist in den Jahren 2001 bis 2003 festzustellen (Grafik). Sie hänge sicher auch mit der Umstellung auf die jährliche Steuerveranlagung zusammen, sagt Markus Urech, Chef des kantonalen Gemeindeinspektorates. Viele Nachträge hätten sich ebenfalls auf die Steuerkraft der Gemeinden ausgewirkt. In jener Zeit herrschte grosse Unsicherheit über die Steuereingänge. Die Gemeinden budgetierten sehr vorsichtig und wurden dann von massiv höheren Steuereingängen überrascht. Industrie dank Autobahn Seit 2002 zählt Mägenwil zu den zahlenden Gemeinden. Zur Steuerkraft tragen die im Verhältnis zu anderen Gemeinden hohen Aktiensteuern bei. Ihr Anteil beläuft sich auf rund 23%. Die Gemeinde nutzt ihre Lage an der Autobahn. Sie hat ein grosses und gut erreichbares Industrie- und Gewerbegebiet eingezont. Dort haben sich Unternehmen angesiedelt. Seit 1984 hat die Gemeinde den Steuerfuss von 125 auf 100% senken können. Beiträge in den Finanzausgleichsfonds haben Gemeinden zu leisten, deren Steuerfuss mehr als fünf Prozentpunkte unter dem Kantonsmittel und deren Steuerkraft über dem Kantonsdurchschnitt liegt. Daraus werden 3 Faktoren ermittelt, die zusammen multipliziert den Beitrag der Gemeinde ergeben. Faktor 1 basiert auf der Steuerkraft der Gemeinde inklusive Aktiensteuern, Faktor 2 auf der Steuerkraft pro Einwohner und Faktor 3 auf dem Steuerfuss der Gemeinde. In den letzten Jahren ist der durchschnittliche Steuerfuss im Kanton Aargau zurückgegangen. Mit 113% war 1996 ein Höhepunkt erreicht worden. Seither ist er auf 108 % gesunken. 9 Gemeinden müssen zahlen Beiträge in den Jahren 2005 und 2006 Gemeinde Steuerfuss Steuerkraft Beitrag Beitrag 2004 in % je Einwohner 2005 2006 Baden 100 4020.7 1 046 630 943 330 Bellikon 102 2936.1 - 22 320 Bergdietikon 93 3762.6 567 840 316 500 Ennetbaden 100 3616.6 157 040 137 410 Killwangen 95 2240.9 83 180 - Mägenwil 102 2397.9 25 110 17 140 Oberrohrdorf 93 4003.8 405 560 546 310 Obersiggenthal 98 2759.2 411 180 318 750 Remetschwil 93 3350.8 192 010 209 670 Wettingen 92 2576.3 1 052 270 1 313 950 Würenlos 104 2829.7 34 040 - Total 3 975 860 3 825 380
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| Mittelland Zeitung; 29.06.2005 |
Die Fachstelle für Altersfragen erhält Zuwachs Baden-Ennetbaden Die Pro Senectute Aargau stellt ab 2006 Netzwerk und Know-how auch den Gemeinden Bergdietikon, Killwangen und Obersiggenthal zur Verfügung. Roman HUberMit Erfolg hilft die Pro Senectute des Bezirks und organisiert Aktivitäten. Die Regionale Fachstelle für Altersfragen wirkt ergänzend, indem sie informiert, koordiniert und vernetzt. Davon sollen möglichst viele Gemeinden profitieren. Seit 1999 gibt es für Baden und Ennetbaden eine Informations- und Fachstelle für Altersfragen. Sie wird von Roland Guntern, Fachperson der Pro Senectute Aargau, geführt. Für diese Stelle haben die Stadt Baden und die Gemeinde Ennetbaden mit der Pro Senectute Aargau eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Vor Jahresfrist prüfte man, die Stelle auf weitere Gemeinden auszuweiten. Einige sind daran interessiert, von diesem Angebot Gebrauch machen zu können. Die Stelle erwies sich bereits im kleineren Rahmen als ideale Plattform für alle Organisationen und Institutionen der Altersarbeit, aber auch für die Bevölkerung selber sowie Behörden und Verwaltungen. Eine regionale Stelle soll laut Daniela Oehrli, Stadträtin von Baden, Synergien schaffen und sei darum sinnvoll, ebenso die Kooperation mit der Pro Senectute und ihrem anerkannten Know-how. erster schritt zur Erweiterung Die Beratung und Information für Altersangelegenheiten fordert die Verwaltungen zunehmend. Die Regionale Fachstelle kann bei Fragen und Koordinationsbedarf helfen. Die niederschwellige Information dient auch der sozialen Sicherheit. Damit bezwecke die Fachstelle, die Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten sowie Initiative, Selbsthilfe und -verantwortung zu fördern. Pro Jahr seien es gegen 270 Personen, die sich beraten liessen, erläutert Guntern. Rund 2500 Senioren und Seniorinnen erhalten das Infoblatt. «Doch der Anteil der über 65-Jährigen wird markant ansteigen, und die Bedeutung der Fachstelle entsprechend grösser», sagt Guntern. Die Senioren sind nicht nur älter, sondern auch länger gesund und darum aktiver. Wie auch für andere Bevölkerungsgruppen müssen betagte Menschen auf eine attraktive Infrastruktur zurückgreifen können, sagt Daniela Oehrli. Zudem sind inzwischen aus dieser Fachstelle sowohl der Besuchsdienst als auch der (selbstständige) Senioren- und Seniorinnenrat der Region hervorgegangen. Entscheide noch ausstehend Mit dem Anschluss der Gemeinden Bergdietikon, Killwangen und Obersiggenthal soll die Stelle auf 60 Prozent aufgestockt werden. Die Pro Senectute erhält für deren Betrieb 117 070 Franken; die Investitionskosten für die Erweiterung betragen 35 000 Franken. Die Kosten werden auf die Gemeinden verteilt. Würden weitere Gemeinden betreten, kämen die Kosten tiefer zu stehen. Das Interesse sei vorhanden, erklärt Oehrli: Spreitenbach wolle erst das Bedürfnis abklären, und in Wettingen sei man auf offene Ohren gestossen. Esther Egger, Gemeinderätin in Obersiggenthal, würde es als sinnvoll erachten, wenn man den Kreis zusätzlich ausweiten könnte. Die Regionale Fachstelle wird ab 2006 in Betrieb gehen. Vorgängig haben die Gemeinden noch die nötigen Budgetkredite zu genehmigen. An der Erweiterung beteiligt: Von der Exekutive (hinten, v. l.) Cornelia Biasca (Killwangen), Brigitte Diggelmann (Bergdietikon), Fritz Gläser (Ennetbaden), Esther Egger (Obersiggenthal) und Daniela Oehrli (Baden); die Fachvertreter (vorne, v. l.) Josef Sieber (Stiftungsrat Pro Senectute Aargau), Roland Guntern (Fachstelle), Barbara Haag (Geschäftsstelle Pro Senecutete, Bruno Fritschi (Seniorenrat). rr Aufgaben der Regionalen Fachstelle - Informationsstelle für die angeschlossenen Gemeinden - Herausgabe der Informationsbroschüre für Seniorinnen und Senioren - Informationsvermittlungen und Triage für Bevökerung dieser Gemeinden - Vermittlungsstelle Besuchsdienst - Organisation und Durchführung des Altersforums - Ansprechstelle für Beteiligte am Altersforum und an Arbeitsgruppen - Projektarbeiten aus dem Altersforum und mit den Gemeinden - Öffentlichkeitsarbeit - Zusammenarbeit mit dem Senioren- und Seniorinnenrat Region Baden Aufgaben Pro Senectute Bezirk - Sozialberatung und finanzielle Hilfe für die Bevölkerung des Bezirks Baden - Organisation und Durchführung von breiten Bildungsangeboten - Organisation und Durchführung des Mahlzeitendienstes für den Bezirk - Organisation und Durchführung des Haushilfe-, Reinigungs- und Gartendienstes - Organisation und Durchführung des Steuererklärungsdienstes - Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Treffs (Mittagstische, Spielnachmittage, Ausflüge etc.) - Organisation und Durchführung von Sportangeboten in allen Gemeinden - Geburtstagsbesuche (ab 75-jährig) |
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| Mittelland Zeitung; 25.06.2005 |
Falschmaler
Falschmaler Da hatte die Firma Roberit AG, Spezialist und im Kanton Aargau beinahe Monopolist für Strassenmarkierungen, wenig Freude an der Glosse in der AZ vom 17. Juni, bei der man sich über falsche Markierungen amüsieren konnte. Auf den Spott - allerdings völlig zu Unrecht - brauchte die Firma Roberit AG nicht lange zu warten. Nur: Ihr Fehler war es nicht, denn der Gemeinderat Killwangen hatte kurzfristig und aus unerklärlichen Gründen die Arbeiten ohne Konkurrenzofferte einer andern Firma übergeben, wovon selbst das örtliche Bauamt nichts wusste. |
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| Mittelland Zeitung; 24.06.2005 |
Eine neue Spanischbrötlibahn soll durch das Limmattal
fahren Verkehr im Limmattal Die Stadtbahn Limmattal soll als «Mittelverteiler» noch mehr Pendler von der Strasse auf die Schiene locken. In den Kantonen Aargau und Zürich soll das Trassee ausgeschieden werden. dieter minder«In den nächsten 10 Jahren wird noch keine Stadtbahn fahren, aber planerisch muss das Trassee gesichert werden», sagt der Spreitenbacher Gemeindeammann Rudolf Kalt. Als Vorläufer einer Bahn könnten auf dem Trassee auch Busse eingesetzt werden. Die Stadtbahn Limmattal ist eine Idee, die im Rahmen der Plattform Aargau Zürich (PAZ) entstanden ist. Den Namen Stadtbahn hat sie in Anlehnung an die Stadtbahn Glatttal erhalten (nebstehender Text). Auch wenn in den nächsten Jahren noch nicht gebaut wird, soll das Trassee der Stadtbahn jetzt schon planerisch gesichert werden. «Wir in Spreitenbach haben noch genügend Platz, um ein Trassee zu sichern», sagt Kalt. Die einst grosszügige Planung in den 60er-Jahren zeigt hier ihre Vorzüge. Doch statt motorisierter Individualverkehr könnte auf den Achsen eine Bahn verkehren. Problematischer ist es im Zürcher Limmattal. Dort ist der Talboden dicht bebaut. Um das Problem zu lösen, wurde bereits wieder von einer U-Bahn gesprochen. Es ist vorgesehen, dass das Stadtbahntrassee bei der Industriestrasse die Mutschellenstrasse beziehungsweise die Kantonsgrenze überquert (Karte). Von dort würde das Trassee entlang der Industriestrasse bis östlich des Tivoli führen. In einer S-Kuve soll die Achse zur Landstrasse verschoben werden. Hier käme sie zwischen Tivoli und Landstrasse zu liegen und würde bis zum Bahnhof Killwangen führen. Die Industriestrasse ist nach den geltenden Plänen 4-spurig vorgesehen, besteht aber nur aus 2 Spuren. «Die beiden nicht gebauten Spuren können für die Stadtbahn reserviert werden», sagt Kalt. Wenn statt einer Bahn noch ein Bus fahren würde, müsste nichts gebaut werden. Um ihn vor Knotenpunkten zu bevorzugen, würden Busspuren reichen. Im Bereich der Fussgängerbrücke Shoppi-Tivoli ist eine Haltestelle vorgesehen. Dort war in den 70er-Jahren die Endstation der Zürcher U-Bahn geplant. Einzelne Fundamente aus jener Zeit sind noch im Boden. Für die Stadtbahn können sie aber nicht gebraucht werden. Dafür soll die Stadtbahn bei der geplanten neuen Fussgängerbrücke mitberücksichtigt werden. Es gilt, Baulinien anzupassen Wenn das Trassee im kantonalen Richtplan fixiert ist, sollen in einem nächsten Schritt die Baulinien angepasst werden. Besonders dort, wo das Trassee von der Industriestrasse zur Landstrasse wechselt, wird es zu Einschnitten kommen. Bahnen haben wesentlich grössere Kurvenradien als Busse. Dadurch werden Grundstücke tangiert. Für die Behörden geht somit der Verhandlungsstoff nicht aus. Mit der gewählten Achse Industriestrasse würde vor allem das Industriegebiet besser erschlossen. Für jenes Gebiet liegen verschiedene Bauprojekte, darunter dasjenige der Ikea, vor. Drang nach Westen Interessant ist das Plandetail Bahnhof Killwangen. Dort ist eine Wendeschlaufe für die Stadtbahn vorgesehen. Nach der heutigen Planung soll diese ja zwischen Altstetten und Killwangen verkehren. Etwas weniger dominant wird zumindest zeichnerisch eine Weiterführung der beiden Gleise in Richtung Westen angedeutet. Wann und welche Route die Stadtbahn einmal einschlagen könnte, steht noch in den Sternen. «Es könnte sein, dass sie die Limmat überquert und via Wettingen bis Baden führen würde», mutmasst Kalt. Neuenhof ist mit der S-Bahn und dem Bus gut erschlossen, ein Stadtbahntrassee hätte hier keinen Platz mehr. Offen ist auch noch die Frage der Spurweite. Infrage käme sowohl eine Normalspur, wie sie die SBB verwenden, oder eine Schmalspur wie bei Trams üblich. Richtplan Kanton Zürich Die Linie ist im Richtplan des Kantons Zürich als Stadtbahn oder Bus mit weitgehendem Eigentrassee definiert. Der Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Altstetten und Schlieren sowie Dietikon bis Kantonsgrenze soll mittelfristig realisiert werden. Das Zwischenstück (Karte, orange) ist ein langfristiges Vorhaben. Es soll ein Trassee Kantonsspital Limmattal geprüft werden. Auch eine Kombination mit der Bremgarten-Dietikon-Bahn (BDWM) ist im Gespräch. Stadtbahn Glatttal Die Investitionen in die festen Anlagen (Land, Trassee und bahntechnische Anlagen) der Glatttalbahn belaufen sich auf rund 537 Millionen Franken (Preisbasis 2001). Den Kredit hatten die Stimmberechtigten am 9. Februar 2003 gutgeheissen. Die Stadtbahn verbindet drei im kantonalen Richtplan fixierte Zentrumsgebiete (Kloten/Flughafen/ Opfikon, Oerlikon und Walisellen/ Schwamendingen. Im Glattal wohnen gegen 142 000 Personen. Diese Zahl dürfte bis 2015 auf etwa 148 000 steigen. Die Zahl der Beschäftigten wird sich gemäss kantonaler Prognose von 170 000 auf 222 000 erhöhen. Bei der Verkaufsfläche wird eine Zunahme um 10% auf 468 000 m2 erwartet. Plattform Aargau Zürich Die Plattform Aargau Zürich (PAZ) ist eine kantonsübergreifende Konferenz von Politikern und Planern. Sie treffen sich in der Regel zweimal pro Jahr. Entlang der Grenze, insbesondere im Limmattal, sind die Kantone so eng zusammengewachsen, dass eine individuelle Planung unhaltbar geworden ist. (dm) Das Trassee der Stadtbahn Limmattal soll in den Richtplänen der Kantone Aargau und Zürich fixiert werden. Die Fussgängerbrücke zwischen Shoppi und Tivoli, soll ersetzt werden. Auf der Seite des Tivoli ist eine Haltestelle vorgesehen. walter schwager
Planauflage Bis Ende Juni in den Verwaltungen der Gemeinden Baden, Bergdietikon, Killwangen, Neuenhof, Spreitenbach, Rudolfstetten-Friedlisberg, Wettingen und Würenlos. Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >> |
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| Neue Zürcher Zeitung; 23.06.2005 |
Basar am Bahnhof Die Stunde der thermischen Traktion PS P. S. Wie heisst es so schön, wenn das Tram nicht mehr fahren kann: «Es werden Autobusse eingesetzt, es ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen.» Genau das galt am Mittwochabend auch bei den SBB, und neben den Dieselbussen, die für einmal die Farben ihrer Städte und Regionen in die weite Schweiz hinaus tragen durften, zogen die Bundesbahnen auch ihre eigene thermische Traktion bei. In Luzern beispielsweise, so wird berichtet, lag vor dem Bahnhof ein Hauch von Orient in der Luft, nicht nur der Hitze wegen. Busse fuhren vor, solche im Blau der Leuchtenstadt, aber auch Gefährte aus Zug und Zofingen, und Eisenbahner riefen spontan «Bern, ohne Halt». Um 20 Uhr dann begannen sich die Räder aus Eisen wieder zu drehen, und eine neue Diesellokomotive, auf der es gross Cargo heisst, machte sich mit einem stattlichen Zug auf Richtung Olten. Kurz darauf wurde auch einem älteren brummenden Semester die Ehre zu Teil, für einmal nicht bloss Hilfs- oder Dienstwagen zu verschieben, sondern eine Komposition mit vier Personenwagen und zahlenden Reisenden an Bord, Ziel Arth-Goldau. In Zürich fanden die elektrischen Lokomotiven und Triebwagen ab 20 Uhr ihren Schnauf wieder, synchron mit dem grossen Abfahrtsanzeiger, der sich erst darauf beschränkte, das anzuzeigen, was bei den SBB «Fernverkehr» heisst. Im ersten Zug nach Basel, einem ICE der Deutschen Bahn, der den Hauptbahnhof um 21 Uhr verliess, führte die Fahrt vorbei an dunklen Geisterzügen. Intercity- Kompositionen, so meldeten Reisende, hatten mit so profanen Endstationen wie Killwangen- Spreitenbach vorlieb nehmen müssen. Und der kurzfristige Ausfall des Lichts im Flaggschiff der Bahn aus dem Norden blieb an einem Abend wie diesem nicht mehr als bloss eine Episode. Zu ähnlicher Stunde hatten sich übrigens aus dem Limmattal auch wieder erste Güterzüge nach dem Süden aufgemacht. Sollte Ähnliches wieder einmal vorkommen, wäre eines nicht ausser acht zu lassen: Ab fast jedem Bahnhof in der Schweiz fährt auch fahrplanmässig ein Bus, und dieser hat sicher irgendwo Anschluss . . . |
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| Limmattaler Tagblatt 22.06.2005 |
«Gründet den
Kanton Limmattal» 6. Wirtschaftsforum Der öffentliche Verkehr kann noch einiges dazulernen Beim öffentlichen Verkehr sind die Schweizer längst nicht mehr die Besten. Doch es gibt Lösungsansätze und neue, wichtige Projekte - auch im Limmattal. Dies das Fazit des 6. Forums Wirtschaftsstandort Limmattal des Limmattaler Tagblatts. Flavio FuoliOb wir im öffentlichen Verkehr noch die Besten seien, fragte Fritz Luchsinger gestern Nachmittag in der Hostellerie Geroldswil vor rund 200 Gästen am Wirtschaftsforum rhetorisch. Natürlich sind wir es nicht mehr, wenn man dem Direktor der BDWM Transport AG und der Limmat Bus AG Glauben schenken darf. Luchsinger zeigte einige Beispiele, die für Schmunzeln sorgten. Er präsentierte eine Unzahl von Fotos, welche den Billettautomaten-Wildwuchs in den Schweizer Städten, Regionen und Kantonen zeigte. Sich da noch auszukennen, sei schlicht unmöglich. Heiterkeitserfolge erntete Luchsinger auch mit der Präsentation von heute noch verkehrenden Bahnen aus den 60er-Jahren, darunter auch solche aus seinem Unternehmen. Er verglich diese Kompositionen mit den damals aktuellen Automarken. Erst da wurde einem bewusst, wie altertümlich bei uns manchmal die Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs daherkommt. Luchsinger liess nicht unerwähnt, dass die öffentlichen Verkehrsunternehmungen in einem angespannten Umfeld stünden. Die Erträge würden stagnieren, die Kosten steigen. Er erwähnte beispielsweise die Sicherheitsproblematik (Überwachungskameras), welche vor kurzem noch nicht bekannt war, welche die Unternehmen aber viel kosten würde. Bei vielen negativen Beispielen sind die Anbieter gefordert. Für Luchsinger sind etwa die Billettpreise zu hoch, das Preissystem zu kompliziert - jede Region kennt einen eigene Tarifverbund - oder ist der «barrierefreie Zugang», gemeint sind einfache Billettautomaten, nicht gewährleistet. Auch sei das Ticketing in der Schweiz generell zu kompliziert, der Wagenpark zu alt und es müsse hierzulande immer das Rad neu erfunden werden. Kurz: Dem öV fehle das gute Image. Luchsinger erwähnte auch positive Ansätze, nicht zuletzt für unsere Region, die «auch in Zukunft wichtig bleiben werde». So stelle der öffentliche Verkehr heute bei Firmenansiedlungen oder auf dem Wohnungsmarkt einen guten Standortvorteil dar. Ein Problem sei die Kantonsgrenze (Tarifsystem), was Luchsinger ausrufen liess: «Gründet den Kanton Limmattal, wenigstens punkto Mobilität.» Er forderte auf, Visionen zu haben, etwa die geplante Stadtbahn unterirdisch zu führen oder auch einer Swiss-Metro eine Chance zu geben. «öV ermöglicht Wachstum» Der zweite von drei Rednern, Martin Osuna, als Marktmanager Agglomeration der VBZ ebenfalls dem öffentlichen Verkehr zugewandt, pries ihn als grosse Organisationsleistung. In seinem 500 000 Einwohner umfassenden Gebiet (darunter auch das Limmattal) bringe man jedes Jahr 308 Millionen Menschen an ihr Ziel. Und dies, obwohl jeder zweite im Gebiet mit dem Auto zur Arbeit fährt. Ohne die Leistung des öffentlichen Verkehrs, ist sich Osuna sicher, würde es zum Verkehrskollaps kommen. Zum Vergleich: Ohne öV würde im selben Gebiet zwei Drittel der Fläche für Strassen- und Parkraum benötigt, bei einem Anteil von 50 Prozent am Gesamtverkehrsaufkommen nur noch ein Drittel. Osuna pries anhand der geplanten Stadtbahn Limmattal den öV als Wachstumsmotor. Entlang der Strecke vom Farbhof bis nach Killwangen könnte eine grosse Entwicklung stattfinden. Und weil das Tram ein besseres Image als die Busse hätten («sicherer, pünktlicher, fortschrittlicher»), würde es sich lohnen, auf die Karte Stadtbahn zu setzen, sagte Osuna. Allerdings: Auch die VBZ kann sich noch etwas moderner geben. Auf Fragen aus dem Publikum musste Osuna beispielsweise zugeben, dass es noch nicht möglich ist, von Dietikon aus ein Einzelbillett mit dem Tarifverbund Baden zu lösen. Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 20.06.2005 |
Toleranz gehört
zum Verkehr Tempo 30 Endlich habt Ihr in Killwangen als letzte Gemeinde im Limmattal Tempo 3O eingeführt. Klare Linien und beschränkende Vorschriften habt ihr ohne zwingenden Grund eingeführt. Fahrbahneinengende Pfosten markieren den Kampfplatz zwischen Velo und Auto. Plötzlich braucht Ihr zum Parkieren willkürlich gemalte Vierecke. Die auf den Strassen praktizierte und gut funktionierende Toleranz ist nicht mehr erwünscht. Klare Rechte und Pflichten regeln den Verkehr. Warum? Locken die Einnahmen der Bussengelder oder widerspiegeln diese Zwänge die beschränkte Gesinnung des Gemeinderates? S. Friedrich, Baden Unbefriedigende Antwort des ammanns AZ, 13. 6. An der letzten Gemeindeversammlung musste ich feststellen, dass der Gemeindeammann das Ressort Personelles nicht im Griff hat. Nur so kann ich mir erklären, dass er vorgängig nicht gemerkt hat, dass auf der Gemeindekanzlei vieles nicht gut läuft und es unvorhergesehene Rechnungen von 215 868 Franken (Budget 9000 Franken) gibt. Von einem Gemeindeammann erwarte ich Weitsicht. «Der Gemeindeschreiber hat eben alles im Kopf gehabt und jetzt ist er nicht mehr da», reicht als Rechtfertigung nicht aus. Wie ich ebenfalls feststellen muss, hat die neue Gemeindeschreiberin keine diesbezügliche Ausbildung und wird sie auch im nächsten Jahr nicht nachholen. Das kann es doch wohl nicht sein. Bei den Wahlen im Herbst können Sie entscheiden, wie es weitergeht mit der Gemeinde Killwangen. Markus Würsch, Killwangen briefe an die az |
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| Mittelland Zeitung; 18.06.2005 |
ohne Anmeldung Der Gemeinderat hat einen Strafbefehl gegen einen Einwohner erlassen, der sich in Killwangen aufgehalten hat, ohne sich bei der Einwohnerkontrolle anzumelden. (az) |
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| Mittelland Zeitung; 17.06.2005 |
Wenn die
Markierung falsch liegt Malen ist nicht schwer, eine Markierung an richtiger Stelle anzubringen hingegen sehr. So scheint es zumindest in Killwangen der Fall zu sein. Die Gemeinde hat für 80 000 Franken bauliche Massnahmen zur flächendeckenden Einführung von Tempo 30 im bergseitigen Dorfteil umgesetzt. Zu diesen baulichen Massnahmen gehörten auch die weissen Markierungen auf der Strasse, die zu Beginn der Zone auf die Tempobeschränkung aufmerksam machen. Wohlgemerkt, rechtlich gelten sie nur, wenn sie innerhalb von fünf bis zehn Metern nach der Pforte, die durch eine Tempo-30-Tafel gekennzeichnet ist, angebracht sind. Und genau darüber war sich der Strassenarbeiter in Killwangen nicht im Klaren. Eifrig und zielstrebig brachte er die Bodenmarkierungen innerhalb der 30er-Zone an. Aber einige lagen zu weit innerhalb. Diese weissen Buchstaben und Signale mussten ausgekratzt und neu aufgetragen werden. Doch wiederum verschätzte sich der beflissene Arbeiter in der Abmessung: Nun liegt die Zone-30-Markierung ausserhalb des Tempo-30-Bereichs. Also nochmals: auskratzen, versetzen und hoffen, dass dies kein weiterer Fall für die Schildbürger bleibt. |
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| Limmattaler Tagblatt 16.06.2005 |
Erstes Fazit der neuen Ära
Limmattal Erfahrungen mit neuer Zivilschutzorganisation Seit sich Neuenhof, Spreitenbach, Killwangen und Würenlos in der Zivilschutzorganisation Limmattal zum Quartett formiert haben, ist vieles neu. Der Würenloser Gemeinderat Max Allmendinger über den letzten Wiederholungskurs: «Die Zusammensetzung ist viel besser als früher.» Mit kleinerem Team bessere Resultate erzielen: So präsentiert sich die ZSO Limmattal drei Jahre nach ihrer Geburt und ein Jahr, nachdem die Gemeinde Würenlos das Quartett vervollständigt hat. Der Würenloser Ressortvertreter Max Allmendinger spricht von einem Quantensprung. Er weilte unter Leitung von ZSO-Kommandant Hans R. Matter auf Stippvisite während des ersten Wiederholungskurses (WK) in diesem Jahr. Allmendinger besuchte verschiedene WK-Einsatzorte der ZSO Limmattal und lobte den grossen Einsatzwillen aller Beteiligten. Trotzdem weiss er, dass es auch heute noch schwierig ist, der Bevölkerung verständlich zu machen, welchen Nutzen die Zivilschutzarbeit bringt. Damit spricht er jene Arbeiten an, die den Katastrophenfall betreffen. In die Kategorie der «stillen» Aufgaben gehört u.a. die Schutzraumkontrolle. Im Neuenhofer Wald fand in der Nähe der Rüslerstrasse eine Schlagräumung statt. Daneben wurde im «Dolemättli» am Limmatufer die beliebte Feuerstelle wieder auf Vordermann gebracht. Auf Spreitenbacher Territorium standen Erneuerungen bei der Waldhütte an. In Killwangen schliesslich räumten die Zivilschützer einen 400 Meter langen Maschendrahtzaun ab. (mz/okn/cze) |
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| Aargauer Zeitung 11.06.2005 |
Killwangen Rechnung 2004
einstimmig genehmigt
Der Killwanger Souverän hat gestern Abend die vier Traktanden zügig und reibungslos gutgeheissen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger genehmigten mit grossem Mehr die Rechnung 2004, die wegen der Reorganisation der Gemeindekanzlei mit einem Aufwandüberschuss von 76 050 Franken schliesst. Ohne Opposition passierte auch die Besoldung des Gemeinderates für die neue Amtsperiode, die wie bisher mit pauschal 51 000 Franken pro Jahr zu Buche schlägt. Nur 61 der insgesamt 1012 Stimmberechtigten sind an die Versammlung in die Turnhalle Zelgli gekommen. Damit unterliegen sämtliche Beschlüsse dem fakultativen Referendum. (bgu) |
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| Mittelland Zeitung; 09.06.2005 |
Gmeind
stimmt über Rechnung 2004 ab Neben der Rechnung 2004 hat der Killwanger Souverän morgen Freitag um 20 Uhr in der Turnhalle Zelgli über die Besoldung des Gemeinderates für die Amtsperiode 2006 bis 2009 zu befinden. Beantragt werden der Gemeindeversammlung wie bisher pauschal 51 000 Franken pro Jahr. Die Rechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 76 050 Franken. Zusätzliche Kosten in der Abteilung Verwaltung im Zusammenhang mit der Reorganisation der Gemeindekanzlei sind der Hauptgrund für diesen Aufwandüberschuss. Die Nettoinvestitionen von 581 000 Franken mussten vollständig fremd finanziert werden. Budgetiert waren 974 000 Franken. Die Abweichung lässt sich auf die verzögerte Realisation des Knotens Brühlmatten zurückführen. Mit Ausnahme der Abfallbewirtschaftung weisen alle Rechnungen der Werke ein Guthaben gegenüber der Einwohner gemeinde aus. (bgu) |
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| Limmattaler Tagblatt / MLZ; 08.06.2005 |
Der Auflage folgt
die Ausmarchung Limmattal Die Revision des kantonalen Verkehrsrichtplans ist eingeleitet 50 Strassenbauprojekte und 40 Vorhaben für den Schienenverkehr werden im neuen kantonalen Verkehrsrichtplan aufgeführt. Im Fokus des Limmattals: der umstrittene Güterumschlagsterminal, das Stadtbahntrassee und die Autobahnkapazitäten. Daniel WinterBis Ende Monat liegt der neue Verkehrsrichtplan öffentlich auf. Dann läuft die Frist ab, während der Einwendungen gemacht werden können, und es beginnt das politische Seilziehen im Kantonsrat. Dabei werden sich die Vertreter von Links-Grün und aus dem bürgerlichen Lager in bekannter Formation gegenüberstehen. Allerdings dürften die regionalen Interessen neben den weltanschaulichen Grundhaltungen für zusätzlichen Zündstoff in der Auseinandersetzung darüber sorgen, wie der Verkehr auf Strasse und Schiene im Kanton in Zukunft abgewickelt werden soll. Und eines ist bereits jetzt klar: In der vom Regierungsrat vorgelegten Form wird der Richtplanentwurf die Beratungen in den zuständigen Parlamentskommissionen nicht überstehen. Ob die Schlussabstimmung im Kantonsrat noch in diesem Jahr stattfindet, ist offen. Koordinierte Verkehrsplanung Der Regierungsrat strebt mit der Teilrevision eine mit der Siedlungsentwicklung koordinierte Verkehrsplanung an. Der Verkehrsrichtplan setze Handlungsschwerpunkte zur Bewältigung des Verkehrs sowie zur Entlastung der Wohnbevölkerung von Durchgangsverkehr. Eine der Zielsetzungen geht davon aus, dass mindestens die Hälfte des zu erwartenden Verkehrszuwachses von Bus und Bahn übernommen wird. In den städtischen Räumen, aber auch im Limmattal und im Glatttal sowie zwischen den Zentren soll explizit«auf einen besonders hohen Anteil des öffentlichen Verkehrs» hingewirkt werden. Beim Autoverkehr sollen «die heutigen und künftigen Verkehrsbedürfnisse grundsätzlich auf dem bestehenden Strassennetz» abgewickelt werden, heisst es im Text zum Richtplanentwurf. Erweiterungen seien nur in Einzelfällen möglich. Die Karte enthält kantonsweit 50 Verkehrsprojekte. Etwa die Hälfte soll innerhalb eines Planungshorizonts von 25 Jahren («kurz- und mittelfristig») realisiert werden. Für die übrigen werden vorsorglich - «langfristig» - Trassees gesichert. Über die Finanzierung wird im Richtplanentwurf nichts gesagt. Für den Bezirk Dietikon sind die folgenden Bauvorhaben von Bedeutung: - A3, Üetlibertunnel/Umfahrung Birmensdorf, Verzweigung Zürich-Süd - Anschluss Urdorf-Süd (2008); - A1, Nordumfahrung mit Gubrist: Ausbau auf 6 Fahrstreifen (Inbetriebnahme voraussichtlich 2013); - A1, vom Anschluss Dietikon bis zum Limmattaler Kreuz: Ausbau auf 8 Fahrstreifen, Lärmschutz und Überdeckungen (später als 2030); - Umfahrung Uitikon-Waldegg: Neubau einer zweistreifigen Strasse, Abklassierung der Birmensdorferstrasse (langfristig, Trasseesicherung); - Zufahrtsstrasse Sternen-Ristet, Birmensdorf: Neubau einer zweistreifigen Strasse, Abklassierung der Zürcherstrasse (voraussichtlich 2006). Öffentlicher Verkehr und Parkierung Beim öffentlichen Personenverkehr soll den besonderen Anforderungen der Zentrumsgebiete der Regionen Zürich, Glatt- und Limmattal mit Stadtbahn-Projekten und der Ergänzung des Tramnetzes Rechnung getragen werden. So wird mit dem Richtplaneintrag die notwendige Trasseesicherung für eine Stadtbahn zwischen Altstetten und Killwangen als langfristigem Vorhaben vorgenommen. Mittel- bis langfristig ist ausserdem eine zusätzliche Doppelspur auf der SBB-Linie zwischen Altstetten und Spreitenbach geplant. Langfristig ins Auge gefasst wird der Ausbau der BD auf Doppelspur, ebenso derjenige der SZU zwischen Uitikon-Waldegg und Ringlikon sowie der vollständige Ausbau auf Doppelspur der S-Bahn zwischen Altstetten und Zug. Im Bereich des Güterverkehrs fällt aus Limmattaler Sicht die Festsetzung eines Umschlagsterminals für den kombinierten Güterverkehr (Gateway) im Dietiker Niderfeld ins Gewicht. Dessen Realisierung ist laut Richtplan für das Jahr 2009 durch die SBB geplant. Der Widerstand formiert sich allerdings bereits (vgl. separaten Artikel). Erstmals finden sich im Richtplan Angaben zur Parkierung. Zu reden geben dürften insbesondere die «Anforderungen an publikumsintensive Einrichtungen». Neubauprojekte müssten demnach «Standortvoraussetzungen» erfüllen. So müsste sich im Einzugsbereich von 300 Metern eine S-Bahn-Station mit mindestens acht Zugshalten pro Stunde oder im Einzugsbereich von 150 Metern eine Bushaltestelle mit mindestens 16 Halten pro Stunde befinden. Als «publikumsintensiv» gilt ein Einkaufszentrum oder Vergnügungstempel, wenn «an mindestens 100 Tagen pro Jahr» mehr als 2000 Zu- und Wegfahrten verzeichnet werden. Richtplanentwurf: www.richtplan.zh.ch Gateway auf der Abschussliste Kantonsrat Limmattaler Verkehrspolitiker zum Richtplanentwurf An der grundsätzlichen Ausrichtung des kantonalen Verkehrsrichtplans werden sich wohl auch unter den Kantonsrätinnen und Kantonsräten aus dem Bezirk Dietikon die Geister scheiden. Diese Einschätzung legt allein schon das parteipolitische Spektrum nahe, das die elf Parlamentsmitglieder repräsentieren. Eine einheitliche Front von Kritik bis Ablehnung könnte sich indes beim Ansinnen des Regierungsrats ergeben, das Dietiker Niderfeld verbindlich als Standort für einen Güterumschlagsterminal vorzusehen. An der Opposition dürften auch die Erklärungen im Richtplan nichts ändern, wonach etwa «die Inanspruchnahme zusätzlicher Flächen» möglichst gering zu halten oder «im Sammel- und Verteilverkehr» ein Bahnanteil von mindestens 70 Prozent zu erreichen sei. Für den Weininger Gemeinderat und SVP-Kantonsrat Hanspeter Haug, Mitglied der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt, ist das Limmattal schlicht «der falsche Ort» für einen Gateway. Sein Kommissionskollege und FDP-Kantonsrat Reto Cavegn (Oberengstringen) stellt bereits in Aussicht, einen Antrag einzubringen, um den Gateway «aus dem Richtplan zu kippen». Er hofft, dass sich möglichst alle Limmattaler Gemeinden in ihren Stellungnahmen gegen das Vorhaben aussprechen werden. Als Projekt des kombinierten Güterverkehrs kann die Dietiker SP-Kantonsrätin Esther Arnet einem Gateway zwar durchaus Positives abgewinnen. Aber auch sie fordert: «Es darf nicht zu zusätzlicher Belastung bei Luft und Lärm im Limmattal kommen.» So lange eine entsprechende Absicherung fehle, lehne sie die Festsetzung im Richtplan ab. Seitenast für Stadtbahn? Reto Cavegn geht davon aus, dass die elf Vertreter aus dem Kantonsrat «hinter der Trasseesicherung für die Stadtbahn stehen». Eine Hoffnung, die Kommissionskollegin Esther Arnet teilt. Ihr fehlt indes noch eine Erschliessung der rechten Limmatseite. Um das ÖV-Angebot in diesen Gemeinden zu verbessern, kann sie sich einen Stadtbahn-Ast vorstellen, der über die Limmat führt. Unterschiedlich fallen die Einschätzungen zwischen der SP-Kantonsrätin und ihren beiden bürgerlichen Kommissionskollegen bei den Strassenbauprojekten aus. Cavegn möchte den Gubristausbau noch schneller als vorgesehen realisieren, für Arnet ist die Erweiterung auf sechs Spuren der «falsche Weg». Ihrer Meinung nach könnte die Kapazität durch Temporeduktionen erhöht werden. Sowohl Cavegn als auch Haug plädieren dafür, die äussere Nordumfahrung zusätzlich in den Richtplan aufzunehmen. Dabei handelt es sich um die Idee einer Autobahn von Wettingen nach Winterthur, die die Zürcher Nordumfahrung und den Gubristtunnel entlasten würde. Esther Arnet lehnt das Begehren vehement ab. Diese Planung sei als längerfristige Option von Bedeutung, halten Haug und Cavegn dagegen. Der FDP-Politiker geht davon aus, dass er die Mehrheit seiner Fraktion hinter einem entsprechenden Antrag hätte. Statt dem Volk unhaltbare Versprechungen zu machen, solle man finanzierbare Massnahmen umsetzen, entgegnet Esther Arnet. Sie bezeichnet es denn auch als erfreulich, dass die Süd-West-Umfahrung Dietikons im neuen Richtplan nicht mehr enthalten sei: «Der Kanton hat endlich eingesehen, dass das eine Fehlplanung ist.» Reto Cavegn will dagegen erst einmal die Stellungnahme der Stadt Dietikon in diesem Punkt abwarten. Allenfalls könne man versuchen, die Streichung rückgängig zu machen. (wi) Kommissionsmitglieder Esther Arnet (SP), Reto Cavegn (FDP), Hanspeter Haug (SVP). AndrE springer (2)/bus STADTBAHN IM PLAN 2007 wird die erste Etappe der Glatttalbahn zwischen der Messe Oerlikon und Auzelg im Norden der Stadt Zürich eröffnet. Nach einer erfolgreichen Volksabstimmung erfolgte der Spatenstich vor knapp einem Jahr. Was im Glatttal schon bald Tatsache wird, könnte dereinst auch im Limmattal unterwegs sein: eine Stadtbahn. Mit dem neuen Zürcher Richtplan wird die Trasseesicherung vorgenommen. In einem mittelfristigen Planungshorizont (25 Jahre) ist der Abschnitt zwischen Bahnhof Altstetten und Schlieren vorgesehen. «Mittel- bis langfristig» geht es um das Stück zwischen Dietikon und dem Bahnhof Killwangen. «Langfristig» könnte der Zusammenschluss zwischen dem Bahnhof Schlieren und dem Bahnhof Dietikon Wirklichkeit werden. Da für die Stadtbahn Limmattal ein Trassee von Altstetten bis ins aargauische Killwangen gesichert werden soll, findet zeitlich koordiniert mit der Auflage zur Revision des Verkehrsrichtplans im Kanton Zürich auch im Kanton Aargau ein Mitwirkungsverfahren zur Anpassung des Richtplans statt. Auch hier dauert die Frist bis zum 30. Juni. (wi) Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >> |
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| Limmattaler Tagblatt / MLZ; 08.06.2005 |
Gateway-Pläne im
Visier Limmattal Kantonaler Verkehrsrichtplan liegt auf Im Kanton Zürich sollen in den nächsten 25 Jahren rund 20 neue Strassen und 15 neue Anlagen für den öffentlichen Verkehr gebaut werden. Dies sieht der Verkehrsrichtplan vor, der noch bis Ende Juni in allen Gemeinden öffentlich aufliegt. Danach beginnt das politische Seilziehen im Kantonsrat - und die Debatte über die Fragen: Mehr oder weniger Strassen? Kommt der öffentliche Verkehr zu kurz oder nicht? Aus Limmattaler Sich interessiert - neben der Trasseesicherung für eine Stadtbahn zwischen Altstetten und Killwangen - vor allem die vom Regierungsrat geplante Festsetzung eines Gateway-Standortes in Dietikon. Die in der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt vertretenen Limmattaler Kantonsräte kündigen bereits Widerstand an. (lt) Seite 25 Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 02.06.2005 |
killwangen Markus
Würsch nominiert Die CVP Killwangen hat an ihrer Orientierungsversammlung Markus Würsch als Kandidat für die Gemeinderatswahlen vom 25. September nominiert. Markus Würsch ist 41 Jahre alt, verheiratet und Vater von 2 Kindern. Er ist Meisterlandwirt und arbeitet im Teilpensum beim Migros Genossenschaftsbund. Als ehemaliger Brunnenmeister und langjähriger Feuerwehrkommandant von Killwangen kennt er die Gemeinde sehr gut. Die CVP hat vorher bereits Cornelia Biasca als Gemeinderätin und Gemeindeammann sowie Alois Greber als Gemeinderat nominiert. (vos) Aktuelles der CVP-Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 21.05.2005 |
Gut besuchte GV der
Spitex Spreitenbach-Killwangen Gemeinderätin Cornelia Biasca begrüsste zur GV 70 Mitglieder und 11 Gäste im Zentrumsschopf in Spreitenbach. Sie gab bekannt, dass sie an Stelle von Gemeinderat Frédy Nüesch, der innerhalb des Gemeinderates das Ressort gewechselt hat, seit 1. Januar 2005 den Spitex-Verein Spreitenbach-Killwangen präsidiert. Sie dankte speziell allen Mitarbeiterinnen, die nach der Kündigung der langjährigen Stützpunktleiterin, Johanna Koren, Ende November 2004, bis zur Einstellung der jetzigen Stützpunktleiterin Claudia Maurer, mit Mehreinsatz den Personalengpass meisterten. Gemeinderat Josef Bütler, der seit 1. Januar 2005 als Vize-Präsident dem Verein vorsteht, erläuterte die Jahresrechnung. Beatrice Rothenbühler erklärte als Kassier verschiedene Punkte der Vereinsrechnung. Sie bedankte sich für die im letzten Jahr eingegangen Spenden und Legate. Als Tagespräsident führte Frédy Nüesch die Wahlen des gesamten Vorstandes und der Revisoren durch; alle Mitglieder stellten sich wieder zur Verfügung. Gewählt wurden: Cornelia Biasca , Präsidentin; Josef Bütler, Vize-Präsident; Beatrice Rothenbühler , Kassierin; Renate Holliger, Aktuarin; Daria Angwerd und Claudia Zuppinger, Beisitzerinnen.Unter Verschiedenem wurde Gemeinderat Frédy Nüesch nach 4-jähriger Tätigkeit als Präsident des Spitex-Vereins verabschiedet. Am 11. Juni 2005 wird von 10 bis15 Uhr im neu renovierten Spitex-Büro ein «Tag der offenen Tür» stattfinden. (cbi) Unterehrendinger «orientierungslos» durch den Aargau Die fünfte Klasse von Unterehrendingen startete «orientierungslos» ins Klassenlager. Das Ziel war Seengen. Vorgängig gab es aber einen Umweg zur Linner Linde, wo die Schüler und Schülerinnen Sagen hörten und selber welche erfanden und spielten. Endlich in Seengen angekommen, stand am Abend der erste OL auf dem Programm. Rund um das Lagerhaus lösten die Schüler knifflige Aufgaben. «Bettmümpefli» und eine Sage aus dem Seetal rundeten den Abend ab. Am nächsten Tag reisten sie an den Aargauischen Schul-OL in den Aarauer Schachen. Es nahmen insgesamt 1400 Schüler teil. Der Grossanlass war ein einmaliges Erlebnis. Am Abend standen spannende Ateliers auf dem Programm - wie Filzen, Karten basteln, schreiben oder Schiffe bauen. Am Mittwoch besuchten sie das Schloss Hallwyl; einige nahmen gar ein Bad in einer uralten Badewanne. Sie wanderten in Guppen nach Beinwil am See und waren unterwegs auf der Suche nach Goldnuggets. Frau Kaspar, die Köchin, hatte die Würste zum Glück schon auf dem Feuer, als sie bei der Bratstelle ankamen. Zurück fuhren sie mit dem Schiff über den See. Von der Sonne hatte es einige rote Köpfe gegeben; der Relaxabend mit Massagen, Gesichtsmasken und Entspannung kam gerade richtig. Kaum schliefen die Schüler, erklang Musik vom Gang, und sie mussten noch zu später Stunde aufstehen. Zwei Sagengeister erteilten den Auftrag, die Wünsche, die sie am Abend geschrieben hatten, mit den Schiffen nach Mitternacht auf dem Hallwilersee loszuschicken. So zogen alle um 00.30 Uhr mit Taschenlampen und Fackeln zum See. Die Kerzen brannten nicht sehr lange, doch die Schiffe machten sich auf den Weg zum Aabach. Der Donnerstag begann mit Morgenturnen und Brunch. Es wurden Sketche für die abendliche Sportgala geprobt. Beim Foti-OL in Seengen liefen die Kinder um die Wette. Höhepunkt dieses Tages war die Sportgala, moderiert von Beni Turnherr (Zacharias Borer) und Monika Fasnacht (Regula Binder). Die Schüler präsentierten Sketche und wurden für ihre OL-Leistungen geehrt. Am Morgen des Rückreisetages stellten die Kinder ihr OL-Geschick beim letzten Putz-OL unter Beweis. Das Lagerhaus geputzt und die Rucksäcke gepackt, machten sie sich glücklich auf die Heimreise. (az) |
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| Limmattaler Tagblatt / MLZ; 19.05.2005 |
Bis ins Jahr 2025
gibt es noch Potenzial Limmattal Im Zentrum der langfristigen ÖV-Planung stehen die Stadtbahn und das erweiterte Busnetz An der Regionalen Verkehrs-konferenz wurde über die langfristige Planung im öffentlichen Verkehr diskutiert. SULEIKA BAUMGARTNERBis ins Jahr 2025 werden im Limmattal 82 000 Menschen leben und knapp 40 000 arbeiten. So lauten zumindest die Prognosen, die im Rahmen des Raumentwicklungsleitbilds für die engere Agglomeration Zürich von der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) erstellt wurden (LT vom 28. April 2005). Für die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ), die für die Planung des Busnetzes im Limmattal verantwortlich sind, Anlass genug, sich schon heute mit den längerfristigen Planungen im öffentlichen Verkehr zu beschäftigen. Gestern Abend haben Martin Osuna und Anja Seerainer die Ideen der VBZ an der Regionalen Verkehrskonferenz (RVK) vorgestellt, welche in Dietikon durchgeführt wurde. Beim Treffen der Behördenvertreter aus zehn Gemeinden - acht aus dem Bezirk Dietikon sowie Bergdietikon und Spreitenbach - waren auch Vertreter diverser Transportunternehmen sowie des kantonalen Tiefbauamtes dabei. Wie Martin Osuna, Marktmanager Agglomeration, und sein Kollege Karl Vogel, Leiter Angebotsentwicklung, dem LT vorgängig erläuterten, werden sich in einem nächsten Schritt die Fachleute in drei Gruppen mit der detaillierten Linienführung auseinander setzen. «Wir brauchen eine breite Akzeptanz», so Osuna, «bevor unsere Vorschläge zur Vernehmlassung in die Gemeinden gehen.» Verknüpfung Stadtbahn und Buslinien Die wichtigste Komponente im öffentlichen Verkehr wird langfristig die Stadtbahn Limmattal sein. Noch bis 30. Juni findet die öffentliche Auflage zur Revision des kantonalen Verkehrsrichtsplans statt. Dabei geht es um einen Grundsatzbeschluss für die Trasseesicherung. Nach erfolgter Festsetzung im Richtplan übernehmen die VBZ das «Geschäft» Stadtbahn. «Unsere Aufgabe wird es sein, die Linienführung auf den Zentimeter genau festzulegen», so Osuna. «In diesem Zusammenhang ist die Verknüpfung der Stadtbahn mit den Buslinien wichtig.» Aufgrund der von der RZU erwarteten Entwicklung (bei den Einwohnern: +12 Prozent, bei den Arbeitsplätzen: +31 Prozent) und der Pendlerstatistik sehen die VBZ Handlungsbedarf in folgenden Bereichen: 1. Das Gebiet Silbern in Dietikon sollte besser erschlossen werden. «Dort passiert in den nächsten Jahren viel», sagt Karl Vogel, er denkt dabei an die geplanten publikumsintensiven Einrichtungen. Deshalb habe dieses Gebiet hohe Priorität. Man erachte eine bessere Anbindung an Wohngebiete als wichtig. Dabei gehe es insbesondere um direkte Verbindungen im Binnenverkehr, also innerhalb der Limmattaler Gemeinden. «An die S-Bahn ist das Industriequartier bereits gut erschlossen.» Erste Verbesserungen sollen laut Vogel bereits auf den Fahrplanwechsel 2006/2007 im Dezember 2006 erfolgen. 2. Heute gibt es keine durchgehende Buslinie auf der rechten Limmattalseite. Insbesondere zwischen den Gemeinden Oetwil, Geroldswil und Weiningen wird es zunehmend mehr Pendlerbeziehungen geben. «Eine durchgehende Linie - im Prinzip die Verlängerung der Tramlinie 13 ab Frankental - könnte Wohn- und Arbeitsorte besser verbinden», sagt Osuna. 3. Urdorf/Schlieren: Auch hier werden laut dem Ingenieurbüro, das die Berechnungen im Auftrag der VBZ erstellte, die Binnenbeziehungen noch zunehmen. Deshalb wäre es sinnvoll, die heutige Linie 304, die nur tagsüber während der Hauptverkehrszeit fährt, auszubauen sowie die Linien, die das Bergermoos bedienen, zu verlängern. Hier wolle man auch den Freizeitverkehr, der sich zunehmend auf der Strasse abspielt, und Pendler, die ausserhalb der üblichen Zeiten arbeiten, abholen. 4. Die heutige Linie 303 deckt in Richtung Killwangen-Bahnhof vor allem die Spreitenbacher Einkaufszentren ab. «Wir sind der Meinung, dass neu auch eine Linie durch die Spreitenbacher Wohnquartiere geführt werden sollte», sagt Vogel, «Hier stellt sich die Frage, wer diese neue Linie betreiben soll und ob dies noch Aufgabe der VBZ ist.» Im Visier hat man den Freizeit- und Pendlerverkehr. Die Idee dahinter: «Nicht den Fernverkehr überproportional fördern, sondern bessere Verbindungen schaffen für Leute, die in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wohnen.» Jede Verbesserung kostet Geld Dass sich die Planer nicht im luftleeren Raum bewegen, zeigt Osunas Aussage: «Dass der ZVV wenig Geld hat, ist für uns ein Problem.» Bei der Planung des öffentlichen Verkehrs habe der Ausbau der S-Bahn erste Priorität, dann folge die Glatttalbahn - der Rest des Geldes diene dazu, Kapazitätsprobleme zu lösen. «Für echte Verbesserungen können wir nur noch Ressourcen umverteilen.» Andererseits müsse gemäss Vorgaben des ZVV die Zweckmässigkeit der schwach frequentierten Buslinie 307 (vom Bahnhof Altstetten nach Schlieren) überprüft werden: «Die Frage ist, ob diese Linie am richtigen Ort und im richtigen Takt fährt.» Manchmal sind auch hellseherische Fähigkeiten gefragt. «Bis 2025 gibt es noch Potenzial. Zwischen Schlieren und Glanzenberg beispielsweise liegen viele grosse Landreserven», sagt Osuna, «heute benützen Arbeitnehmer in diesem Gebiet die S-Bahn und gehen dann zu Fuss. Macht es schon jetzt Sinn, eine neue Buslinie ins Auge zu fassen?» Denn benützt würde sie nur, wenn sie häufig fährt - aber dies wiederum kostet Geld. Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 13.05.2005 |
Happige Themen bei
gelöster Stimmung Die «Politinfo» geniesst in der Limmatgemeinde einen vorzüglichen Ruf - einmal mehr nahmen erstaunlich viele Interessierte daran teil. Killwangen, du hast es gut! In diesen Ruf wollte man ausbrechen bei der jüngsten Politinfo. Denn 66 Interessierte suchten das Werkgebäude auf, um sich über einen breiten Themenmix informieren zu lassen. Willy Holliger (Gemeindeammann), Cornelia Biasca und Leo Dittli (Gemeinderäte) sowie Hugo Bühler (Schulpflegepräsident) orientierten über das, was Killwangen bewegt. So schilderte Bühler detailliert, was es etwa mit den allenthalben in den Schlagzeilen auftauchenden Begriffen wie Regos und GAL auf sich hat, und erläuterte u. a. die Situation an der Unterstufe, die in Killwangen von rund 80 Schülerinnen und Schülern in 4 Abteilungen besucht wird. Von Schule und Spitex Dass die Schule steten Veränderungen unterworfen ist - wer wollte es bestreiten. Deshalb gab Bühler manches über die Vorbereitungen zur Etablierung der Schulleitung preis. Sie wird im August 2007 wirksam werden. Die strategische Führung wird dann bei der Schulpflege, die operative bei der Schulleitung liegen. Beschäftigte sich jenes Kapitel, das Bühler aufschlug, mit der jungen Generation, widmete sich dasjenige von Cornelia Biasca mit der älteren. Also mit jenen Menschen, die gemäss Demografie immer älter werden. Kein Wunder, dass sich viele Fragen rund um Krankheit und Pflege stellen. Trage man der demografischen Entwicklung Rechnung, müssten künftig wohl mehr Pflege- denn Altersheime gebaut werden, unterstrich die Gemeinderätin. Dass auch oder gerade deswegen die Spitex eine immer bedeutendere Rolle spielt, liegt auf der Hand. Allein, ihr künftiges Dasein wird von düsteren Wolken bedroht: 2008 werden nämlich keine Spitex-Subventionen mehr erbracht. Nach dieser Tour d’Horizon orientierte Leo Dittli über Veränderungen in der Kommissionslandschaft (u. a. gibt es eine neue Vereins- und Kulturkommission). Willy Holligers Informationen über den geplanten Halbanschluss Spreitenbach (Kosten: 30,9 Mio. Franken) liessen dann erst recht aufhorchen. Weil er an jene April-Informationen des Kantons Aargau anknüpfte, die klar besagten: Beteiligten sich Killwangen, Spreitenbach, Neuenhof und Würenlos nicht an den Kosten, würde der Halbanschluss nicht gebaut werden (können). Auf Killwangen, Neuenhof und Würenlos entfiele eine Million: kein Pappenstiel! (EF.) |
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| Mittelland Zeitung; 26.04.2005 |
Vom Mutschellen
direkt auf die Stadtbahn Limmattal Bis zum Jahr 2025 soll die Stadtbahn Limmattal gebaut werden. Sie würde auf einem 12,8 Kilometer langen Trassee von Schlieren via Dietikon und Spreitenbach bis zum Bahnhof Killwangen führen und 26 Haltestellen bedienen. Vorerst soll nur das Trassee gesichert und allenfalls mit Bussen befahren werden. Die BDMW Transport AG (Bremgarten-Dietikon, Wohlen-Meisterschwanden) will die Gelegenheit nützen, um die Durchfahrt durch Dietikon zu entflechten. Wie die Verantwortlichen an der Generalversammlung erklärten, wäre denkbar, dass die BD nicht mehr bis zum Bahnhof Dietikon fährt, sondern nur noch bis zum Löwenplatz und dann weiter nach Schlieren. Die BD besitzt unter anderem die Limmat-Bus AG, die im vergangenen Jahr im Zürcher Limmattal rund 6,4 Millionen Passagiere befördert hat. Die BD selber nutzten rund 2,3 Millionen Kundinnen und Kunden. Als nächstes Projekt will das Unternehmen die Haltestelle Reppischhof bei Bergdietikon für rund 8 Millionen Franken umbauen. (hre/ni) Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 26.04.2005 |
Gemeindekanzlei-Reorganisation kostete Killwangen Die Gemeinde stellt die Rechnung 2004 vor - der Aufwandüberschuss ist beträchtlich. Auffallend bei Killwangens Einwohnergemeinde-Rechnung 2004 ist der Aufwandüberschuss von 76 050 Franken bei einem budgetierten Aufwandüberschuss von 3280 Franken (budgetierter Ertragsüberschuss von 171 720 Franken). Erklären lässt sich dieser Überschuss durch zusätzliche Kosten in der Abteilung Verwaltung: Sie werden mit der Reorganisation der Gemeindekanzlei begründet. Der Aufwandüberschuss nach Abschreibungen von 137 414 Franken wurde aus dem Eigenkapital gedeckt. Die Nettoinvestitionen von 581 000 gegenüber budgetierten 974 000 Franken mussten vollständig fremdfinanziert werden. Die Abweichung lässt sich auf die verzögerte Realisation des Knotens Brühlmatten zurückführen. Die Nettoverschuldung der Einwohnergemeinde beträgt per 31. Dezember 2004 exakt 690 000 Franken (per 31. Dezember 2003: 32 000 Franken). Dienststellen: Positives Erfreuliches gibts aus den Dienststellen zu vermelden. Mit Ausnahme der Abfallbewirtschaftung weisen sämtliche Rechnungen der Werke ein Guthaben gegenüber der Einwohnergemeinde aus. Positiv ist der Ertragsüberschuss von 25 000 Franken (bei budgetierten 0 Franken) der Wasserversorung. Damit weist sie gegenüber der Einwohnergemeinde ein Guthaben von 378 000 Franken per 31. Dezember 2004 aus. Die Investitionsausgaben von 37 000 Franken konnten mit den Anschlussgebühren von 303 000 Franken gedeckt werden. Die Laufende Rechnung der Abwasserbeseitigung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 34 000 Franken (bei budgetierten 60 000 Franken). Durch den Finanzierungsüberschuss der Investitionsrechnung von 284 000 Franken (bei einem budgetier ten Finanzierungsfehlbetrag von 74 000 Franken) erhöht sich das Guthaben gegenüber der Gemeinde somit auf 1,470 Millionen Franken. Anders als 2003 schliesst die Rechnung der Abfallbeseitigung 2004 nicht mit einem Ertrags-, sondern mit einem Aufwandüberschuss von 1600 Franken ab. Die Schuld gegenüber der Einwohnergemeinde beläuft sich also auf 22 000 Franken. Die Elektrizitätsversorgung wiederum schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 120 000 Franken (bei budgetierten 47 000 Franken) ab. Durch den Eingang von 91 000 Franken Anschlussgebühren schliesst die Investitionsrechnung mit einem Finanzierungsüberschuss in gleicher Höhe ab. Das Guthaben der Elektrizitätsversorgung gegenüber der Gemeinde erhöht sich dadurch von 780 000 auf 991 000 Franken per Ende 2004. (EF.) |
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| Mittelland Zeitung; 26.04.2005 |
Killwangen Rechnung
2004 der Ortsbürger Die Rechnung der Ortsbürgerverwaltung schliesst mit einem Ertragsüberschuss (Einlage in das Eigenkapital) von 16 647 Franken ab. Das Guthaben bei der Einwohnergemeinde beträgt per 31. Dezember 2004 somit 1 038 129 Franken. Die Forstrechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 2977 Franken (Voranschlag 0 Franken). Die Rechnung wird mit einer Entnahme aus der Forstreserve ausgeglichen. Der Stand der Forstreserve beträgt per 31. Dezember 2004 nun 16 247 Franken. (az) |
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| Mittelland Zeitung; 16.04.2005 |
CVP-Fraktion
Brunner tritt Nachfolge von Egger an Nicht unerwarteter Stabwechsel in der CVP-Fraktion des Grossen Rates: Der ehemalige Parlamentspräsident Andreas Brunner (Oberentfelden) tritt Anfang Mai die Nachfolge von Fraktionschefin Esther Egger (Kirchdorf) an, die am 10. Mai voraussichtlich zur neuen Vizepräsidentin des Grossen Rates gewählt wird. Der 57-jährige Unternehmer und Apotheker Brunner gehört dem Aargauer Parlament seit 1993 an und präsidiert neben der Ortspartei Oberentfelden auch die Christliche Gewerbe- und Unternehmervereinigung (CGU). Neuer Vizepräsident der Fraktion (und Nachfolger Brunners) ist Peter Voser (Killwangen). (bbr.) |
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| Mittelland Zeitung; 15.04.2005 |
Wasserversorgung
Killwangen übernommen Die Regionalwerke Baden übernahmen die Betriebsführung der Wasserversorgung von Killwangen. Das Jahr 2004 stand denn auch laut Paul Zehnder, dem inzwischen pensionierten «Chef Wasser» der Regionalwerke, im Zeichen der Erweiterung und Sicherstellung. Das Reservoir Dättwil II wurde für rund 1,5 Mio. Franken erweitert. Bis November wurde die neue Kammer in Betrieb genommen und die Modernisierung der bestehenden an die Hand genommen. Mit Neuenhof erfolgte ein Netzverbund. Im Rahmen der regionalen Wasserversorgung konnte auch Mellingen ans Badener Netz genommen werden. Der Grundwasserverbrauch betrug 1,74 Mio. m3 (gut 100 000 weniger als 2004), Quellwasser floss rund 1 Mio. (230 000 weniger als 2004) m3 ins Badener Wassernetz. (-rr-) Mehr zur Geschichte der Wasserversorgung von Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 13.04.2005 |
Ballungszentrum
Limmattal wächst ungebrochen Bezirk Baden Im Sog der Agglomeration Zürich nimmt die Bevölkerung im östlichen Aargau zu, wie die kantonale Bevölkerungsstatistik per 31. Dezember 2004 zeigt. dieter minderIm Jahr 2004 ist die Bevölkerungszahl im Bezirk Baden um 527 Personen gestiegen. Ende Jahr hatten, gemäss kantonaler Statistik, 121 071 Personen ihren zivilrechtlichen Wohnsitz im Bezirk. Der Bezirk ist vor allem im Limmattal gewachsen. In absoluten Zahlen haben Gebenstorf, Spreitenbach und Würenlos am kräftigsten zugelegt (Tabelle links). Am stärksten «verloren» haben Fislisbach, Baden und Ennetbaden. Weil in den kommunalen Bevölkerungsstatistiken auch Wochenaufenthalter mitgezählt werden, kann dies Differenzen ergeben. So zählt die Einwohnerkontrolle Baden per 31. 12. 2004 16 676 Einwohner, der Kanton 16 384. Zudem kennt die kantonale Statistik noch die Rubrik Bereinigung. Über sie wird die Statistik für den Bezirk um 81 Personen korrigiert. Die Halb jahresstatistik des Kantons zeigt, dass der Bezirk in der 1. Hälfte 2004 geschrumpft ist. Dies wurde in der 2. Jahreshälfte mehr als wettgemacht. Die grossen Drei Die grösste Gemeinde blieb Wettingen, gefolgt von Baden und Spreitenbach. Die drei weisen mehr als 10 000 Einwohner auf. Ihre Position als kleinste und damit dem Sprichwort gemäss auch feinste Gemeinde hielt Freienwil. Sie ist auch die einzige, die weniger als 1000 Einwohner zählt. Im Bezirk sind rund 25% oder 30 661 Personen Ausländer, 90 410 Schweizer. Die wachsenden Gemeinden liegen nicht nur an der Autobahn, sie sind auch gut durch die Bahn erschlossen. Der Fahrplanwechsel vom 12. 12. 2004 wird die Entwicklung zum Wohngebiet weiter verstärken. Im Bezirk Baden sind in der 2. Jahreshälfte 2004 633 Kinder zur Welt gekommen. Auch bei den Geburten bleibt die Grössenhierarchie gewahrt. Wettingen steht mit 83 an der Spitze, gefolgt von Baden mit 81 und Spreitenbach mit 68. Am anderen Ende der Skala, mit 7 Geburten, liegt Freienwil. Aus den Zu- und Wegzügen ergibt sich ein Wanderungssaldo von 813 Personen. Auch im Kanton war ein positiver Wanderungssaldo zu verzeichnen. Schwergewicht im Surbtal Oberehrendingen schaffte 2004 den Sprung über die 2000er- Grenze. Die Gemeinde zählte 2018 Einwohner. Unterehrendingen beherbergt 1657 Einwohner. Zählt man die beiden Gemeinden jetzt schon zusammen, sind es 3675 Einwohner. Auf der Rangliste des Bezirks Baden wird Ehrendingen voraussichtlich den Platz 12. einnehmen (Tabelle rechts). Im Surbtal wird es die grösste Gemeinde sein. Eine Gemeinde Rohrdorf könnte einen Zuwachs von 30 Personen verbuchen. Weil es zwei Gemeinden sind, ist Oberrohrdorf um 49 Personen geschrumpft und Niederrohrdorf gewachsen. Im Gegensatz zum Limmattal ist das Gebiet Rohrdorferberg-Reusstal um 55 Personen kleiner geworden. Die Einwohnerzunahme, die man sich aus der S-Bahn-Haltestelle Mellingen Heitersberg versprochen hatte, ist noch nicht eingetroffen. Den Hauptrückgang entfällt auf vier Gemeinden (Tabelle links). Ob Stetten, nach der Steuerfussreduktion, den Trend umkehren kann, wird sich weisen. Würde der Badener Ortsteil Rütihof zur Bevölkerung der Reusstales gezählt, kämen rund 2260 Personen dazu. Im Kantonsvergleich ist der Bezirk Baden mit 121 071 Einwohnern der bevölkerungsreichste. Der Bezirk Zurzach bleibt mit 31 091 der kleinste (AZ 7. 4. 2005). Rangliste Rang Rang Gemeinde Einwohner (A) (B) 31. 12. 2004 1. 1. Wettingen 18 479 2. 2. Baden 16 348 3. 3. Spreitenbach 10 032 4. 4. Obersiggenthal 7 827 5. 5. Neuenhof 7 751 6. 6. Untersiggenthal 6 242 7. 7. Würenlos 5 125 8. 8. Fislisbach 4 846 9. 9. Gebenstorf 4 411 10. 10. Mellingen 4 286 11. 11. Würenllingen 3 722 12. Ehrendingen 3 675 12. 13. Oberrohrdorf 3 465 13. 14. Ennetbaden 2 950 14. 15. Turgi 2 734 15. 16. Niederrohrdorf 2 631 16. 17. Birmenstorf 2 370 17. 18. Bergdietikon 2 276 18. Oberehrendingen 2 018 19. 19. Remetschwil 1 909 20. 20. Mägenwil 1 671 21. Unterehrendingen 1 657 22. 21. Künten 1 620 23. 22. Killwangen 1 585 24. 23. Stetten 1 502 25. 24. Bellikon 1 451 26. 25. Wohlenschwil 1 296 27. 26. Freienwil 831 Erläuterung Rang (A) = mit den Gemeinden Ober- und Unterehrendingen Rang (B) = unter Berücksichtigung einer Gemeinde Ehrendingen, die per 1. 1. 2006 gegründet wird. Das «haupt-städtische» Gebiet des Kantons, mit Baden, Wettingen, Neuenhof (oberhalb Ruine), Killwangen und Spreitenbach (Hochhäuser hinten). walter schwager tf-13-bad-2-3-foto - Statistisches Amt Kanton Aargau www.ag.ch - Statistisches Amt Kanton Zürich www.statistik.zh.ch Mehr zur Geschichte der Bevölkerungsentwicklung in Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 08.04.2005 |
Hoffen auf den
Zwölfmillionsten RVBW Die Regionale Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen AG (RVBW) muss einen neuen Direktor suchen. dieter minderDie Transportleistungen sind gut, sollen aber weiter verbessert werden. Probleme hat die RVBW AG mit der Pensionskasse und zudem muss sie einen neuen Direktor suchen. Rolf Meier geht frühzeitig in Pension. «Das herausragende Ereignis des Jahres 2004 war der Fahrplanwechsel», sagte Verwaltungsratspräsident Peter Voser. Die Generalversammlung der RVBW AG hat allen Anträgen zugestimmt. Die Jahresrechnung (Kennzahlen) schliesst bei einem Umsatz von 19,1 Millionen Franken mit einem Gewinn von 96 232 Franken. Der Verwaltungsrat wurde für ein Jahr bestätigt. Einschnitte für das Personal Sorgen bereitet dem Vorstand die Pensionskasse. Seit 4 Jahren ist die RVBW AG der Genossenschaft für die Versicherung des Personals schweizerischer Transportunternehmen (Ascoop) angeschlossen. Der Anstoss dazu war damals von den Mitarbeitern aus gekommen. Per 31. Dezember 2003 war der Deckungsgrad der Ascoop auf 77% gesunken. Über 3 Millionen Franken dürfte die Unterdeckung allein für die RVBW AG betragen. «Die Pensionskasse muss saniert werden», sagte Voser. Er erwartet, dass ab 2006 die Beiträge erhöht und gleichzeitig die Renten gesenkt werden. «Die Vorsorgekommission der RVBW AG sucht Lösungen», sagt Voser. In der RVBW-Bilanz 2004 wurden 490 000 Franken Rückstellungen gebildet. Die 2006 beginnende Sanierungsperiode wird 15 Jahre dauern. Vor 13 Jahren übernahm Rolf Meier die Leitung der RVBW AG. Nun hat er, per 30. September, gekündigt, er geht bereits mit 63 Jahren in Pension. Dieser Austritt steht, wie mitgeteilt wurde, in direktem Zusammenhang mit der Pensionskasse. Personen, die noch in diesem Jahr pensioniert werden, haben keine Rentenkürzungen in Kauf zu nehmen. Testpassagiere beobachten «Die meisten Kurse sind pünktlich», sagte Meier, zum Fahrplanwechsel vom Dezember 2004. Seither sei die Fahrgastfrequenz um 3% gestiegen, erwartet wurden 2%. Kritisch sei die Situation aber in Randzeiten. Meier stellte für 2006 Verbesserungen in Aussicht. Er erwartet, dass im laufenden Jahr erstmals 12 Millionen Passagiere befördert werden. Seit 2 Monaten sind so genannte Testkunden unterwegs. Das sind Personen, die ihre Beobachtungen notieren und an die RVBW AG leiten. Bis jetzt dürfe man mit dem Ergebnis zufrieden sein. Um ihren Kundinnen und Kunden pünktliche Leistungen bieten zu können, muss die RVBW AG eine Dauerbaustelle sein. walter schwager Verwaltungsrat Peter Voser (Präsident), Killwangen; Walter Hugentobler, Wettingen; Regina Ammann Schoch, Obersiggenthal; Lorenz Höchli, Baden; Peter Scheidegger, Bern. Gemeinden/aktienkapital Baden 1 483 000 Ennetbaden 297 000 Killwangen 148 000 Neuenhof 892 000 Obersiggenthal 242 000 Spreitenbach 891 000 Wettingen 1 782 000 Würenlos 445 000 Total 6 180 000 tf-08-bad-1-1-bus Kennzahlen 2003 2004 Mitarbeiter 159 165 Fahrgäste total 11 977 500 11 872 000 Fahrgäste Werktag, Durchschnitt 39 116 38 772 Fahrgäste Samstag, Durchschnitt 28 226 27 093 Fahrgäste Sonntag, Durchschnitt 12 085 11 098 Fahrzeuge 50 49 Wagenkilometer 3 044 370 3 076 000 Bilanz/Rechnung Eigenkapital 6 534 000 6 580 000 Fremdkapital 12 440 000 12 284 000 Betriebsaufwand 19 508 000 19 100 000 Verkehrsertrag 9 760 909 9 833 256 Nebenertrag 888 362 666 549 Abgeltungen 8 983 000 8 696 000 Betriebsgewinn 124 000 96 000 Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 04.04.2005 |
Spreitenbach und
Killwangen Neue Spitex Claudia Maurer hat ihre Arbeit als neue Stützpunktleiterin in Spreitenbach aufgenommen. Sie ist ausgebildete Pflegefachfrau AKP und bringt bereits sehr viel Erfahrung von ihrer letzten Stützpunktleitung bei der Spitex Glattbrugg mit. Ihr Arbeitsbereich in Spreitenbach schliesst unter anderem die Gesamtleitung der Haus- und Krankenpflege, Bedarfsabklärungen, Pflegeeinsätze etc. ein. Gemeinderat Fredy Nüesch von Spreitenbach hat infolge Ressortwechsel das Präsidium per 1. Januar 2005 neu an Gemeinderätin Cornelia Biasca von Killwangen übergeben. Neu im Vorstand ist Gemeinderat Josef Bütler, Spreitenbach, als Vizepräsident. (az) |
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| Mittelland Zeitung; 02.04.2005 |
CVP Killwangen
feierte Peter Voser Präsident Urs Alt eröffnete die Generalversammlung mit einer kurzen Laudatio an Peter Voser. Diese Wiederwahl sei nach der Verkleinerung des Grossen Rates nicht selbstverständlich gewesen und für die kleine Gemeinde Killwangen ein Triumph. Um so mehr müsse nun der Schwung der CVP in die nächsten Gemeinderatswahlen mitgenommen werden. Gemeinderätin Cornelia Biasca überreichte dem gefeierten Grossrat einen Blumenstrauss in den Farben der CVP mit dem Hinweis, dass auch sie nach dem erfolgreichen Wahlwochenende beflügelt in die Gemeinderatswahlen gehe und alles daran setze, die Wahl zum Gemeindeammann für sich zu bestimmen. Peter Voser bedankte sich für den Applaus und erklärte, dass die CVP mit nun 26 Sitzen mehr als das errechnete Ziel erreicht habe; er sei aber trotzdem ein wenig enttäuscht, dass die Limmattaler Gemeinden amtierende Grossräte vom Limmattal zu wenig unterstützten hätten. (az) Aktuelles der CVP-Killwangen >> |
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| Neue Zürcher Zeitung; 29.03.2005 |
Vermisster in
Bauernhof aufgetaucht -yr. Ein 55-jähriger, aus Spanien stammender Epileptiker, der vor Ostern als vermisst gemeldet worden war (NZZ 26./27. 3. 05), ist am Abend des Karfreitags wohlbehalten aufgefunden worden. Der Vermisste hatte gemäss einer Meldung der Kantonspolizei auf einem Bauernhof in Killwangen (AG) übernachtet. |
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| Mittelland Zeitung; 18.03.2005 |
Killwangen
Lokführer stoppte brennenden SBB-Intercityzug Gegen 16.45 Uhr hatte der Intercityzug 580, der zwischen Chur und Basel verkehrt, eine Bremsstörung. Auf der Höhe von Killwangen brach - vermutlich aufgrund von Störungen am Drehgestell - bei zwei bis drei Wagen Feuer aus. Der Lokführer konnte den Zug stoppen und alarmierte die Feuerwehr, die den Brand löschte. «Es rauchte wie wild», berichtete ein Zugpassagier. Ein paar Hundert Zugreisende mussten auf der Strecke auf einen rasch bereitgestellten Extrazug umsteigen. Sie gelangten mit gut einer halben Stunde Verspätung an ihr Reiseziel. (esw) Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 17.03.2005 |
Wechsel im
Präsidium des Verwaltungsrates Würenlos An der Generalversammlung der Raiffeisenbank hat Marcel Moser an Roger Meier übergeben. Die 83. Generalversammlung der Raiffeisenbank Würenlos durfte von einem erfreulichen Abschluss Kenntnis nehmen. VR-Präsident Marcel Moser konnte in der Mehrzweckhalle Würenlos sowie über Satellit in den Turnhallen Boostock in Spreitenbach und Zürcherstrasse in Neuenhof insgesamt 861 Mitglieder herzlich willkommen heissen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr überschritt die Bilanzsumme erstmals die Grenze von einer halben Milliarde Franken. Der Bruttogewinn erreichte mit über 4,5 Mio. Franken ebenfalls eine erfreuliche Zunahme um rund 9,7 Prozent. Damit konnten die Reserven grosszügig aufgestockt werden und die Raiffeisenbank Würenlos erreicht die gesetzlich geforderte Eigenmittelunterlegung auch ohne Anrechnung der statutarischen Nachschusspflicht. erneut mehr mitglieder Der Vorsitzende der Bankleitung, Patrick Binkert, konnte auf ein erfolgreiches Stück Weg der Raiffeisenbank Würenlos zurückblicken. Aufgrund der guten Nachfrage und trotz erschwerten Wettbewerbsbedingungen erhöhten sich die Ausleihungen auf neu 457,5 Mio. Franken. Der Bestand an Hypothekarforderungen nahm um 11,2 Mio. auf 444,4 Mio. zu. Die Kundengelder wiesen eine Zunahme um 1,3% auf. Die Kassenobligationen verzeichneten dabei wie bereits im Vorjahr die grösste Zunahme: mit über 7 Mio. Franken zeigt sich, dass auch konventionelle Anlageinstrumente durchaus attraktiv sein können. Das Mitgliederwachstum der Raiffeisenbank Würenlos hat sich fortgesetzt: Innert Jahresfrist hat die Zahl der Genossenschafter von 5513 auf 5848 (+ 6,1%) zugenommen. Ein Beweis, dass die Raiffeisen-Idee auch in der heutigen Zeit überzeugt. Personelle wechsel VR-Präsident Marcel Moser führte wie gewohnt routiniert durch die letzte Generalversammlung in seiner 22-jährigen Behördentätigkeit. In seiner Abschiedsrede konnte er auf 16 Amtsjahre als Verwaltungsratspräsident zurück blicken, in welchen er erhebliche Veränderungen miterleben und -gestalten durfte. Sein Nachfolger, Roger Meier, Killwangen, freut sich auf die Herausforderung, die Raiffeisenbank Würenlos weiterhin auf Erfolgskurs zu halten. Auch die Aufsichtsratspräsidentin, Anita Huber, übergibt nach 12-jährigem Wirken «das wachsame Auge» an Daniel Meier, Spreitenbach. Unter grossem Applaus wurde den abtretenden Behördenmitgliedern für deren Tätigkeit gedankt. Die Leiterin der Geschäftsstelle Neuenhof, Daniela Gisi, wird eine neue berufliche Herausforderung annehmen. Nach internen Weiterbildungen kehrt Doris Dodaj nach Neuenhof zurück und zeichnet ab Mitte April für die Leitung verantwortlich. Michael Merkli, Leiter der Geschäftsstelle in Spreitenbach, feiert dieses Jahr sein 25-Jahr-Dienstjubiläum. Nachdem unter dem Traktandum «Verschiedenes» die Frage nach dem optimalen Gewinn einer Genossenschaftsbank diskutiert wurde, durften sich die Genossenschafterinnen und Genossenschafter im gemütlichen Teil des Abends von den drei lokalen Gastgebern kulinarisch verwöhnen lassen. (pb) |
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| Limmattaler Tagblatt / MLZ; 15.03.2005 |
Die Weichen auf
Ausbau gestellt Kantonsrat Zürcher Verkehrsverbund erhält 650 Millionen - gegen den Willen der SVP Der Zürcher Verkehrsverbund darf sein Angebot ausbauen, auch wenn das mit zusätzlichen Ausgaben verbunden ist. Die SVP, die den ZVV auf ein langsameres Gleis verlegen oder gar in den Prellbock fahren lassen wollte, blieb allein. Alfred BorterDie SVP-Fraktion war gestern nicht bereit, einen Rahmenkredit über 650,5 Millionen Franken zu bewilligen, welche der Verkehrsverbund zur Deckung des Aufwands in den Jahren 2005 und 2006 braucht. Insgesamt rechnet man mit einem Aufwand von 1454,2 Millionen Franken für die beiden Jahre; der Ertrag soll sich auf 742,7 Millionen belaufen, Bund und Nachbarkantone steuern 61 Millionen bei. Der Rest ist durch den Kanton Zürich und die Gemeinden zu übernehmen. In den Prellbock Die 650,5 Millionen Franken liegen um rund 43,5 Millionen Franken über dem Betrag, den Kanton und Gemeinden in den beiden letzten Jahren aufzuwenden hatten, weil das Angebot auf den Fahrplanwechsel 2004 beträchtlich erweitert worden ist. Die SVP stellte sich nun auf den Standpunkt, auch jetzt müssten 607 Millionen genügen. Der Rat zeige sich zu ausgabenfreudig, kritisierte SVP-Sprecher Lorenz Habicher (Zürich). Ernst Brunner (SVP, Illnau-Effretikon) sprach von einer unvernünftigen Kostenaufblähung. Doch die SVP fuhr ungebremst in den Prellbock: Mit 107 zu 54 Stimmen entschied der Rat, die Kürzung auf 607 Millionen nicht zu akzeptieren, und als die SVP dann kurzerhand fand, dann sei der ganze Kredit zu verwerfen, unterlag sie mit 107 zu 51 Stimmen. In der Schlussabstimmung genehmigte der Rat den Kredit mit 105 zu 50 Stimmen. Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer (SVP), die auch für den vollen Kredit geworben hatte, gab zu verstehen, der ZVV werde nicht alles Geld ausgeben können, verlange man doch auch von ihm im Zusammenhang mit den Anstrengungen zur Wiederherstellung des Budgetgleichgewichts ein Opfer. Zuvor hatte man des Langen und Breiten über die Grundsätze zur mittel- und langfristigen Entwicklung von Angebot und Tarif im öffentlichen Personenverkehr diskutiert. Die SVP hatte nicht weniger als zehn Minderheitsanträge eingebracht - zwei davon zog sie zwar zurück, doch die andern führten zu einer engagierten Debatte, wobei die SVP eins ums andere Mal zu hören bekam, man verstehe eigentlich nicht, warum sie sich derart störrisch verhalte. Ohne funktionierenden öffentlichen Verkehr gebe es ja kein Wirtschaftswachstum, versuchte Kommissionspräsidentin Sabine Ziegler (SP, Zürich) die SVP zu überzeugen. Die hohen Benützerfrequenzen zeigten doch klar, dass es Bahn, Tram und Bus brauche, ergänzte Esther Arnet (SP, Dietikon), und mit dem weiteren Ausbau sei man auf dem richtigen Weg. Die Anträge der SVP seien destruktiv, meinte Jürg Stünzi (GP, Küsnacht), und Reto Cavegn (FDP, Oberengstringen) fügte bei, es sei einiger Nachholbedarf zu befriedigen, wobei er darauf hinwies, das gelte auch bei den Strassen. Heinrich Frei (SVP, Kloten) hingegen hielt einen Marschhalt für angebracht, Lorenz Habicher (SVP, Zürich) fand, man müsse die vertrauten und verstaubten Denkweisen verlassen und zu einer neuen Verkehrspolitik finden. Engagement fürs Limmattal Bemerkenswert war, dass sich Willy Haderer (SVP, Unterengstringen), Präsident der Zürcher Planungsgruppe Limmattal, einem Minderheitsantrag seiner Fraktionskollegen widersetzte: Er fand es richtig, in den Grundsätzen zu erwähnen, dass die Stadtbahn Limmattal und die Ringbahn Hardwald in den Richtplänen zu verankern seien. Andere SVP-Mitglieder aus dem Bezirk Dietikon wollten nicht gegen die Mehrheitsmeinung opponieren, sie enthielten sich der Stimme. Mit 98 zu 36 Stimmen gab der Rat seiner Meinung Ausdruck, das Trassee vom Zürcher Farbhof über Schlieren und Dietikon nach Killwangen sowie die Verlängerung der Glattalbahn rund um den Hardwald sollten in der Richtplanung berücksichtigt werden. Damit ist immerhin ein Pflock eingeschlagen. Am Schluss passierten die Grundsätze unverändert mit 102 zu 17 Stimmen. Mehr zur Geschichte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 01.03.2005 |
Einiges wurde
verändert Bezirk Baden Nachbetrachtung der Grossratswahlen in den Gemeinden In zahlreichen Gemeinden haben sich die Wähleranteile verändert. Dies ist auch im Hinblick auf die Kommunalwahlen im Herbst interessant. Zwei Trends sind feststellbar: Die Verkleinerung des Grossen Rates und der Wechsel vom Listen- zum Kandidatenstimmensystem haben dazu geführt, dass einerseits vermehrt unveränderte Listen eingeworfen wurden, andererseits aber die Zugpferde der Parteien vor allem an ihrem Wohnort für gute Ergebnisse besorgt waren. Nach Kandidatenstimmen hat in 21 von 27 Gemeinden des Bezirks die SVP die Nase vorn, in einigen Gemeinden aber nur noch ganz knapp. Auffallend ist der weitere Vormarsch in einstigen CVP-Gemeinden wie Fislisbach, Mellingen, Neuenhof, Spreitenbach, Wettingen und Würenlos. Klare Verhältnisse zugunsten der SVP ergaben sich auch in den beiden Ehrendingen und im Limmattal. Einzig in Freienwil, Killwangen, aber auch in Würenlingen verbleibt die CVP auf Platz 1; in Obersiggenthal hat sie gar wieder die SVP überflügelt. SP legte in Baden zu Die FDP hingegen gab ihre letzten Vormachtstellungen in Nieder- und Oberrohrdorf an die SVP ab. Während die SP ihre Dominanz nun auch in Turgi an die SVP verlor, legte sie verschiedenenorts, insbesondere in der Stadt Baden sowie in Ennetbaden, mächtig zu und ist dort klar die wählerstärkste Partei. Man darf gespannt sein, wie die SP allenfalls diesen Erfolg bei den Einwohnerrats- und Stadtratswahlen umzusetzen vermag. In Baden musste die DFP eine bittere Pille schlucken: Sie liegt nach Parteistimmen hinter der CVP und wurde gar von der SVP übertrumpft. Im Schatten der SP legten in Baden die Grünen dank ihren einheimischen Kandidaten, an deren Spitze Stefan Keller, mächtig zu; in Wettingen sind die Grünen zwar seit jeher gut vertreten, jedoch weit weniger stark als ennet der Limmat. Nicht zuletzt dank der gewählten Liliane Studer kam die EVP an ihrem Stammort auf ein besseres Ergebnis. In Wettingen erzielten die AP und die SD am meisten Stimmen, was aber nicht zum Sitzgewinn reichte. Für gute Resultate waren vielfach die Lokalmatadoren besorgt: In Baden holten wie üblich Josef Bürge und Andreas Binder für die CVP viele Stimmen und Ulrich Kohler für die SVP, aber auch - und im Besonderem in Ennetbaden - Simona Brizzi für die SP. Pikanterweise verlor die SVP-Hochburg Bergdietikon ihre Zugpferde Fabian Schenkel und Gusti Ungricht; ebenso ist es in Mägenwil dem abgewählten SVP-Gemeindeammann Daniel Pfyl ergangen. Auch ohne Kandidaten aus dem Dorf hält die SVP in Gebenstorf sowie in den Gemeinden am Rohrdor ferberg sowie in Neuenhof klar die Vormachtstellung, während sie in Untersiggenthal mit Hans Killer ihren bestgewählten Grossrat als Stimmenfänger hat. Zwei SVP-Grossräte können immer noch Obersiggenthal (mit Annerose Morach und Eugen Frunz) sowie Würenlos (Walter Markwalder und Moser) nach Aarau schicken. In Obersiggenthal kam die CVP dank Esther Egger sowie Max und Juliane Läng auf Stimmen. die Plätze getauscht Umgekrempelt wurde die interne Rangliste bei der FDP. Maja Wanner und Thierry Burkart marschierten an die Spitze. Bei der SP übertraf Simona Brizzi ihren Parteigenossen Max Chopard-Acklin. Mit Esther Egger und Ni cole Meier Doka liegen bei der CVP gleich zwei Frauen auf den Plätzen 3 und 4. Mit Fabian Schenkel (SVP), Peter Schuhmacher (FDP) und Brigitte Müller-Kaderli (EVP) liegen drei Abgewählte auf dem ersten Ersatzplatz. Weiter in den Startlöchern sind bei der CVP Max Läng, bei der SP Pia Müller, bei den Grünen Jonas Fricker. (-rr-/dm) |
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| Aargauer Zeitung / MLZ; 28.02.2005 |
Keine Chancen für
die Neuen Bezirk Baden SP und Grüne legen stark, CVP leicht zu - SVP büsst leicht, FDP stark ein Die Mitte-Rechts hat im Bezirk zusammen fast 3,5 Prozent an Wähleranteilen verloren, die Linke 4,5 Prozent gewonnen. Die EVP hat trotz leicht höherem Anteil einen Sitz abgeben müssen. Die SD scheidet aus. Es wurde kein einziger Neuer gewählt. Roman Huber/Dieter MinderDer grosse Rutsch wie vor vier Jahren blieb diesmal aus. Dennoch: Die im ganzen Kanton feststellbare Verschiebung hat auch im Bezirk Baden stattgefunden. Die SVP hat gemessen am Wähleranteil der Nationalratswahlen im Jahr 2003 ihren Zenit überschritten und büsste sogar gegenüber den Grossratswahlen 2001 ein (-0,76%); es reichte der SVP zu 8 Sitzen. Heftiger erwischte es die FDP: Sie verlor 3 Sitze und 2,67% des Wähleranteils. SP und Grüne auf Erfolgskurs Die SP ergatterte im Bezirk 7 Sitze und brachte all ihre Bisherigen ins verkleinerte Parlament nach Aarau. Sie legte 1,82% an Wähleranteil zu. Noch besser fuhren die Grünen. Sie reüssierten mit ihren beiden Bisherigen und konnten wählermässig gar um 2,68% zulegen. Gespannt war man auf das Abschneiden der CVP. Sie konnte ihre Talfahrt stoppen und mit ihrem Plus von 0,31% beim Wähleranteil gar gewinnen. Auch bei der CVP schafften es alle 7 Bisherigen; 3 hatten sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Die EVP konnte zwar im Bezirk gegenüber vor vier Jahren um 0,54% Wähleranteil mehr verbuchen, verlor mit der Ratsverkleinerung dennoch einen der beiden bisherigen Sitze. Mit einem Wählerverlust von über 0,5% verlor die im Grossen Rat künftig nicht mehr vertretene SD ihren einzigen Sitz. Ebenso erfolglos war die AP, die von einem Sitzgewinn weit entfernt blieb. SVP: Dennoch zufrieden «Gerne hätten wir mehr Sitze gehabt, doch wir können zufrieden sein», resümiert Ulrich Kohler, Vizepräsident der Bezirkspartei und Wahlkampfleiter. Möglicherweise hätte eine Listenverbindung einen Sitz gebracht, meint er. Kohler sieht aufgrund des Wahlausgangs keine Probleme im Rat: «Ich bin ein Sachpolitiker und glaube, mit der FDP und der CVP einen vernünftigen Konsens zu finden, allenfalls auch mit der SP, trotz unterschiedlicher Auffassung. FDP: Nicht zufrieden mit Wähleranteil «Mit dem Wähleranteil können wir nicht zufrieden sein», sagt Michael Keinersdorfer, Präsident der FDP Bezirk Baden. Die Partei ist im Vergleich zu den letzten Grossratswahlen auch noch hinter die SP gerutscht. Mit 5 Sitzen habe die Partei zwar das Wahlziel erreicht. Auch wenn sie ihren Wähleranteil von 2001 hätte halten können, wäre der 6. Sitz ausser Reichweite gewesen. Es zeige sich, so Keinersdorfer, dass man sich über Jahre einen guten Namen erarbeiten müsse, um gewählt zu werden. Als Beispiel erwähnt er Erika Schibli, die gewählt worden sei, obwohl sie aus einer kleinen Gemeinde (Wohlenschwil) komme. SP: Nur «mittelprächtiges» Ergebnis Für Marie-Louise Nussbaumer ist das nur ein «mittelprächtiges» Ergebnis: «Nach den Prognosen hätten wir mindestens 20 % erwartet.» Ein Viertel wäre ihrer Ansicht nach richtiger gewesen. Sie ist zumindest zufrieden, dass die Partei 7 Sitze behalten konnte: «Zusammen mit den beiden Grünen sind das doch 9 linke Sitze.» Das Potenzial im Bezirk Baden sollte jedoch grösser sein, aber die Linken hätten es besonders in den ländlichen Gemeinden schwer. Als Beispiel für das Potenzial erwähnt sie Ennetbaden, wo der Anteil bei 40 % liege. CVP: Gute Politik macht sich bezahlt Robert Vogler, Präsident der CVP des Bezirks und Wahlkampfleiter, ist erfreut: «Auf unserer Liste mit bekannten Köpfen haben wir ein gutes Resultat erreicht», so Vogler. Aus seiner Sicht habe sich die gute Kantonspolitik der CVP endlich bezahlt gemacht. Diese positive Entwicklung solle sich nun auf fortsetzen, ist Robert Vogler überzeugt. Grüne: Zuversichtlich für die Zukunft Geri Müller, Bezirksparteipräsident der Grünen, ist mit dem Ausgang der Wahlen sehr zufrieden. «Unsere konsequente, klare und ehrliche Politik hat sich bezahlt gemacht», so der Nationalrat der Grünen. Und das gute Resultat sei trotz unfreundlichem Wahlsystem und dem Lapsus beim Versand des Wahlmaterials erzielt worden, fügt Müller an. Besonders freue ihn, dass der rechte Block aufgelöst worden sei: «Das wird in den nächsten vier Jahren wieder ein vernünftige und innovative Politik ermöglichen, wie sie der Aargau verdient habe.» 7 mussten über die Klinge springen Mit der Verkleinerung des grossen Rates stand fest, dass mindestens sieben Bisherige über die Klinge zu springen hätten. So viele Abgewählte brachte das Ergebnis denn auch im Bezirk Baden. Die profilierten Köpfe in den Parteien schafften die Hürde problemlos. Damit ist auch gesagt, dass keiner der neu Kandidierenden gewählt wurde. Bestes persönliche Ergebnis im Bezirk erzielte Hans Killer (svp) mit 9230 Stimmen vor Josef Bürge (cvp) mit 8988. Dahinter liegt mit Andreas Binder (8615 Stimmen) ein weiterer CVP-Mann. Bei der FDP trumpfte Maja Wanner mit 5962 Stimmen als Spitzenreiterin auf vor Thierry Burkart (5880), seinens Zeichens Vizepräsident der FDP Aargau. Weit voraus kam bei der SP Simona Brizzi mit 7466 Stimmen zu liegen, gefolgt von Max Chopard-Acklin mit 6930 Stimmen. Bei der SVP, FDP und EVP sind die abgewählten Bisherigen auf den ersten Ersatzplätzen zu finden. Die CVP hat mit Max Läng, Obersiggenthal, und Kurt Wiederkehr, Baden, einen Gemeindeammann und einen Stadtrat in der Poleposition. Bei der SP ist Pia Müller, Wettingen, auf dem Platz zum Nachrutschen, bei den Grünen der Badener Einwohnerrat Jonas Fricker. Weniger Jungpolitiker gewählt Vor vier Jahren schafften doch einige Jungneulinge aus dem Bezirk Baden den Sprung ins Kantonsparlament. Diesmal wurden weniger Junge delegiert. Es waren 18 Kandidaten mit Jahrgang 1980 und jünger, von denen mit Fabian Schenkel (svp) und Brigitte Müller-Kaderli (evp), beide Jahrgang 1976, zwei ausscheiden mussten. Am anderen Ende der Altersskala haben die Stimmberechtigten ebenfalls eine Grenze gezogen, beim Jahrgang 1940. Es waren 5 Kandidaten, die älter waren, sie haben es nicht geschafft. Einer von ihnen ist der abgewählte Dragan Najman (sd). Mit 7 Grossräten stellen die Jahrgänge 1950-1954 den grössten Anteil. Sie überflügelten die Jahrgänge 1960-1964 und 1965-1969, obwohl aus diesen beiden Alterskategorien mehr Kandidaten zur Verfügung standen. Obersiggenthal am besten vertreten Am besten im Bezirk ist Obersiggenthal im Grossen Rat vertreten. Die 6 Grossratsmitglieder verteilen sich auf SVP, SP, CVP und GL. Danach folgen mit je 5 Grossräten Baden und Wettingen. Würenlos stellt 3 Kantonsparlamentarier, Untersiggenthal 2. Ennetbaden, Gebenstorf, Killwangen, Spreitenbach, Wohlenschwil und Würenlingen noch je 1. Die grosse Zahl der Gemeinden geht leer aus. PARTEISTÄRKEN IN % BEZIRK BADEN 1997 2001 2005 SVP 16.4 27.7 26.94 SP 21.1 18.0 19.82 FDP 18.8 18.6 15.93 CVP 24.5 22.1 22.41 FP 3.2 1.3 - EVP 5.0 4.5 5.04 GP 3.1 5.1 7.78 SD 3.6 2.5 1.66 AP - - 0.43 Kommentar Trendwende vorauszusehen roman huberIm Vergleich zu den Nationalratswahlen lässt sich das Ergebnis der Grossratswahlen 2005 gar als eine deutlichere Trendwende ansehen im Vergleich zu den Wähleranteilen der Grossratswahlen 2001. Dass die SVP ihren Zenit überschritten hat, war absehbar, die Misserfolge der Parteien weiter rechts eine logische Folge. Auf der Gegenseite war vorauszusehen, dass die SP angesichts der anhaltenden gespannten Wirtschaftslage und Arbeitsplatzsituation zulegen würde. Mit ihrer Umweltpolitik hatten die Grünen ihr Feld fast für sich allein und konnten so bei einem markanten Anteil im Stimmvolk Stimmen einheimsen. Die FDP bekam es am stärksten zu spüren, dass die Wählerschaft bei Proporzwahlen stets mit einem Auge nach Bern zwinkert. Insofern erstaunen ihre Verluste im Bezirk (und auch im übrigen Kanton) lediglich in ihrem Ausmass. Bei der CVP fragte man sich bereits vor vier Jahren, wann endlich die Talfahrt gebremst würde. Dass sie mit Doris Leuthard auf ihrem Banner nicht nur den Abwärtstrend stoppen, sondern gar zulegen konnte, liegt im Bezirk Baden nicht zuletzt an einer gut bestückten Kandidatenliste. Die Prognosen, wie sie der Wettinger Politbeobachter Max Knecht und auch die Regionalredaktion der AZ im Vorfeld stellten, sind fast eins zu eins eingetroffen. Das Ergebnis ist darum so wenig sensationell wie der Wahlkampf spannend war. Gespannt darf man aber dem Wahlherbst in den Kommunen entgegensehen, denn die Grossratswahlen sind von jeher Gradmesser für Parlaments- und Exekutivwahlen. |
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| Mittelland Zeitung; 26.02.2005 |
KILLWANGEN Dagegen
hat wohl kein Mensch etwas: Der Steuerertrag ist besser als budgetiert,
wenngleich knapp Der Steuerertrag für das Jahr 2004 beläuft sich auf 3,42 Millionen Franken gegenüber dem Budget von 3,36 Millionen Franken. Der Mehrertrag von 61 081 Franken entspricht einem Plus von knapp zwei Prozent. Die grössten Abweichungen zum Voranschlag resultierten bei den Grundstückgewinnsteuern mit einem Mehrertrag von 34 040 Franken und den Erbschafts- und Schenkungssteuern, wo kein Ertrag anfiel (Budget 20 000 Franken). Der Ausstand beträgt 663 231 Franken und liegt gegenüber dem Vorjahr um 21 647 Franken tiefer. Bezüglich Verlust und Erlass von Steuern ist gegenüber dem Voranschlag von 20 000 Franken ein Minderaufwand von 10 195 Franken zu verzeichnen. (az) rolf jenni |
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| Mittelland Zeitung; 21.02.2005 |
Der Dorfbach diente
als Übungsobjekt Spreitenbach Über 60 Feuerwehroffiziere aus dem Kreis Baden haben ihren Weiterbildungskurs zum Thema Schadendienst absolviert. Graziella HartmannWas tun, wenn bei einem Unfall Chemikalien auslaufen? Wie sichert man verletzte Personen? Oder wie kann ein fliessendes Gewässer vor Verschmutzung geschützt werden? «Diese Fragen behandeln wir im Weiterbildungskurs. Sie gehören thematisch zum so genannten Schadendienst», erklärt Hans Brugger, Kreisexperte des Aargauischen Versicherungsamts. Zusammen mit acht Instruktoren ist er für die Vermittlung der Lerninhalte verantwortlich. Und das ist keine kleine Aufgabe, weder für die Ausbilder noch für die örtliche Feuerwehr, die sich um die Infrastruktur kümmert. Am vergangenen Samstag kamen über 60 Offiziere zum Pauken nach Spreitenbach, was etwa einem Drittel aller Offiziere im Kreis Baden entspricht. Praktische Arbeit ist wichtig Gelernt wird in Gruppen von sieben oder acht Personen. Bei einer Art Postenlauf liefern die Instruktoren theoretisches Hintergrundwissen zur Gefahrenerkennung oder den Verhaltensweisen beim Auslaufen von Flüssigkeiten. Aber im Vordergrund stehen klar die praktischen Übungen. So wird das Binden einer Chemikalie auf fliessendem Gewässer direkt am Spreitenbach geübt. Mit einer Leiter und ein paar Brettern entsteht ein Steg, damit die Feuerwehrleute von beiden Seiten aus arbeiten können. Dann werden die Bretter und Planen befestigt. Zum Schutz der Natur soll alles möglichst schnell gehen. Gar nicht so einfach im dichten Schneegestöber. «Diesen Vorgang nennt man den Bach sperren, obwohl man eigentlich nicht das Gewässer selbst, sondern nur die Chemikalie am Weiterfliessen hindert», erläutert Fritz Schweiwiller, Kommandant der Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen. Die Zwischenbilanz des Kurses beim Mittagessen fiel
positiv aus. «Es klappt alles wie am Schnürchen», freute sich Hans Brugger
und lobte die Vorbereitungen der Spreitenbacher ebenso wie ihre
Gastfreundschaft. Wie gut sich die Kursinhalte gesetzt hätten, liesse sich
jedoch erst in den kommenden Monaten nach weiteren Übungen und Inspektionen
wirklich beurteilen. «Da spielt auch die praktische Erfahrung bei den
Einsätzen eine Rolle», sagte Brugger. Feuerwehr Spreitenbach-Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 14.02.2005 |
Am 27. Februar
werden mindestens drei Gemeinden leer ausgehen Bezirk Baden Künftig wird der Grosse Rat des Kantons Aargau noch 140 Mitglieder zählen. Das sind 9 Personen weniger, als sich aus dem Bezirk Baden um einen Sitz im Kantonsparlament bewerben. dieter minder30 Grossratsmandate können die Stimmberechtigten des Bezirks Baden am 27. Februar verteilen. Zur Auswahl stehen 149 Frauen und Männer auf 8 Listen. Die meisten Bewerber wohnen in den zentralen Gemeinden. Stetten und beide Ehrendingen scheinen kein guter Boden für Kantonspolitiker zu sein. Aus den grossen Gemeinden des Bezirks bewerben sich auch die meis-ten Damen und Herren um die Wahl ins Kantonsparlament. Baden steht mit 31 Kandidaten an der Spitze, gefolgt von Wettingen mit 28. Schon das drittplatzierte Obersiggenthal bringt es mit 15 noch knapp auf die Hälfte der beiden Grossstädte. Aus allen anderen Gemeinden sind es jeweils weniger als 10 Kandidaten. Die in rund 10 Monaten entstehende Grossgemeinde Ehrendingen wird ganz auf einen Vertreter im Kantons-parlament verzichten müssen. Hier fanden sich weder Frauen noch Männer, um sie auf die Liste zu setzen. Ein Phänomen, das sich auch bei den Kommunalwahlen zeigt. Das Interesse, einen Posten in Ehrendingen zu übernehmen, hält sich in Grenzen. Ebenfalls kein Bewerber wohnt in Stetten. In den anderen Gemeinden könnte mindestens je ein Parlamentsmitglied wohnen. Jeweils mehr als 5 Kandidaten kommen aus Bergdietikon, Ennetbaden, Neuenhof, Spreitenbach, Untersiggenthal und Würenlos. Sie wohnen im Limmattal Ein Schwergewicht bildet das obere Limmattal. 28 Kandidaten wohnen in Bergdietikon, Killwangen, Neuenhof, Wettingen oder Würenlos. Nur einer weniger kommt aus dem unteren Limmattal, mit Gebenstorf, Obersiggenthal, Turgi und Untersiggenthal. Baden und Ennetbaden mit insgesamt 37 Bewerbern überflügeln alle anderen. Bei Baden ist zu berücksichtigen, dass auch die Bewerber aus Rütihof, dem Ortsteil im Reusstal, mitgezählt werden. Lediglich 1 Bewerber kommt aus dem Surbtal, nämlich aus Freienwil, der kleinsten der 3 Gemeinden. In den Gemeinden des Rohrdorferberges und des Reusstales fanden die Parteien, mit Ausnahme Stettens, mindestens 1 Kandidat. Je grösser die Gemeinde, desto grösser das Reservoir an Bewerbern. Mit je 4 Kandidaten stehen Fislisbach und das aufstrebende Mägenwil an der Spitze. Ober- und Niederrohrdorf kommen auf je 3 Kandidaten, also 6 eines allfällig vereinten Rohrdorf. Die Jüngsten kandidieren auf den Listen der SVP, FDP und SP. Die beiden ältesten Bewerber sind Mitglieder der SD und der AP. Mit 26 Kandidaten sind die Jahrgänge 1955 bis 59 am stärksten vertreten, der grösste Anteil entfällt auf die FDP. Es gibt Politische Familien In mehreren Fällen treten Geschwister beziehungsweise Ehegatten miteinander oder besser gesagt gegeneinander an. Beispiele sind Claudia und Sandro Zmoos aus Baden, Sandra und Marcel Marlovits aus Wettingen, Gabriele und Lara Bomatter aus Ennetbaden, Vater Max und Tochter Juliane Läng aus Obersiggenthal. Auf unterschiedlichen Listen stehen sich dagegen Ruth Amacher Dzung und ihr Mann Dacfey gegenüber. Mit Lilian Studer (bisher) will die Familie von Nationalrat Heiner Studer den (Erb-)Sitz sichern. Einen anderen Weg wählten die Freys aus Wettingen. Gemeindeammann und Vater Karl hat auf eine Wiederkandidatur verzichtet, Sohn Stephan könnte nachrücken. Den Sprung zurück in den Grossen Rat möchte Anita Wilhelm aus Neuenhof schaffen. Peter Commarmot ist, nach Ehrenrunden durch andere Parteien, wieder bei der AP gelandet. Ein weiterer, den es zurück ins Parlamentsgebäude zieht, ist Martin Christen aus Turgi. Er sass schon vom 1985-93 und 95-98 dort. Exekutive will in die Legislative Immer wieder werden von Gemeinderatsmitgliedern Doppelmandate angestrebt. Die Fraktion der Gemeindeammänner wird trotzdem kleiner werden. Nochmals wissen wollen es Josef Bürge aus Baden, Daniel Pfyl aus Mägenwil und Hans Killer aus Untersiggenthal. Ruedi Kalt (Spreitenbach) und Karl Frey (Wettingen) haben verzichtet. Zur Wiederwahl stellen sich die früheren Gemeindeammänner von Killwangen, Peter Voser, und Würenlos, Walter Markwalder. Erstmals tritt der Obersiggenthaler Ammann Max Läng an. Sollte er es schaffen und die beiden Bisherigen Esther Egger und Marie-Louise Nussbaumer wiedergewählt werden, würde der Gemeinderat Obersiggenthal die stärkste Exekutivdelegation in der Legislative stellen. Der Badener Stadtrat Kurt Wiederkehr wird zur Wahl vorgeschlagen und ebenso Brigitte Diggelmann, Gemeinderätin aus Bergdietikon. Badens Stadtrat könnte künftig doppelt im Kantonsparlament vertreten sein. Der im vergangenen Jahr zum Neuenhofer Gemeinderat gewählte Daniel Schibli will nun auch in den Grossen Rat. Die einst starke Delegation der Gemeindeschreiber wird noch von Andreas Senn, Würenlingen, repräsentiert. Er tritt am 27. Februar wieder an. |
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| Mittelland Zeitung; 11.02.2005 |
Die Ehemaligen
wollen zuerst hin- und dann nach vorne schauen AZ vom 4. 2. Im Bericht vom Pfarreiforum der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Neuenhof ist eine Aussage der Kirchgemeindepräsidentin Isabella Roth zitiert im Zusammenhang mit den ehemaligen Angestellten und deren Gesprächs Bereitschaft: Sie (Roth/Kirchenpflege) hätten die ehemaligen Mitarbeiter mehrmals erfolglos eingeladen, sagte Roth: «Ich möchte die Anschuldigungen einmal hören, aber die Leute verweigern sich.» Wir ehemaligen Angestellten sagen dazu: Diese Aussagen sind unwahr. Tatsache ist: Im Jahre 2000, nach unserer Kündigung (6 Angestellte), schrieb Isabella Roth in ihrem Artikel vom 11. August in der «Limmatwelle»: «Falls von interessierten Personen eine Aussprache gewünscht wird, werden wir dies öffentlich und für alle zugänglich machen.» Wir Angestellten sagten im Interesse einer guten und fairen Information der Pfarreiangehörigen im Artikel im Pfarrblatt vom 24. August 2000: «Es ist an der Zeit, alle Fakten auf den Tisch zu legen! Deshalb wünschen wir eine öffentliche Aussprache, geführt durch einen neutralen Gesprächsleiter mit allen Betroffenen und den Pfarreiangehörigen.» Die Kirchenpflege ist unserem Wunsch, trotz ihres Versprechens‚ nicht nachgekommen. Wir wurden nie zu einer konstruktiven Aussprache geladen. In den Jahren 2002 bis 2004 wurde aus unserem Kreis versucht, in persönlichen Briefen an die Kirchenpflegepräsidentin Roth und an Kirchenpfleger Peter Truniger auf die Missstände und auf die Gefahr neuer Kündigungen aufmerksam zu machen. Es folgte aber auch auf diese persönlichen Briefe von beiden Personen keine Reaktion - weder persönlich noch öffentlich, weder mündlich noch schriftlich. So wurden und werden wir Ehemalige ausgebremst und nicht zuletzt auch in unserem Ruf geschädigt, beleidigt und verletzt. Wir sind immer wieder mit Unterstellungen und Verdächtigungen konfrontiert (Pfarreiforum) oder die Kirchenpflege versucht Fakten auszuweichen, indem sie sich auf ihre «gesetzliche Schweigepflicht» beruft. So kann sie jeder konstruktiven und sachliche Information der Pfarreiangehörigen aus dem Weg gehen. Unsere Kündigungsgründe sind der Kirchenpflege bekannt und darüber darf man öffentlich reden. Die vier Kündigungen im Jahre 2004/05 erstaunen uns unter den herrschenden Zuständen überhaupt nicht und wir Ehemaligen bedauern das Unrecht und Leid sehr, das den uns nachfolgenden Angestellten geschah. Dies hätte vermieden werden können. Liselotte Artel, Brigitte Ambühl, (ehemalige Katechetinnen), Pia A. Kohler, (ehem. Teamleiterin/Seelsorgerin), Monika Wasser, Rita Ursprung, Peter Ursprung (ehem. Hilfssakristane), alle Neuenhof Interessentin wurde wieder ausgeladen «Sie hätten die ehemaligen Mitarbeiter mehrmals erfolglos eingeladen, sagte Roth: «. . . aber die Leute verweigern sich»: Das ist nun wirklich genau das Gegenteil dessen, was wahr ist. Mir ist eine Person bekannt (die anonym bleiben will), die früher hier gearbeitet hat, die an dieses Forum hätte kommen wollen. Sie sei ausdrücklich abgewiesen worden vonseiten des Gemeindeleiters. Ich bin nicht gegangen und werde an vergleichbare Veranstaltungen auch nicht gehen, weil ich das Vertrauen in das gesamte Gremium verloren habe. Diffamierung meiner Person an der Öffentlichkeit (AZ-Leserbrief vom 31. 1. 2005) durch die Behauptung des Pfarreirats, ich hätte «Gesprächsangebote abgelehnt», was ebenfalls 100% unwahr ist. Denn ich habe kein einziges Gespräch jemals abgelehnt zur Zeit meiner Anstellung. Was erwarten von einem Forum, das am 2. 2. 2005 stattfindet, wenn der Pfarreirat bereits am 31. 1. 2005 (AZ-Leserbrief) festzustellen fähig ist, dass «die behaupteten Vorwürfe ungerechtfertigt (sind)?». In meiner schriftlichen Kündigung waren die Kündigungsgründe ausführlich dargelegt worden. Man hätte jederzeit darüber reden oder sie vorlesen dürfen. Auch der Pfarreirat hatte per 2. Februar einen erläuternden Brief meinerseits erhalten und hätte Auskunft geben können. (PS: Wenn einem das Sich-Entbinden-Lassen von der Schweigepflicht ein Anliegen wäre, würde man sich darum bemühen.) Abschliessend noch ein paar Fakten zur allgemeinen Aufklärung bezüglich meiner Kündigungsgeschichte: Mir stand einen Monat lang kein PC zum Arbeiten zur Verfügung; Ein konkretes Pflichtenheft fehlte; Gespräche mit dem Gemeindeleiter zu meiner Konzeptarbeit wurden permanent aufgeschoben: Am 6. 1. 2005 kam es zur mündlichen Kündigung an mich vonseiten des Gemeindeleiters; Gleichentags Aufhebung der mündlichen Kündigung durch die Kirchenpflegepräsidentin. Der Gemeindeleiter könne mir gar nicht kündigen, da nur die Kirchenpflege anstellende Behörde sei; an die darauffolgende Krisensitzung der Kirchenpflege (7. 1. 05) müsse ich nicht kommen, da sie (die Kirchenpflegepräsidentin) meinen Standpunkt dort sehr gut vertreten könne; aus diesen und weiteren Gründen reichte ich am 8. 1. meine schriftliche Kündigung ein. Monika Wild, Psych. lic. phil., Ehemalige Angestellte der Pfarreien Neuenhof/Killwangen. Ungelöster Konflikt um Kompetenzen Mit Erstaunen habe ich im Artikel «Die Bürde der Kirchenstruktur lastet schwer» die von Kirchenpflegepräsidentin Isabella Roth am Pfarreiforum gemachte Aussage zur Kenntnis genommen, die ehemaligen Mitarbeitenden seien mehrmals zum Gespräch eingeladen worden, hätten sich diesem aber verweigert. Als Ehemaliger wäre ich an einer Teilnahme höchst interessiert gewesen, bekam aber weder vonseiten der Kirchenpflege noch von Pfarreileiter Jürgen Rotner jemals eine Einladung. So erfahre ich nun durch die Presse den ‹wahren› Grund für die vielen Personalwechsel der letzten Jahre. Schuld sind - so das Fazit des Forums - die Strukturen der katholischen Kirche. Diese Schlussfolgerung ist auf meine Erfahrung bezogen stark verkürzt. Ausschlag für meine Kündigung gab nicht das «Kirchenrecht», welches «die Kirchenpflege nicht ändern kann»; es war die mangelnde Professionalität meiner Vorgesetzten, die mir zunehmend Schwierigkeiten bereitete. Als Pfarreileiter gelang es Jürgen Rotner meines Erachtens nicht, einen Leitungsstil zu finden, der sowohl beim Team als auch bei der Kirchenpflege Akzeptanz fand. Seine Unsicherheit in der Leitung verlangte nicht nur nach vielen zeitintensiven Klärungssitzungen, sondern vermochte auch den seit Jahren schwelenden Konflikt um Kompetenzen und Zuständigkeiten zwischen Team und Kirchenpflege nicht zu lösen. Die Folgen waren gegenseitiges Misstrauen, Überdruss und ein Pfarreileiter, der sich aufgrund von wachsendem Druck von allen Seiten mit autoritären Mitteln durchzusetzen begann. In dieser Konstellation versuchte Rotner meiner Mitarbeiterin, welche Missstände immer wieder sehr direkt benannte, die Hauptschuld an der Situation zuzuweisen. In diese Stossrichtung arbeitete im Hintergrund auch seine Ehefrau Astrid Rotner-Sigrist. Telefonisch und in einem ausführlichen Brief äusserte sie sich mir gegenüber ehrverletzend über meine Mitarbeiterin und forderte mich dazu auf, mich von dieser zu distanzieren. Unsere langjährige Freundschaft diffamierte Frau Rotner als «zutiefst gestörte Beziehung». Als Rotner Anfang August meiner Mitarbeiterin die Kündigung androhte, liess Kirchenpflegepräsidentin Roth diese Kompetenzüberschreitung stillschweigend zu. Unter solchen Umständen war es für mich an der Zeit zu gehen. Bevor man in der Kirchgemeinde Neuenhof wieder nach vorne schauen kann, wie es unter anderem Claudia Mennen am Pfarreiforum forderte, muss man erst einmal den Mut aufbringen, hinzuschauen. Stefan Haener, Wettingen, ehemaliger Mitarbeiter Pfarreien Neuenhof, Killwangen 2001-2004 Geschichtliche Informationen zur Pfarrei Killwangen >> |
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| Limmattaler Tagblatt / MLZ; 02.02.2005 |
Region Wirtschaft
Zeitung Kräfte der Regionalpolizei waren im vergangenen Jahr gefordert Spreitenbach Zahl verhafteter Straftäter erneut gesteigert Die Regionalpolizei Spreitenbach konnte die Anzahl verhafteter Straftäter im Vergleich zum Vorjahr erneut steigern. Die Zahl der Führerausweisentzüge wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand wurde verdoppelt. Der Regionalpolizei Spreitenbach gelang es im vergangenen Jahr anlässlich der durchgeführten Patrouillen in ihrem Einsatzgebiet (Bergdietikon, Killwangen und Spreitenbach) insgesamt 38 (Vorjahr 36) Straftäter zu verhaften. Wie die Regionalpolizei in ihrem «Jahresrückblick» schreibt, handelte es sich dabei um gesuchte Straftäter, illegal in der Schweiz weilende Personen und um solche, welche unmittelbar nach der Verübung einer Straftat verhaftet werden konnten. Diese Verhaftungen seien nur durch konsequente Personenkontrollen möglich gewesen. Weiter konnten 31 Personen (Vorjahr 32) angehalten werden, welche durch verschiedene Strafbehörden gesucht worden waren. 18 betrunkene Autofahrer gestoppt Im Strassenverkehr mussten 18 (9) Fahrzeuglenker wegen Alkohol am Steuer verzeigt werden und den Führerausweis jeweils an Ort und Stelle abgeben. Bei Radarkontrollen wurden total 12 258 Fahrzeuge gemessen, wovon 1560 zu schnell fuhren. Dies entspricht wie im Vorjahr einem Anteil von 12,7 Prozent. Insgesamt 49 Fahrzeuglenker missachteten die signalisierte Höchstgeschwindigkeit um mehr als 15 km/h. Eine erfreuliche Wende konnten gemäss Regionalpolizei bei den Verzeigungen im Bereich des Waffengesetzes verzeichnet werden. Nachdem im Jahr 2003 noch 20 Personen wegen illegalem Waffenbesitzes verzeigt worden seien, mussten im vergangenen Jahr lediglich noch fünf Waffen bei Personenkontrollen sichergestellt werden. Ebenfalls rückläufig war die Zahl der Anzeigen im Bereich illegaler Drogen. Insgesamt mussten 101 (110) Personen wegen dem Konsum oder dem Besitz von Betäubungsmitteln verzeigt werden. Wie schon in den Vorjahren handelte es sich dabei in den meisten Fällen um sogenannte weiche Drogen wie Haschisch und Marihuana. Aktive Prävention im Einsatzgebiet 2004 war die Regionalpolizei 176 (174) Mal ausserhalb der Bürozeiten auf Patrouille. Zusammen mit der Kantonspolizei Spreitenbach wurden 45 (34) Patrouillen durchgeführt. Ein Hauptaugenmerk sei dabei auf die Kontrolle der verschiedenen Wohn- und Industriequartiere sowie auf die Einkaufszentren und den Bahnhof Killwangen gelegt worden. Bei allen Einsätzen musste nie eine verletzte Polizistin oder ein verletzter Polizist verzeichnet werden. Künftig mehr Radarkontrollen Mit der Einführung von flächendeckenden Tempo-30-Zonen in den Gemeinden Bergdietikon, Killwangen und Spreitenbach werden gemäss Mitteilung im laufenden Jahr vermehrte Geschwindigkeitskontrollen zur Durchsetzung der tieferen Höchstgeschwindigkeit nötig sein. Durch die Anschaffung eines eigenen Radargerätes der neusten Generation im Verlaufe dieses Jahres, werde man künftig in der Lage sein, besser und flexibler auf festgestellte Geschwindigkeitsexzesse reagieren zu können, so die Regionalpolizei Spreitenbach. (lt) |
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| Mittelland Zeitung; 01.02.2005 |
Stotternde
Nächstenliebe Neuenhof Am Pfarreiforum sollen Ursachen der Personalwechsel ergründet werden. dieter minderDie römisch-katholischen Kirchgemeinden des Limmattales haben eines gemeinsam, ihnen fehlen Priester. Momentan leidet die Kirchgemeinde Neuenhof stark an dieser vom Kirchenrecht nur unbefriedigend gelösten Situation. Vor 8 Jahren verliess Pfarrer Urs Eigenmann die Römisch-katholische Kirchgemeinde Neuenhof. Seither wird diese von «Laienseelsorgern» geleitet. Die kirchenrechtlich und staatsrechtlich nicht übereinstimmenden Kompetenzen und Erwartungen der Gläubigen haben in der Kirchgemeinde zu einem seit Jahren mit unterschiedlicher Intensität schwelenden Konflikt geführt. Ein Ausdruck davon waren starke Personalwechsel im Seelsorgebereich. Nun hatte wieder eine Mitarbeiterin gekündigt. In Leserbriefen wurde die Angelegenheit behandelt. Angesichts der Situation hat die Kirchenpflege zum Gespräch eingeladen: «Das Pfarreiforum setzt sich zum Ziel, mögliche Ursachen wahrzunehmen und Wege zu finden, ungünstige Muster zu durchbrechen, die Informationsweise und Zusammenarbeit zu verbessern und die Freude am Einsatz in unserer Pfarrei zu erhöhen.» Priestermangel im Limmattal Bis zu seiner Pensionierung im vergangenen Jahr war auch Regionaldekan Rudolf Rieder als priesterlicher Mitarbeiter in den Kirchgemeinden Neuenhof und Killwangen tätig. Letztere ist rechtlich selbstständig, die Seelsorge wird seit den 80er-Jahren durch die Kirchgemeinde Neuenhof organisiert. Schon damals war es der Kirchgemeinde Killwangen nicht mehr gelungen, einen eigenen Pfarrer anzustellen. Im laufenden Jahr, nach der Pensionierung von Pfarrer Juan Sanchez, dürfte auch in Spreitenbach ein Priester fehlen. Die Kirchgemeinde Wettingen muss ebenso ohne Priester leben wie die Kirchgemeinde Baden. Priestermangel ist ein verbreitetes Phänomen. Laienseelorger verfügen über eine gute theologische Ausbildung. Vielen fehlt meist nur die Weihe zum Priester, weil sie sich beispielsweise für eine Ehe entschieden haben. Frauen bleibt der Weg zur Weihe prinzipiell versperrt. In einer Kirchgemeinde ohne Pfarrer haben sie trotzdem Führungsaufgaben zu übernehmen. Ihnen bleibt jedoch vom Kirchenrecht her einiges verwehrt. Das gilt beispielsweise bei der Messfeier. Umbruch der Gesellschaft Früher besassen die Pfarrer in den Gemeinden starke Autorität. Mit ihrem Wegfall, aber auch durch das geänderte Gesellschaftsverständnis ist diese teilweise auf die Kirchenpflege übergegangen. Deren Kompetenzen sind aus kirchlicher Sicht auf die Anstellung der seelsorgerischen Mitarbeiter beschränkt. Für alles andere ist grundsätzlich die Diözese zuständig. Deren Distanz zu den Gläubigen und den Kirchenpflegen ist tendenziell grösser geworden. Die Verlegung des Regionaldekanats von der Klosterhalbinsel Wettingen nach Liestal mag ein Ausdruck davon sein. (dm) pfarreiforum Mittwoch, 2. Februar 2005, 19.30 Uhr, Pfarreiheim Neuenhof. Geschichtliche Informationen zur Pfarrei Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 31.01.2005 |
«Die öffentlich
erhobenen Vorwürfe sind nicht gerechtfertigt» Situation in der Pfarrei Neuenhof/Killwangen In der letzten Zeit sind Leserbriefe über die Situation unserer Pfarrei erschienen, die ein groteskes Bild hinterlassen. Der Pfarreirat Neuenhof/ Killwangen kann das so nicht stehen lassen. Wenn sich etwa eine Leserbriefschreiberin in den ersten fünf Wochen ihrer Anstellung von alten Konflikten gefangen nehmen lässt, Ge-sprächsangebote ablehnt und sich stattdessen heftig in der Öffentlichkeit äussert, dann finden wir das bedauerlich. Die genannten Vorwürfe sind aus Sicht des Pfarreirats nicht gerechtfertigt. Alle, die in der Öffentlichkeit immer wieder alte Wunden aufreissen, handeln nicht zum Wohl der Pfarrei. Konflikte und Fehler treten überall auf, wo Menschen miteinander arbeiten, auch in einer Pfarrei. Auch unsere Pfarreien Neuenhof und Killwangen mussten in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen Wechsel miterleben. Irgendwann muss man aber einen Schlussstrich unter das Ganze ziehen können. Der Pfarreirat und viele freiwillig Mitarbeitende wollen endlich nach vorne schauen. Wir sehen bereits positive Ansätze, an denen wir weiter arbeiten wollen. Lernen wir aus den Fehlern und gestehen wir sie einander in christlicher Weise zu. Das will auch das Pfarreiforum, zu dem am 2. Februar die Gremien und alle interessierten Pfarreiangehörigen eingeladen sind. Wir möchten betonen, dass wir mit unseren Seelsorgenden und der Kirchenpflege gut zusammenarbeiten, und sprechen ihnen für einen Neubeginn das volle Vertrauen aus. Pfarreirat Neuenhof/ Killwangen briefe an die az Geschichtliche Informationen zur Pfarrei Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 29.01.2005 |
killwangen Ausweise
waren gefälscht Anlässlich einer Routinekontrolle im Umfeld des Bahnhofs Killwangen konnten Beamte der Regionalpolizei Spreitenbach einen 42-jährigen Serben verhaften. Er hatte sich zuvor gegenüber den Polizisten mit einem gefälschten Reisedokument ausgewiesen. Weitere Abklärungen ergaben, dass der Verhaftete der Polizei bereits bekannt und mit einer gültigen Einreisesperre für die Schweiz belegt ist. Der Serbe wurde zur Durchführung weiterer Ermittlungen inhaftiert. (az) |
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| Mittelland Zeitung; 27.01.2005 |
Zur «grotesken»
Situation in den Pfarreien Neuenhof/Killwangen: «Das aber wäre das Gebot der
Stunde: Neu beginnen!» AZ vom 25. 1. 2005 Es ist in unserer Zeit kein Zuckerlecken, sich mit Personalproblemen in der Kirche beschäftigen zu müssen. In den letzten Jahren wollen Schwierigkeiten, Personalmangel, Kündigungen und teils auch Verunglimpfungen in der Zeitung kein Ende nehmen. Und das nicht nur in unserer Kirchgemeinde. Behördenmitglieder werden über das Mass strapaziert, Verantwortliche bekommen die Überforderung zu spüren und junge Menschen, die den Dienst in der Kirche erst aufgenommen haben, werden bald wieder verheizt. Wessen Geistes Kinder sind wir in der Kirche? Es lässt aufhorchen, wenn von «Macht- und Willkürverhältnissen» gesprochen wird. Was unserer katholischen Kirche nach oben immer wieder vorgeworfen wird, kommt nun auch zur Sprache auf unterster Stufe. Ganz daneben liegen dürfte die Beurteilung einer Direktbetroffenen kaum sein; jedenfalls geben die verschlüsselten schriftlichen Verlautbarungen der Kirchenpflege in den letzten Monaten kaum Anlass zu Hoffnung und Neubeginn. Das aber wäre das Gebot der Stunde: Neu beginnen! Auf allen Stufen. Unter den gegebenen Verhältnissen ist kaum mehr eine Behebung der Misere in Aussicht. Ich zitiere den Satz der zuletzt gekündigten Person: «Welcher normale Mensch, wüsste er es, würde sich auf so etwas einlassen?» Es ist anzunehmen, dass sich unsere Verhältnisse herumsprechen. Mit der Unterschlagung der hier herrschenden Zustände ist niemandem gedient. Bei aller Nachsicht für alle ist neues Denken und Handeln gefordert. Ueli Schibli, neuenhof briefe an die az Geschichtliche Informationen zur Pfarrei Killwangen >> |
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| Tages-Anzeiger; 26.01.2005 |
Raser mit 181 km/h Neuenhof AG. - Bei einer nächtlichen Geschwindigkeitskontrolle in Neuenhof (ausserorts, Richtung Killwangen) waren 45 von 238 Motorfahrzeugen zu schnell unterwegs. Für zwei Lenker hat die rasante Fahrt den Entzug des Führerausweises zur Folge. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 181 km/h, erlaubt waren 80 km/h. (hoh) |
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| Mittelland Zeitung; 25.01.2005 |
«Es kann gar nicht
gut gehen»: In den Pfarreien Neuenhof/Killwangen herrscht eine groteske
Situation AZ vom 11. 11. 2004 «Seit 1997 kommen sie und gehen sie»: 22 Angestellte (!!) in den Pfarreien Neuenhof/Killwangen. «Was ist mit der Kirchgemeinde los?», fragt Corinna Tschümperlin zu Recht (im Leser brief vom 11. 11. 2004 in der AZ rsp. 12. 11. 2004 in der «Limmatwelle»). Darauf meinen acht ehemalige Angestellte («Limmatwelle» vom 19. 11. 2004): «Endlich werden Fragen gestellt!» Dafür, glaube ich, ist es nun wirklich höchste Zeit, will man sich nicht an weiterem menschlichem Leid mitschuldig machen. Ich war lediglich fünf Wochen hier (Dezember 2004) - ich kam - sah - erkannte - und ging. Von der Arbeit her wäre es mein Traumjob gewesen. Von den Arbeitsumständen her ein Albtraum. Über die 22 Abgänge vor mir wurde ich natürlich nicht informiert - welcher normale Mensch, wüsste er es, würde sich denn auf so etwas einlassen? Da auch ich der Meinung bin, dass die Kirchgemeinde ein Recht hat zu wissen, was wirklich los ist, rede ich. Die Situation ist so: Es kann gar nicht gut gehen! Nicht unter diesen Voraussetzungen! Die Strukturen sind schlecht. Es herrschen Macht- und Willkürverhältnisse. Entweder man spurt oder man kann gehen. Das Problem liegt nicht beim Personal! Im Gegenteil, es fehlt am Schutz für das Personal! Es liegt an der amtierenden Behörde, die de facto keine Kontrollinstanz mehr über sich hat und tut, was sie will. Zusammen mit der Gemeindeleitung sind sie das Hauptproblem. Gleichzeitig halten sie die Fäden in der Hand, sind anstellende Behörde, bei Bedarf Supervisor sowie Behörde, die «objektiv» nach aussen informieren will . . . alles gleichzeitig! Die Situation wäre zu komisch, wenn sie nicht für die Angestellten im Grunde so tragisch wäre. Sicherlich werden Pfarreiangehörige und freiwillig Mitarbeitende bald wieder einmal vonseiten der Kirchenpflege informiert werden müssen über die prekäre Personalsituation. Und die Kirchenpflege wird ihre wohlvorbereitete Version der Dinge vorlegen. Mit ebensolcher Sicherheit werden aber Betroffene (Ehemalige), welche dieses «offizielle» Bild vielleicht etwas abrunden könnten, weil sie In sider sind, an dieser Veranstaltung nicht anwesend sein und somit nicht zur Sprache kommen. Mir persönlich tut es für alle Pfarreiangehörigen, die effektiv ebenfalls jeweils Leidtragende dieser Umstände sind, wirklich leid, dass ihnen auch mein Weggang nicht erspart bleiben konnte. Noch so gerne hätte ich, wie gesagt, in den Pfarreien gewirkt und allen mein Herz und mein offenes Ohr geschenkt! M. W., Psych. lic. phil., ehemalige Angestellte der Pfarreien Neuenhof/Killwangen (Name der Redaktion bekannt) briefe an die az Geschichtliche Informationen zur Pfarrei Killwangen >> |
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| Mittelland Zeitung; 24.01.2005 |
Unihockeyturnier
des Badener Kreisturnverbandes Zusammen mit dem STV Obersiggenthal organisierte der Badener Kreisturnverband das jährliche Jugend-Unihockeyturnier. Die Teams, die den ersten und zweiten Platz der jeweiligen Kategorie erreichten, qualifizierten sich für die Kantonalen Meisterschaften am 19. März 2005. 43 Teams der Vereine des Kreises Baden waren angemeldet. Es wurde im Acht-Minuten-Modus gespielt; jedes Team hatte mindestens vier Spiele zu bewältigen. Die super organisierte Festwirtschaft des STV Obersiggenthal verpflegte alle Spieler, Fans und Trainer mit Leckereien. Die ersten Spiele der Knaben Kategorie B (Jg. 92 bis 94) und C (Jg. 95 und jünger) begannen bereits um 8.30 Uhr. Der Einsatz und der Eifer der Jungen war überwältigend. Einige Kinder waren kaum grösser als der Unihockeystock, aber sie spielten schon wie ihre grossen Kollegen. Um 12 Uhr fand das Rangverlesen dieser Kategorien statt. Auszug aus der Rangliste: Kategorie Knaben B: 1. Fislisbach 1, 2. Obersiggenthal 1, 3. Stetten 1 Kategorie Knaben C: 1. Baden 1, 2. Niederrohrdorf 5, 3. Obersiggenthal 3 Um 13 Uhr gings dann weiter. Die Spiele der Kategorien Mädchen A bis C und Knaben Kategorie A (Jg. 89 bis 91) fanden Schlag auf Schlag statt. Bei einem Spiel musste sogar eine 2-minütige Spielverlängerung und danach ein Penaltyschiessen durchgeführt werden, damit der tatsächliche Sieger ermittelt werden konnte. Schon um 16.15 Uhr fand das zweite Rangverlesen statt. Mit grossem Applaus und Hurra wurden die Wanderpokale, Spaghetti, Sauce, Rimuss, Eistee und Schöggeli verteilt. Auszug aus der Rangliste: Knaben A: 1. Killwangen 1, 2. Bergdietikon 1, 3. Würenlos 1 Mädchen A: 1. Baden 11, 2. Niederrohrdorf 12, 3. Niederrohrdorf 11 Mädchen B: 1. Fislisbach 11, 2. Würenlos 11, 3. Baden 12 Mädchen C: 1. Fislisbach 12, 2. Würenlos 12, 3. Niederrohrdorf 15 Das nächste Turnier findet am 15. Januar 2006 in Obersiggenthl statt. Sportliches Killwangen >> |
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| Oltner Tagblatt / MLZ; 21.01.2005 |
Einbrecher
festgenommen Aargau Hausbesitzer verfolgte Kriminaltouristen So hatten sich die drei Einbrecher den «Besuch» eines Einfamilienhauses im Killwanger Rütihaldenquartier am Mittwochabend nicht vorgestellt. Die aus Deutschland eingereisten Kriminaltouristen sitzen jetzt in Untersuchungshaft, weil ein Familienvater die flüchtenden Männer kurzerhand selbst verfolgte, nachdem sein Sohn die Einbrecher in den eigenen vier Wänden überrascht hatte. Flucht dauerte nur vier Minuten Wie Kantonspolizei-Informationschef Rudolf Woodtli den Vorgang schilderte, kam es zur Begegnung zwischen den Einbrechern und dem Sohn bei dessen Heimkehr. Nachdem er das Haus betreten habe, seien zwei fremde Männer die Treppe vom oberen Stock heruntergekommen. Die Einbrecher flüchteten sofort aus dem Haus. Der Sohn rief aber gleich darauf seinen Vater an, der sich mit dem Auto ganz in der Nähe aufhielt. Dieser konnte den ungebetenen Besuch beobachten, wie er bei der Kirche in einen roten VW Golf einstieg. Als die Männer Richtung Neuenhof davonfuhren, heftete er sich kurzerhand an ihre Fersen und verständigte die Polizei. Es war 19.10 Uhr. Nur vier Minuten später konnten Patrouillen der Kantons- und der Regionalpolizei das Fluchtauto in Neuenhof stoppen. Im Innern sassen drei in Deutschland wohnende Männer, ein 37-jähriger Deutscher, ein 35-jähriger Albaner und ein 29-jähriger Türke. Sie hatten Einbruchswerkzeug dabei und Diebesgut wie Schmuck, Handys, Kameras und Bargeld und auch ein Portemonnaie aus dem Haus ihres Verfolgers aus Killwangen. |
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| Tages-Anzeiger; 21.01.2005 |
Einbrecher verhaftet Killwangen AG.- Drei Männer aus Deutschland - ein Deutscher (37), ein Albaner (35) und ein Türke (29) - sind in Killwangen in ein Geschäft eingebrochen und mit einem Auto geflohen. Der Geschäftsinhaber, welcher die Tat bemerkte, verfolgte das Trio mit seinem Auto und alarmierte die Polizei. Laut Meldung konnte die Patrouille vier Minuten später das Fluchtauto in Neuenhof anhalten und die Täter festnehmen. (hoh) |
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